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Laatzen Stadt plant „Park der Bewegung“ auf IBM-Areal
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15:56 21.09.2018
Die maroden Tennisplätze sollen zur Parkour-Anlage werden, um die ein Pumptrack für Fahrräder herumgeführt wird. Quelle: Dorndorf
Laatzen-Mitte

 Die Laatzener Stadtverwaltung hat jetzt erstmals konkrete Pläne für die Erweiterungsfläche am Park der Sinne vorgestellt. Auf dem ehemaligen IBM-Klub-Areal könnte ein „Park der Bewegung“ entstehen. Konkret schwebt den Planern eine Parkour-Anlage, eine Pumptrack-Bahn für Radfahrer sowie je ein Beachvolleyball- und Streetballfeld vor. Laatzens Fachpolitiker haben jetzt grünes Licht für Rodungsarbeiten und einen neuen Eingang am Expo-Weg gegeben.

Dass die Erweiterungsfläche auf dem ehemaligen IBM-Klubgelände einen deutlich anderen Schwerpunkt als der Park der Sinne bekommen soll, gilt unter Laatzens Ratspolitikern schon länger als ausgemacht. Kernidee ist, dass der Park der Sinne als eher ruhige Aufenthaltsfläche dienen soll, während auf bisherigen IBM-Sportgelände Aktivangebote konzentriert werden. Nun nehmen die Überlegungen konkrete Formen an, die Bau-Fachbereichsleiter Jürgen Pagels vor kurzem im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt hat.

Ein zentrales Element sei demnach eine Parkour-Fläche auf dem Areal der seit längerem ungenutzten Tennisplätze. Bei dem aus Frankreich stammenden Trendsport vollziehen die Sportler akrobatische Läufe und Sprünge über Beton- und Metallelemente, wie sie im öffentlichen Stadtraum vorkommen. Drumherum könnte eine Pumptrack-Anlage für Radfahrer geführt werden.

Den ehemaligen Tennis-Aufschlagplatz möchte die Verwaltung zum Streetballfeld für Basketballspieler machen, etwas südlich davon wäre Platz für Beachvolleyball. Der ehemalige IBM-Fußballplatz, den schon seit längerem Laatzener Sportvereine nutzen, bliebe erhalten.

Eine wichtige Neuerung ist der geplante Südeingang zur Erweiterungsfläche: Gelangen Besucher bislang vor allem über den Haupteingang des Parks der Sinne nahe den Kleingärten, teils auch vom Amano-Parkplatz aus auf das Areal, könnte dies künftig auch vom Expo-Weg aus erfolgen, der die Gutenbergstraße mit der Expo-Brücke über der Erich-Panitz-Straße verbindet. „Wir haben uns das mit Firmen, die die Rodungen durchführen müssten, angesehen“, sagt Pagels: Es sei möglich, einen Weg zwischen den Tennisplätzen und dem Funkergebäude anzulegen. Freischneiden will die Stadt auch mehrere Sichtachsen innerhalb der Erweiterungsfläche, so dass das bislang durch Bäume, Büsche und Sträucher zerteilte Gesamtareal als Park erfahrbar wird. Auch vom Park der Sinne selbst aus sollen solche Sichtbeziehungen entstehen, die ebenfalls freigeschnitten werden müssten.

Ein wichtiger Nebeneffekt würde sich bei Umsetzung des Konzepts für den Abenteuerspielplatz an der Würzburger Straße ergeben: Eigentlich hatte die Stadt die geplante Pumptrack- und Parkour-Anlage dort zusätzlich vorgesehen – und so hatten es sich Jugendliche in Workshops gewünscht. Da inzwischen jedoch eine Kita auf dem Areal geplant ist, drohten die Pläne zu scheitern. Mit der Park-Planung könnte das Angebot doch noch umgesetzt und der bisherige Spielplatz mit seinen Spielgeräten und der Rutsche weitgehend erhalten bleiben.

Im Rat werden die Pläne grundsätzlich begrüßt, sie sind aber noch nicht beschlossen. „Ich finde die Idee gut, weil man so etwas mit wenig finanziellem Einsatz machen könnte“, sagt etwa der SPD-Fraktionsvorsitzende Ernesto Nebot. Er warnte zugleich vor zu großer Eile : „Man muss nichts alles auf einmal machen.“ CDU und FDP hatten vor dem Hintergrund der Verwaltungsplanung sogar schon einen formellen Antrag gestellt, Resthaushaltsmittel für das Projekt einzuplanen. Beide Ratsgruppen einigten sich darauf, zunächst den Grünarbeiten und der Anlage des neuen Eingangs zuzustimmen und bei einer erneuten Sitzung im Oktober über das Gesamtkonzept zu beraten.

Die Verwaltung kündigte auf Anfrage an, noch im Herbst mit dem Freischneiden und Roden zu beginnen. Der neue Eingang könnte dann im Frühjahr freigegeben, die übrigen Projekte bei politischer Zustimmung in den Folgejahren umgesetzt werden.

Von Johannes Dorndorf

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