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Laatzen Gemeinde sammelt Mundschutz für Notfallseelsorger
Aus der Region Region Hannover Laatzen Gemeinde sammelt Mundschutz für Notfallseelsorger
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06:21 27.03.2020
Mundschutzmasken lassen sich auch selbst herstellen –dazu ruft Immanuel-Kirchengemeinde nun auf. Quelle: Christian Charisius
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Alt-Laatzen

Atemschutzmasken sind angesichts der Corona-Krise derzeit nur zu völlig überhöhten Preisen oder gar nicht zu bekommen. Unter dem Engpass leiden nicht nur Rettungsdienste und andere Menschen, die viel Kontakt mit anderen haben, sondern auch die Notfallseelsorger der Kirchen. Die Immanuel-Kirchengemeinde in Alt-Laatzen ruft deshalb jetzt dazu auf, Gesichtsmasken selbst zu schneidern und bei der Gemeinde abzugeben, von wo sie weiter verteilt werden soll.

„Uns erreichte eine E-Mail des Koordinators der Notfallseelsorger Hannover, wonach bei Notfallseelsorge-Einsätzen häufig die schützenden Gesichtsmasken fehlen“, berichtet Pastor Matthias Freytag. Er wisse auch von werdenden Eltern, die solche Masken benötigten: So haben die Geburtskliniken in der Region die Besuche Angehöriger in den Kliniken stark eingeschränkt. In einigen Kliniken zählt unter anderem das Tragen eines Mundschutzes zu den Bedingungen. „Es spricht nichts dagegen, eine Maske selbst herzustellen“, heißt es tatsächlich beim Klinikum Region Hannover auf Anfrage dieser Zeitung. Diese sollte möglichst mehrlagig und feuchtigkeitsresistent sein. Sowohl das Klinikum als auch der Klinikbetreiber Diakovere weisen allerdings darauf hin, dass ein Mundschutz etwa bei der Entbindung notfalls gestellt wird.

„Wir rufen dazu auf, Mundschutzmasken für Notfallseelsorger, Einsatzkräfte, werdende Väter, Risikogruppen und andere Personen zu nähen“, sagt Freytag. Er weist ausdrücklich darauf hin, dass die Masken in erster Linie dem Schutz des Gegenübers dienen.

Gemeinde leitet Masken kostenlos weiter

Die Masken können in Plastikbeuteln verpackt in den Briefkasten der Gemeinde, Eichstraße 28, oder ebendort in den Privatbriefkasten von Pastor Freytag eingeworfen werden. „Sie werden dann kostenlos weitergeleitet und auf Anfrage direkt per Post versendet.“ Der Postversand werde für die Empfänger ebenfalls kostenlos sein, versichert Freytag. Die Gemeinde gibt auf www.immanuelkirche-laatzen.de bekannt, ob und wie viele Masken zur Weiterleitung eingetroffen sind. Wer Fragen hat oder als Hilfesuchender Masken benötigt, kann sich unter Telefon (0511) 8744644 oder per E-Mail an matthias.freytag@evlka.de an die Gemeinde wenden.

Anleitungen für das Bastelns eines Mundschutzes gibt es im Internet unter anderem auf der Seite essen.de/gesundheit/coronavirus_6.de.html

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