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Laatzen Laatzen bekommt ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten
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14:01 16.11.2018
Der Rat beschließt die Bestellung eines Behindertenbeauftragten. Quelle: Dorndorf
Laatzen

Es ist beschlossen: Die Stadt Laatzen soll nach jahrelangem Gezerre demnächst einen Behindertenbeauftragten bekommen. Der Rat sprach sich am Donnerstagabend mehrheitlich dafür aus. Vorgesehen ist allerdings nur eine ehrenamtliche Lösung.

Möglich wurde die Entscheidung durch das Zustandekommen einer besonderen Konstellation: Um den Beauftragten durchsetzen, waren die Grünen aus dem rot-rot-grünen Mehrheitsbündnis ausgeschert und setzten den Behindertenbeauftragten im Verbund mit CDU, FDP, GFW und den parteilosen Ratsherren Heinz Scheibe und Uwe Faull durch – in Form eines Kompromisses: Hatten CDU und FDP zuletzt noch einen hauptamtlichen Beauftragten gefordert, beantragten die Grünen eine ehrenamtliche Lösung. Die Sozialdemokraten, die sich seit Jahren gegen die Bestellung eine Beauftragten sperren, enthielten sich bei der Abstimmung. Sie befürworten es, die Aufgabe auf breitere Füße zu stellen – Inklusion sei eine Aufgabe der ganzen Verwaltung.

Bei den Behinderten, die am Donnerstag der Ratssitzung beiwohnten, war die Zufriedenheit nach der Abstimmung groß: „Das ist eine tolle Sache, nach Jahren haben wir es geschafft“, sagte Rainer Picht vom Initiativkreis Menschen mit Behinderung. Ähnlich äußerte sich seine Frau Christine Picht, die selbst gehbehindert ist: Der Initiativkreis setze sich seit der Gründung vor acht Jahren für den Beauftragten ein. Achim Wenger von der Gruppe der Sehbehinderten und Blinden in Laatzen sprach von einem „ersten Schritt“, den die Stadt nach so langer Zeit gehe. „Im zweiten Schritt streben wir an, dass wir einen hauptamtlichen Beauftragten bekommen.“

Noch offen ist die Frage, ob sich überhaupt jemand findet, der den Posten ehrenamtlich bekleidet. Wie Wenger erläuterte, habe man bereits einige mögliche Kandidaten angesprochen, die sich jedoch jeweils aus persönlichen oder beruflichen Gründen nicht bereit erklärt hätten. Erhalten soll der oder die Beauftragte laut Ratsbeschluss lediglich eine Aufwandsentschädigung.

Zu den Aufgaben des Behindertenbeauftragten zählen unter anderem die Beratung Betroffener, die Stärkung der Selbsthilfe und die Interessenvertretung Behinderter gegenüber der Stadt, Beratung zur Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und beim Wohnraum, die Förderung der Zusammenarbeit von Verbänden und Organisationen und die Teilhabe Behinderter in Beruf, Sport und Kultur.

Von Johannes Dorndorf

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