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Laatzen Feuerwehr erhält neuen Einsatzleitwagen mit Drohne & Co
Aus der Region Region Hannover Laatzen Feuerwehr erhält neuen Einsatzleitwagen mit Drohne & Co
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00:15 10.04.2019
Regionspräsident Hauke Jagau (von vorn), Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing, Laatzens Bürgermeister Jürgen Köhne und Stadtbrandmeister Sebastian Osterwald freuen sich über die beiden neuen, jeweils rund 560.000 Euro teuren Einsatzleitwagen „ELW2“, die künftig bei der Freiwilligen Feuerwehr Laatzen (Fahrzeug links) und der Regionsfeuerwehrbereitschaft vom Standort Ronnenberg aus eingesetzt werden. Quelle: Daniel Junker
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Laatzen/Hannover

Die Freiwillige Feuerwehr Laatzen hat ab sofort einen neuen, größeren Einsatzleitwagen. Regionspräsident Hauke Jagau übergab das 560.000 Euro teure Fahrzeug am Sonnabend vor dem Haus der Region an die Einsatzkräfte der Laatzener Feuerwehr. Ein baugleiches und ebenso teures Fahrzeug erhält die Regionsfeuerwehrbereitschaft: Der Einsatzleitwagen ELW2 wird künftig in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) Ronnenberg stationiert.

Bei der Übergabe bezeichnete Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing die neuen Fahrzeuge als „technische Gehirne“, in denen die Informationen bei Einsätzen künftig gesammelt und bewertet werden. „Die Technik und Taktik hat sich gewandelt“, machte Mensing vor zahlreichen Feuerwehrleuten deutlich: „Es ist wichtig, dass sie für die Zukunft gut aufgestellt sind.“

Die Laatzener Feuerwehr und die Regionsfeuerwehrbereitschaft seien jetzt mit Fahrzeugen ausgerüstet, die auf dem neuesten Stand der Technik sind, betonte auch Regionspräsident Hauke Jagau: „Die Einsatzlagen sind komplexer geworden, und es muss heute alles schneller gehen.“ Für die zukünftigen Herausforderungen und auch für Katastrophenlagen seien die Feuerwehren mit den ELW2 gut aufgestellt.

Digitalfunk, 360-Grad-Kamera und vier Arbeitsplätze an Bord

Beide Fahrzeuge haben die identische Ausstattung: Der Besprechungsraum mit Visualisierungstechnik ist mit Kommunikationssystemen wie Digitalfunk, Telefonie, Internet und Sat-Anlage ausgestattet. Durch die eingebaute 360-Grad-Kamera habe der Fahrer eine bessere Übersicht über das Gelände, zudem ermögliche sie einen Rundumblick aus der Vogelperspektive in Echtzeit. Im Lage- und Kommunikationsraum gibt es vier Arbeitsplätze mit großen Monitoren sowie magnetische Whiteboards. Jedes der ELW2 habe sogar eine Drohne an Bord, mit der die Feuerwehrkkräfte „Situationen bewerten können, ohne sich in Gefahr begeben zu müssen“, sagte Mensing. Die Fluggeräte könnten zum Beispiel bei Großbränden oder für die Personensuche eingesetzt werden.

Gemeinsame Fahrzeugbeschaffung spart Kosten

Durch die gemeinsame Beschaffung der baugleichen Fahrzeuge für die beiden Feuerwehren habe die Region Kosten reduzieren können. „Wir haben damit ein Ausschreibungsverfahren gespart“, sagte Jagau. In diesem Zuge kündigte Jagau bereits eine weitere Anschaffung an – eine noch größere Variante des ELW2. Die Region bereite derzeit die Ausschreibung für eine technische Einsatzleitung vor, die Regieeinheit der Region Hannover.

Die Leistungsfähigkeit der Laatzener Feuerwehr sei bereits „über unsere Grenzen hinaus“ bekannt, sagte Bürgermeister Jürgen Köhne. Auch bei der gemeinsamen Ausschreibung seien „im Sinne der Sache Grenzen aufgehoben“ worden. Ersten Überlegungen, den bisherigen Einsatzleitwagen zu ersetzen gab es bereits 2012. „Wir haben hier einen konsequenten Plan verfolgt. Das schafft auch Verlässlichkeit“, so Köhne.

Laatzens Stadtbrandmeister Sebastian Osterwald ließ die Entwicklung Revue passieren von den ersten Besprechungen zum Grobkonzept im Jahr 2015 bis zur Ausschreibung 2017. Viel sei dabei „auf die Schultern des Ehrenamtes“ verteilt worden. Der Stadtbrandmeister danke den Feuerwehrleuten für deren Engagement, aber auch den Verantwortlichen von Stadt und Region für die gute Zusammenarbeit. „Es waren keine großen Erklärungen notwendig. Es hieß: Die wissen, was sie tun.“

Fußboden in den Fahrzeugen glitzert

Eine Anekdote wusste Osterwald auch zu erzählen: Der Hersteller habe versehentlich einen falschen Fußboden eingebaut. „Wir haben gesagt, dass wir uns das erstmal ansehen, um keine Ressourcen zu verschwenden.“ Letztendlich sei der Fußboden im Fahrzeug geblieben. „Wenn man man sich den jetzt bei Tageslicht anschaut sieht man: Er glitzert“, sagte Osterwald lachend. Die Feuerwehr spricht schon jetzt von einem Fahrzeug mit Sternenstaub.

Von Daniel Junker

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