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Laatzen Kunstkreis erinnert an früheren Lehrer Jens Hoff
Aus der Region Region Hannover Laatzen Kunstkreis erinnert an früheren Lehrer Jens Hoff
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05:54 05.11.2019
Eine Weggefährtin des Künstlers: Vorsitzende Monika Gorbuschin eröffnete die Gedächtnisausstellung Jens Hoff im Kunstkreis Laatzen. Quelle: Achim von Lüderitz
Rethen

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, seit der Maler Jens Hoff überraschend im Alter von 64 Jahren gestorben ist. Eine mehrteilige Retro- spektive, die gleichzeitig in Hannover (Galerie Holbein4 und Kunsthalle Faust) und in der Kunstkreisgalerie in Rethen zu sehen ist, erinnert an den Künstler. Unter dem Titel „Ankunft und Abschied“ bekommen Interessierte Einblicke in dessen umfangreiches Schaffen.

Inspiration für die Schüler

20 Jahre lang war Hoff beim Kunstkreis als Dozent tätig. „Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie er mittwochs immer mit seinem Rennrad ankam, das er dann auf dem Flur abstellte“, sagte die Vorsitzende des Kunstkreises, Monika Gorbuschin, bei der Eröffnung der Ausstellung am Sonntag vor rund 60 Besuchern. Bei seinen Kursteilnehmern sei er sehr beliebt gewesen – als Lehrer, Berater und künstlerisches Vorbild.

„Wir haben viel von ihm gelernt“, erinnert sich eine Schülerin – eine Erfahrung, die auch viele andere in Rethen teilen. Hoff habe sie inspiriert, fachliche Ratschläge gegeben, ohne zu versuchen, ihren persönlichen Stil zu ändern. Es sei ihm gelungen, sich in die Gefühlswelt seiner Schüler hinein zu versetzen – und habe geholfen, Empfindungen und Vorstellungen so gefühlsnah wir möglich auf die Leinwand zu bannen.

"Haus im Tal" von Jens Hoff. Quelle: Achim von Lüderitz

Für seine großformatigen Arbeiten hat Hoff zumeist mit in Terpentin gelösten Farben gearbeitet, die er ohne die Schwere von Ölfarben leicht und leuchtend auftrug. So scheint in seiner Malerei immer der Anspruch auf eine Auflösung von Grenzen und die Vereinigung von Gegensätzlichem mitzuschwingen. Bis zuletzt schuf Hoff Bildwelten, die den Betrachtern – wie er selber sagte – eine eigene Plattform der Interpretation überlassen sollte.

„Ein unermüdlicher Künstler“

Jens war ein begnadeter, unermüdlich schaffender Künstler“, erinnert sich Monika Gorbuschin, „ein gewissenhafter Buchhalter war er nie.“ Er sei so in seiner Kunst aufgegangen, dass er oft vergessen habe, seinen Bildern einen Titel zu geben. Und so sind einige von ihnen „Ohne Titel“, oder heißen ganz einfach „Natur I, II oder III“. Ein bisschen einfallslos vielleicht. Aber ihre faszinierende Wirkung auf den Betrachter haben sie trotzdem nicht verloren.

Die Ausstellung „Ankunft und Abschied“ ist bis zum 26. November im Kunstkreishaus, Hildesheimer Straße 368, in Rethen zu sehen. Die Öffnungszeiten: dienstags von 13 bis 15 Uhr, mittwochs von 10.30 bis 15 Uhr und sonnabends von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung.

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Von Achim von Lüderitz

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