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Laatzen Sportgericht entscheidet erst nach Pfingsten
Aus der Region Region Hannover Laatzen Sportgericht entscheidet erst nach Pfingsten
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00:15 29.05.2017
Von Björn Franz
Kinder und Jugendliche trainieren auf dem Sportplatz des TSV Ingeln-Oesselse. Quelle: Astrid Köhler
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Ingeln-Oesselse/Lehrte

Ulrich Freitag hofft, dass möglichst schnell wieder die Normalität einkehrt. Am vergangenen Wochenende, als die Nachwuchskicker der JSG beim 2:1-Sieg in Arpke das erste Mal nach dem Spielabbruch wegen einer Schlägerei mit mehreren Verletzten wieder auf dem Platz standen, sei die Stimmung schon ein wenig anders gewesen als sonst. "Die Jungs standen schon noch etwas unter den Eindrücken der Vorfälle", sagt der Spartenleiter des TSV Ingeln-Oesselse. "Aber letztlich war es ein ganz normales Fußballspiel."

Das soll es auch am Sonntag sein, wenn die Jugendlichen aus Ingeln-Oesselse und Gleidingen beim FC Rethen zum letzten Saisonspiel antreten. Doch ein Schlussstrich wird unter die Geschehnisse auch nach dem Abpfiff nicht gezogen sein. Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben in sechs Fällen wegen Körperverletzung, und auch das Sportgericht des Fußballkreises Hannover-Land wird noch ein Urteil fällen. "Uns liegt inzwischen der Bericht des Schiedsrichters vor", sagt Sportrichter Heinrich Dettmering. "Aber die Verhandlung wird voraussichtlich erst nach Pfingsten angesetzt werden."

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Über das, was der Schiedsrichter in seinem Bericht vermerkt hat, will Dettmering nicht sprechen. Nur einen kleinen Einblick gewährt er. "Der Schiedsrichter hat nur begrenzt gesehen, wie viele Spieler beteiligt waren", verrät der Sportrichter. Daher werde es wohl auf eine mündliche Verhandlung hinauslaufen, bei der alle Beteiligten ihre Version der Geschehnisse vorbringen können.

An ihrem Ende könnten Einzelstrafen wie Sperren gegen Spieler stehen, bei denen ein Fehlverhalten klar identifiziert werden konnte, sowie Geldstrafen für die Vereine in Höhe von bis zu 1000 Euro. Zudem könnte das Gericht das Spiel für die eine oder andere Mannschaft werten oder sogar beide Clubs mit null Punkten und 0:5 Toren bestrafen - was dann durchaus Einfluss auf die Aufstiegsambitionen der JSG haben könnte.

Laut Freitag hat es in den Tagen nach dem Spielabbruch von Vereinsseite Gespräche mit den Jugendlichen gegeben. Eine schriftliche Stellungnahme sei bereits an das Sportgericht geschickt worden. Vereinsinterne Sperren habe es nach den Gesprächen aber nicht gegeben. Und da der Schiedsrichter auch keine Roten Karten gezeigt hatte, können am Sonntag alle Spieler auflaufen. "So wie es sich für uns darstellt, sehen wir keinen Anlass, etwas zu unternehmen", sagt der Spartenleiter.