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Laatzen Stadt prüft SPD-Aktion am Einschulungstag
Aus der Region Region Hannover Laatzen Stadt prüft SPD-Aktion am Einschulungstag
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00:18 24.08.2018
Mit ihrem SPD-Mobil "Ape" haben Heiko Schönemann (links) und Matthias Blume (rechts) von der SPD auch in diesem Jahr beim Einschulungstag Station vor den Grundschulen in Rethen und Gleidingen gemacht und dabei Turnbeutel und Brotboxen verteilt. Quelle: SPD Laatzen
Gleidingen/Rethen

 Der Einschulungstag ist für Erstklässler und ihre Familien ein besonderer Tag. Das weiß auch die SPD in Rethen und Gleidingen. Seit vielen Jahren ist sie an diesem Tag vor den Grundschulen am Steinweg und der Oesselser Straße präsent und verteilt kleine Geschenke an die Schüler. Aufgrund einer anonymen Beschwerde, die unter anderem an mehrere Laatzener Schulen sowie das Rathaus weiterleitet wurde, prüft die Stadt Laatzen mögliche formale Fehler der Aktion. Zwar fand diese außerhalb des Schulgeländes auf öffentlichem Grund statt, doch hätte diese vorab bei der Stadt angezeigt werden müssen. Die Sozialdemokraten reagieren überrascht und verständnislos.

Was war passiert? Am Einschulungstag standen die SPD-Vertretern, darunter die Ortsbürgermeisterinnen Helga Büschking und Silke Rehmert, mit dem „Ape“ genannten kleinen SPD-Mobil samt Konterfei des Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch vor den Schule. Dort überreichten sie rote Turnbeutel und Brotboxen, eine Packung Taschentücher sowie eine Glückwunschkarte an die Kinder. Fast alle Familien hätten sich über die Präsente gefreut, betonte Rehmert. Sie könne sich nur an einen Vater erinnern, der das Geschenk für sein Kind ablehnte. Anders als in dem Vorwurf des anonymen Kritikers formuliert, sei niemand gezwungen gewesen bei der SPD vorbeizugehen. „Es gab genug Ausweichmöglichkeiten“, sagt Rehmert, die betont, die seit Jahren in Gleidingen angebotene Aktion solle Kindern Freude bereiten. „Ich finde es schade, wenn sich Leute darüber aufregen.“

Initiiert wurde die Begrüßung der Erstklässler einst in Rethen. „Wir machen das seit mehr als 25 Jahren und bisher hat sich niemand beschwert – im Gegenteil“, betont Marion Bode-Pletsch. Die Sozialdemokraten erhielten Dankesbriefe und würden auch noch Jahre später positiv auf die Aktionen angesprochen. In diesem Jahr seien zudem viele Familien, die nach der Einschulungsfeier durch den Hinterausgang hinaus kamen, extra zum Haupteingang zurückgekommen, um die Präsente abzuholen.

Die Reaktionen in den beiden Grundschulen sind geteilt. Während die Leiterin in Rethen, Bärbel Vujicic, sagt, sie dulde die Aktion am Einschulungstag, da die SPD zum Ort dazu gehöre, äußerte sich die Gleidinger Schulleiterin kritischer. Katja Spörlein bezeichnet eine derartige Werbeaktion am Einschulungstag als unpassend – egal von welcher Partei. Die Schule sei außerdem nicht von der SPD informiert worden. Dem widerspricht Bode-Pletsch: Wie in den Vorjahren habe sie in beiden Schulen angerufen, sich als Vertreterin der SPD zu erkennen gegeben und die Zahl der Erstklässler erfragt, um ausreichend Präsente zu besorgen. Zwar habe sie nicht mit der Schulleitung persönlich, wohl aber mit dem Sekretariat gesprochen.

Die Landesschulbehörde, die sich kurzzeitig mit dem Fall beschäftigt hat, sieht keinen Handlungsbedarf, da die Aktion außerhalb des Schulgeländes stattfand. Die Stadtverwaltung indes prüft nun, inwiefern die SPD gegen die Sondernutzungssatzung verstoßen hat. Die Werbeaktion sei nicht genehmigungspflichtig gewesen, so Stadtsprecher Matthias Brinkmann, wohl aber anzeigepflichtig. Ob die SPD eine Verwarnung oder Ähnliches erhält, stehe noch nicht fest.

Von Astrid Köhler

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