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Laatzen Jugendbeirat möchte neuen Basketballplatz
Aus der Region Region Hannover Laatzen Jugendbeirat möchte neuen Basketballplatz
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15:19 26.04.2019
Auf diesem Spielplatz zwischen der Harkenblecker Straße und der Erich-Panitz-Sraße könnte nach Ansicht der Mitglieder des Jugendbeirates ein Basketballplatz entstehen. Quelle: Daniel Junker
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Laatzen-Mitte/Rethen

Die Mitglieder des Laatzener Jugendbeirates setzen sich für die Anlager eines Basketballfeldes in Rethen ein. Nachdem die Stadtverwaltung die Schüler aufgefordert hat, mögliche Standorte zu benennen, erörterte das 13-köpfige Gremium bei der jüngsten Sitzung am Mittwoch mehrere Vorschläge.

Die Jugendlichen hatten sich dafür in den vergangenen Wochen in Rethen umgesehen und unter Altersgenossen umgehört. Bei der Beiratssitzung schlug Daniel Kaske den Spielplatz zwischen der Erich-Panitz-Straße und der Harkenblecker Straße als möglichen Standort vor. „Dort gibt es sogar schon zwei Basketballkörbe“, machte er deutlich. Andere Mitglieder finden, dass der Rasen dort ungeeignet ist: Sie plädieren für ein Feld mit festem Untergrund, damit die Bälle geprellt werden können. „Man müsste das Gelände entsprechend herstellen.“

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Jan Steingraeber wies auf eine freie Rasenfläche zwischen der Lehrter Straße und der Braunschweiger Straße hin: Wegen der Lage im Wohngebiet sei sie für Rethens Jugendliche gut zu erreichen. „Die Fläche ist meines Wissens im Privatbesitz“, entgegnete Ludger Oldeweme, der den Jugendbeirat seitens der Stadt betreut. Es könne aus rechtlichen Gründen schwierig sein, dort ein Basketballfeld einzurichten. Ein Ausschlusskriterium sei dies aber nicht: Die Stadt könne die Besitzverhältnisse prüfen und mit dem Eigentümer ins Gespräch kommen.

Als weitere Vorschläge ziehen die Jugendlichen den Bolzplatz an der Bruchriede nahe der B6, eine Fläche neben dem Spielplatz im Rethener Park sowie den Bolzplatz am Rethener Schützenplatz in Betracht. Die Idee eines Standorts nahe den Sport- und Tennisplätzen am Erbenholz wurde verworfen, weil dieser zu weit abseits liegt. Die Vorschläge des Jugendbeirates werden nun zur Prüfung an die Stadtverwaltung weitergegeben.

Jugendliche planen School’s-Out-Party im EKS

Derzeit bereiten die Jugendlichen zudem eine School’s-Out-Party vor, die am Mittwoch, 3. Juli, – dem letzten Schultag vor den Sommerferien – im Forum des Erich-Kästner-Schulzentrums über die Bühne gehen soll. Die Jugendlichen wollen die Party thematisch mit dem 30. Jahrestag des Mauerfalls verbinden. Die Erinnerung an den Mauerfall solle aber nicht wie eine Schulstunde wirken, sagt Daniel Kaske.

Die Vorbereitung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Rapper Spax und seinem Kollegen Lorenz von Seherr unter der Trägerschaft des Vereins Jukus im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ Die Jugendlichen haben bereits Ideen für die Realisierung der Party gesammelt. Unter anderem wollen sie eine Mauer aus Kartons errichten, für das benötigte Material suchen sie Sponsoren. Auch die Einrichtung eines „Checkpoint Charlie“ ist im Gespräch – und 80er-Jahre-Kleidung der Besucher. Im vergangenen Jahr hatte der Jugendbeirat schon einmal eine School’s Out Party im EKS organisiert. Weil die gut ankam, soll es nun eine Neuauflage geben.

Idee für Licht-Wahrzeichen ist vom Tisch

Die Idee für ein Licht-Wahrzeichen, das der Jugendbeirat als Skulptur mit Wiedererkennungswert in Laatzen installieren wollten, ist vom Tisch. Im Rahmen des Projekts „Pimp your Town“ hatten sich die Jugendlichen zunächst dafür ausgesprochen, ein markantes Wahrzeichen aufzustellen – ähnlich dem Eiffelturm in Paris. In der weiteren Planung entstand die Idee beleuchteter Pflastersteine, die zum Beispiel das Logo der Stadt Laatzen bilden könnten. Später wurde daraus der Vorschlag, eine Licht-Skulptur aufzustellen.

Diese Idee hatten die Jugendlichen an die Stadt Laatzen weitergeleitet. Ralf Wenig, Leiter des Teams Tiefbau, habe aber deutlich gemacht, dass mit einer solchen Installation Kosten im fünfstelligen Bereich verbunden wären. Den Jugendlichen erscheint dieser Betrag zu hoch. Bei ihrer Sitzung am Mittwoch beschlossen die Mitglieder des Jugendbeirates deshalb mit sechs Stimmen und sieben Enthaltungen, die Idee zu verwerfen.

Von Daniel Junker