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Laatzen Jugendbeirat fordert Klimanotstand für Laatzen
Aus der Region Region Hannover Laatzen Jugendbeirat fordert Klimanotstand für Laatzen
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10:06 31.08.2019
Der Laatzener Jugendbeirat fordert, dass sich die Stadtverwaltung für einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr in der Region Hannover einsetzen soll. Quelle: Daniel Junker
Laatzen

Die Mitglieder des Laatzener Jugendbeirates wollen, dass die Stadt klimafreundlicher wird. In ihrer jüngsten Sitzung haben die Mitglieder dazu gleich mehrere Anträge eingereicht. Unter anderem fordern die Jugendlichen die Stadt Laatzen dazu auf, den Klimanotstand auszurufen: Damit solle die Verwaltung anerkennen, dass es die Klimakrise gibt, und entsprechende Maßnahmen zum Klimaschutz ergreifen.

Stadt Konstanz ist Vorbild

„Fortan sollen sämtliche Entscheidungen besonders unter dem Aspekt des Klimaschutzes getroffen werden“, sagt Beiratsmitglied Daniel Kaske. Dies würde zum Beispiel bedeuten, dass sämtliche städtischen Gebäude künftig möglichst klimaneutral versorgt werden. Auch bei Neubauten und bei der Mobilität würden Klimaschutz-Aspekte verstärkt in den Fokus rücken. Den Antrag haben die Mitglieder einstimmig beschlossen. Als erste Kommune in Deutschland hatte die Stadt Konstanz am 2. Mai 2019 den Klimanotstand ausgerufen.

Stadt soll sich um Gratis-ÖPNV bemühen

Der Beirat fordert zudem, dass sich die Stadt um eine kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) bemühen soll. „Dies würde zu weniger Autos auf den Straßen führen“, begründet Kaske die Entscheidung. Die Jugendlichen hoffen, dass dadurch viele Autofahrer auf Bus und Bahn umsteigen „Damit würde ein erheblicher Beitrag zum Schutz des Klimas geleistet.“ Nicht nur Schüler und Jugendliche, sondern alle Fahrgäste sollten kostenlos mit Bussen und Bahnen fahren dürfen.

Keine neuen Steingärten in Laatzen?

Ein weiterer Baustein des beschlossenen Antragspakets ist ein Verbot sogenannter Steingärten in künftigen Baugebieten. Gemeint sind Gartenanlagen, in denen Steine das wesentliche Gestaltungselement bilden und keine oder nur wenige Pflanzen vorhanden sind. Damit werde zwar die Pflege erleichtert, die Gärten tragen nach Ansicht der Jugendlichen allerdings nicht zum Klimaschutz bei.

„Die Auswirkungen des Klimawandels werden immer deutlicher, und es wird zu wenig dagegen getan“, sagte Beiratsmitglied Kaske. Die Stadt Laatzen solle daher mit gutem Beispiel in Sachen Klimaschutz vorangehen.

Beirat will ein saubereres Stadtbild

Schon seit Längerem diskutiert der Jugendbeirat über das Thema sauberes Stadtbild. Befassen wollen sich die Mitglieder mit der Frage, wie die Zahl der auf die Straße geworfenen Zigarettenkippen reduziert werden kann. Einen Beschluss dazu hat das Gremium allerdings noch nicht gefasst. Zu ihrer nächsten Sitzung wollen sie zunächst einen Mitarbeiter des Teams Sicherheit und Ordnung einladen, um über eine mögliche Lösungen zu sprechen.

Müllsammelaktion geplant

Darüber hinaus plant der Jugendbeirat eine Müllsammelaktion zwischen dem Gewerbegebiet Rethen-Nord und der Langen Weihe in Laatzen-Mitte. Die Jugendlichen stören sich insbesondere am Müll, der von Kunden der McDonalds-Filiale verursacht wird. Der Beirat will sich zunächst mit dem Restaurant in Verbindung setzen, um über eine mögliche Kooperation für die Aufräumaktion zu sprechen. Auch Bürger könnten sich beteiligen.

Neuer Termin für School’s-Out-Party

Der Jugendbeirat ist unzufrieden mit der Resonanz der diesjährigen School’s-Out-Party . Weil zu wenige Besucher gekommen seien, wollen die Jugendlichen die Feier künftig stärker bewerben – und darauf achten, dass Konkurrenz durch Parallelveranstaltungen vermieden werden.

In diesem Jahr sei genau am Tag der Party eine Gruppe Jugendlicher zu einer Ferienfreizeit nach Kroatien aufgebrochen. An der Albert-Einstein-Schule habe es am Nachmittag darüber hinaus eine weitere Veranstaltung gegeben. Die Beiratsmitglieder erwägen, die School’s-Out-Party im nächsten Jahr deshalb am letzten Wochenende vor den Ferien steigen zu lassen – und nicht mehr am letzten Schultag.

Darüber hinaus will der Beirat in den sozialen Medien im Internet präsenter werden. Das Gremium hat bei der jüngsten Sitzung drei Mitglieder ernannt, die sich verstärkt um den Instagram-Account des Beirates kümmern. Laleh Izadpanahi, Marike Weissleder und Marc Zaidenberg haben sich bereit erklärt, die Aufgabe zu übernehmen und Beiträge zu posten.

Zudem denken die Mitglieder des Beirates über ein Festival mit Bands aus Laatzen und Hannovernach. Die Veranstaltung könne das Augenmerk auf ein bestimmtes Thema wie zum Beispiel den Klimaschutz lenken.

Über Inhalte und mögliche Formate soll in den nächsten Sitzungen diskutiert werden.

Von Daniel Junker

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