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Laatzen Ortsrat Ingeln-Oesselse besteht auf Bushaltestelle bei Edeka
Aus der Region Region Hannover Laatzen Ortsrat Ingeln-Oesselse besteht auf Bushaltestelle bei Edeka
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18:09 03.09.2019
Dauerstreit um Bushaltestelle: Die Verwaltung hält nur den Standort vor den Häusern Gleidinger Straße 35/37 für realisierbar. Der Ortsrat Ingeln-Oesselse hingegen fordert eine gemeinsame für beide Fahrtrichtungen auf der Südseite, die näher am Edeka-Markt und dem Neubaugebiet sowie direkt dem Regenrückhaltbecken und der Kleingärten (rechts im Bild) liegt. Quelle: Astrid Köhler
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Ingeln-Oesselse

In 13 Jahren kann viel passieren. Die Frage hingegen, wo die mit der Planung des Neubaugebietes Vor dem Laagberg von der Region angeregte Bushaltestelle in Ingeln-Oesselses Ortsmitte hinkommt, ist weiter offen. Wie verhärtet die Fronten zwischen der Verwaltung und Politik nach mehr als einer Handvoll eingehend diskutierter Standortvarianten und Vor-Ort-Terminen ist, wurde am Montag im Ortsrat deutlich. Beide Seiten pochen auf ihre Favoriten – und der Streit spitzt sich zu.

Die Verwaltung ignoriere die Beschlüsse und Diskussionen im Ortsrat, so der Vorwurf der Politik. In der neuen Beschlussfassung hatte die Stadtverwaltung nur den Standort vor den Häusern Gleidinger Straße 35/37 berücksichtigt und zudem in Aussicht gestellt, der Haltestellenbau könne auch gänzlich entfallen, sollte der Ortsrat diesen weiterhin ablehnen. Letzter schuf hingegen mit einem Antrag neue Fakten: Demnach soll die Stadt die vom Ortsrat bevorzugte Variante einer gemeinsamen Bushaltestelle für beide Fahrtrichtungen beim Regenrückhaltebecken und nahe dem Edeka-Markt umsetzen.

Haltestelle am Regenrückhaltebecken ist aufwendiger

„Sie erteilen uns einen Auftrag ohne den finanziellen Rahmen zu kennen“, sagte der Bau-Fachbereichsleiter Jürgen Pagels. Schätzungen nach summierten sich die Kosten am Regenrückhaltebecken und den Kleingärten wegen einer zusätzlich nötigen Lichtsignalanlage auf mehr als 100.000 Euro. Der Bau sei deutlich aufwendiger und teurer als eine Haltestelle bei den Häusern Gleidinger Straße 35/37 und daher „mit aller Wahrscheinlichkeit nicht zu realisieren“, so Pagels.

Ortsrat: Verkehrssicherheit ist wichtiger

Anstelle der Kosten müsse die Verkehrssicherheit oberste Priorität haben, erwiderten hingegen Ortsbürgermeister Heinrich Hennies (CDU) und weitere Ortsratsmitglieder. Es sei versäumt worden, die Bushaltestelle frühzeitig mit dem Baugebiet zu planen, merkte Andreas Aue an. Nun seien alle einst noch möglichen Flächen bebaut und fehle der Platz. „Die Stadt wird sich eine teurerer Variante leisten müssen“, so Aue. „Wir wollen eine Anbindung an den Nahversorger und das Baugebiet“, ergänzte Gundhild Fiedler-Dreyer (CDU).

In einer zwischenzeitlich emotionalen Debatte forderte der Ortsrat genauere Kalkulationen und Gespräche der Stadt mit den Eigentümern und Nutzern jener Fläche an, die für die Bushaltestelle am Regenrückhaltebecken benötigt würden. „Nach unserem Kenntnisstand hat es bis heute keine Gespräche mit der Kirche oder den Kleingärtnern gegeben“, so Michael Riedel (SPD).

Fraktionsübergreifender Antrag – mit einer Gegenstimme

Fraktionsübergreifend und mit nur einer Gegenstimme entschied der Ortsrat, die Verwaltung mit einer genauen Kostenaufstellung und Planung für eine Haltestelle am Regenrückhaltbecken und den Kleingärten auf der Südseite der Gleidinger Straße zu beauftragen. Quelle: Astrid Köhler

Fraktionsübergreifend – allerdings mit einer Gegenstimme – entschied der Ortsrat dafür, die Verwaltung mit der Kostenberechnung und weiteren Schritten für eine Haltestelle am Regenrückhaltebecken zu beauftragen. Das benötigte Geld sollte Thema der anstehenden Haushaltsberatungen sein. Lediglich ein SPD-Ortsratsmitglied stimmte gegen den Antrag. „Die vorhandenen Bushaltestellen in Ingeln und an der Kirche in Oesselse reichen meiner Meinung nach aus“, erklärte Rolf Sydekum, auf Nachfrage. Künftig wolle er sich in dieser Frage enthalten.

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Von Astrid Köhler

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