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Laatzen Wer will das Café im Stadthaus betreiben?
Aus der Region Region Hannover Laatzen Wer will das Café im Stadthaus betreiben?
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00:20 01.03.2019
Für die zuletzt von der Awo betriebenen Caféräume im Erdgeschoss des Stadthauses werden neue Interessenten gesucht. Die Stadt hat die gastronomische Fläche ausgeschrieben und bis zum 15. März können sich Interessenten melden. Quelle: Astrid Köhler
Laatzen-Mitte

 Etwa vier Monaten nachdem die Awo Region Hannover ihr Personal abgezogen und das letzte Geschirr aus dem Café Marie abgeholt hat, sucht die Stadt per Ausschreibung einen neuen Betreiber für die Gastronomie im Stadthaus. Bis 15. März können sich Interessenten melden.

Gesucht wird ein gemeinnütziger Betreiber, der Frühstück, Mittagessen sowie Kaffee- und Kuchen anbiete und darüber hinaus Bewirtungen für Feiern und Gesellschaften übernimmt, heißt es in dem siebenseitigen Ausschreibungstext, der seit Kurzem auf verschiedenen Internetportalen und bei der Stadt Laatzen einzusehen ist. Das Gastronomiekonzept solle gesunde Vollwert- und vegetarische Kost sowie „überwiegend regionale und/oder fair gehandelte Gerichte“ enthalten. Besonders wichtig: Ziele und Zwecke, die mit dem Cafébetrieb verbunden werden, müssen sich am Gemeinbedarf orientieren, der Allgemeinheit zugute kommen und dem bloßen privatwirtschaftlichen Gewinn entzogen sein.

Der siebenseitige Ausschreibungstext für das Stadthauscafé ist bei diversen Internetportalen und der Stadt Laatzen veröffentlicht und auch direkt beim Café direkt ausgehängt. Quelle: Astrid Köhler

Die Ausschreibung habe kein vergleichbares Vorbild sondern orientiere sich am Angebot der Awo, erklärte Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Seit April 2013 betrieb diese das Café im neuen Stadthaus mit einem besonderen Personalkonzept: Bei dem von der Region Hannover geförderten Zuverdienstprojekt arbeiteten Menschen mit psychischen Beeiträchtigungen und gastronomischen Fach- und Hilfskräften zusammen.

Die Stadt war seinerzeit froh über das Engagement der Awo, so Brinkmann. Den damaligen Markterkundungsgesprächen nach hatte es sonst kein Interesse an dem Café gegeben. Nun jedoch wird dessen Betrieb ausgeschrieben – mit der Hoffnung auf mehrere Bewerber.

Weiterhin verzichtet die Stadt auf einen Pachtzins für die 170 Quadratmeter großen Erdgeschossräume samt Lager und Küche in der angrenzenden Kita Marktplatz. Wohl aber sind „Betriebs- und Nebenkosten für reine Verbrauchskosten (Strom und Wasser/Abwasser) sowie die direkt mit dem Betrieb des Cafés verbundenen Gebühren und kosten (Fettabscheider etc.)“ zu entrichten.

Für die zuletzt von der Awo betriebenen Caféräume im Erdgeschoss des Stadthauses werden neue Interessenten gesucht. Die Stadt hat die gastronomische Fläche ausgeschrieben und bis zum 15. März können sich Interessenten melden. Quelle: Astrid Köhler

Genau wegen der bisher nicht schriftlich geregelten Nebenkosten und widersprüchlicher Auffassungen darüber, wer diese zu zahlen hat, war es vor einiger Zeit zum Streit zwischen Stadt und Awo gekommen. In der Folge hatte die Awo 2018 ihren Vertrag gekündigt, das Angebot seit Sommer zurückgefahren und zum 12. Oktober komplett eingestellt. In der rechtlichen Auseinandersetzung über den korrekten Kündigungstermin – die Awo geht vom Jahresende, die Stadt vom Mai 2019 aus – wurde laut Stadtsprecher noch keine Einigung erzielt.

Wann das Café mit 40 Innen- und 30 Außensitzplätzen wiedereröffnet wird, ist noch unklar. In der Ausschreibung heißt es dazu: „Das Café im Stadthaus soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt in Betrieb genommen werden.“ Aus Sicht der Stadt wäre dies schon Anfang April möglich. Dann tagt der Verwaltungsausschuss und – geeignete Bewerbungen vorausgesetzt – soll entschieden werden, wer der neue Betreiber wird.

Von Astrid Köhler

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