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Laatzen Polizei findet vermisste 16-Jährige aus Laatzen in Hamburg
Aus der Region Region Hannover Laatzen Polizei findet vermisste 16-Jährige aus Laatzen in Hamburg
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14:55 04.08.2019
Symbolbild Quelle: Uwe Dillenberg
Grasdorf

Ermittlungserfolg für die Polizei im Norden: Die vor zwölf Tagen aus einer betreuten Wohneinrichtung in Grasdorf verschwundene 16-jährige Johanna ist am Montagmorgen wohlbehalten in Hamburg gefunden worden. Die Polizei traf sie dort in der Wohnung ihres Freundes.

„Es geht ihr gut“, betonte der Leiter des Laatzener Kriminal- und Ermittlungsdienstes, Stefan Schwarzbard. „Wir sind sehr erleichtert.“ Die Polizei hatte intensiv ermittelt und bereits früh vermutet, dass sich die 16-Jährige in Begleitung eines jugendlichen Bekannten im Raum Hamburg oder Berlin aufhält. Dass es sich dabei um ihren Freund handelt und dieser ein 21-jähriger Hamburger ist, war anfänglich noch nicht klar.

21-jähriger Freund von Johanna leugnet zunächst, etwas zu wissen

Nach dem Zeugenaufruf am vergangenen Dienstag, der auch in Hamburg und Berlin veröffentlicht wurde, seien etliche Hinweise eingegangen – sogar aus Oldenburg, berichtete Schwarzbard. Die entscheidenden Spuren fanden die Beamten jedoch selbst heraus und ermittelten die Identität und Adresse des 21-Jährigen. Nachdem dieser anfänglich noch leugnete, etwas über den Verbleib der Grasdorferin zu wissen, habe er schließlich zugegeben, sich mit seiner Freundin am späten Abend des 18. Juli am Laatzener Bahnhof getroffen zu haben und mit ihr weggefahren zu sein, so der KED-Leiter. „Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass sie wohl die ganze Zeit in Hamburg war.“

Warum die 16-Jährige weglief und sich auch nicht mehr meldete, ist noch unklar. Die Jugendliche wurde noch am Montagvormittag von der Polizei aus der Wohnung abgeholt. Sie wird in die Obhut des Laatzener Jugendamtes gegeben und außerdem von einer Kinder- und Jugendsachbearbeiterin der Polizei befragt.

Hohe Aufklärungsquote nach Vermisstenaufrufen

Einer Studie des Bundeskriminalamtes (BKA) nach werden täglich 250 bis 300 Fahndungen nach Vermissten neu erfasst und auch gelöscht. Erfahrungsgemäß klären sich etwa die Hälfte aller Fälle innerhalb der ersten Woche. Binnen Monatsfrist liege die Erledigungsquote bereits über 80 Prozent, teilte die Behörde mit. „Der Anteil der Personen, die länger als ein Jahr vermisst werden, bewegt sich bei nur etwa 3 Prozent.“ Zwei von drei Vermissten seien männlich, und etwa die Hälfte der Gesamtzahl Kinder und Jugendliche. Neben Problemen in der Schule oder mit den Eltern werden auch Liebeskummer und andere Ursachen angeführt.

Weitere aktuelle Polizeimeldungen aus Laatzen finden Sie in unserem Ticker.

Von Astrid Köhler

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