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Laatzen CDU fordert nach Überfall mehr Kontrollen
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00:16 02.06.2019
Die CDU will eine Videoüberwachung in der Grand-Quevilly-Passage prüfen lassen. Quelle: Astrid Köhler
Laatzen-Mitte

Nach dem Überfall auf eine Seniorin in der Grand-Quevilly-Passage in Laatzen-Mitte fordert die Laatzener CDU Konsequenzen ein: Der Stadtverbandsvorsitzende Paul Derabin sprach sich am Mittwochnachmittag – kurze Zeit nach Bekanntwerden der Nachricht – für mehr Personenkontrollen im Bereich der Grand-Quevilly-Passage aus. „Das Niedersächsische Sicherheits- und Ordnungsgesetz hält dafür eine Rechtsgrundlage bereit, also muss das in diesem Bereich erfolgen“, sagte der Christdemokrat. Die Sicherheit der Menschen sei ein wichtiger Faktor für das Lebensgefühl in Laatzen. „Gerade im Umfeld des Leine-Centers sollten die Menschen nicht fürchten müssen, von aggressiven Jugendlichen angegangen zu werden. Das können und wollen wir nicht hinnehmen.“

CDU: Stadt soll Videoüberwachung prüfen

Darüber hinaus regt Laatzens CDU-Chef eine Kameraüberwachung an. „Die Stadt muss jetzt prüfen, ob in der Unterführung eine Kamera angebracht werden kann.“ Denkbar sei auch der Einsatz eines Streetworkers, „um die Situation rund um das Leine-Center dauerhaft unter Kontrolle zu bringen“, so Derabin. Wie berichtet, war eine 76-jährige Laatzenerin am Dienstagabend in der Grand-Quevilly-Passage von drei etwa 14 Jahre alten Tätern überfallen worden.

Tatsächlich hat die Laatzener Polizei bereits am Mittwoch ihren Streifendienst in diesem Bereich intensiviert. „Wenn Straftaten wie diese bekannt werden, erhöhen wir selbstverständlich die Streifentätigkeit“, sagt Kommissariatsleiter Roland Einbrodt. Unabhängig davon sei der Bereich nicht auffällig. „Wir hatten 2016 und 2017 je ein Körperverletzungsdelikt, aber in den vergangenen Jahren keinen einzigen Raub.“ Ausnahme seien die Spielhallen, dies habe jedoch nichts mit der Sicherheit auf öffentlichen Wegen zu tun. Im laufenden Jahr gab es laut Polizei sogar stadtweit bis zur aktuellen Tat keinen einzigen Raubüberfall.

Polizei gibt keine Empfehlung für Kameras ab

Sollte eine Videoüberwachung eingerichtet werden, würde die Polizei das Material selbstverständlich auswerten, sagt Einbrodt. Eine Empfehlung zur Überwachung werde man jedoch nicht abgeben: „Das gibt die Menge der Straftaten nicht her.“

Den Einsatz von Streetworkern hatte die FDP schon Anfang Mai im Kinder- und Jugendhilfeausschuss vorgeschlagen. Die Politik hatte sich bei der Sitzung für die Einrichtung von Jugendplätzen ausgesprochen, um Vandalismusschäden an anderer Stelle vorzubeugen. Die Betreuung – so die Idee der FDP – könnten Streetworker übernehmen. Die Stadt hatte zuletzt von 1998 bis 2001 einen solchen Streetworker beschäftigt.

Von Johannes Dorndorf

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