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Laatzen Üstra hat noch keinen Ersatz für zerstörte Fahrkartenautomaten
Aus der Region Region Hannover Laatzen Üstra hat noch keinen Ersatz für zerstörte Fahrkartenautomaten
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00:15 20.01.2019
Den im Oktober an der Haltestelle Park der Sinne beschädigte Fahrkartenautomat wollte die Üstra eigentlich schon ersetzen lassen. Quelle: Astrid Köhler
Laatzen

Seit einem Vierteljahr fehlt an der Laatzener Stadtbahnhaltestelle „Park der Sinne“ ein funktionstüchtiger Üstra-Fahrkartenautomaten. In der Nacht zum 21. Oktober wurde das Gerät bei einem Aufbruchversuch massiv beschädigt. Ursprünglich hatte das Unternehmen gehofft, das Gerät schon im November ersetzten zu können, doch die Maßnahme verzögert sich und kann angesichts der jüngste Vandalismusserie gegen DB- und Üstra-Automaten auch nicht mehr terminiert werden.

Mit Gullydeckel und Hebelwerkzeug haben Unbekannte im Oktober versucht, den Fahrkartenautomaten an der Haltestelle Park der Sinne zu öffnen. Quelle: Astrid Köhler

„Die Zahl der zerstörte Automaten übersteigt unsere Reserve“ , sagte Üstra-Sprecher Udo Iwannek mit Verweist auf die weiteren Fälle: Nach dem Gerät am Park der Sinne wurden in der Neujahrsnacht die Automaten in Rethen-Nord und der dortigen Schleife zerstört. In den letzten Tagen wurden zudem noch Geräte in Badenstedt an der Haltestelle „Safariweg“ sowie in „Altwarmbüchen-Zentrum“ zerstört. Die Täter setzten – ebenso wie zuvor bei einem Automaten in Rethen – Sprengstoff ein, um die Geldkassette zu stehlen und richteten Totalschaden von jeweils 30.000 Euro an.

„Wir sind von den Angriffen arg gebeutelt und müssen Automaten nachbestellen“, so der Sprecher. Da die Üstra verpflichtet sei, Aufträge ab einem bestimmten Wert auszuschreiben und die Hersteller zudem Zeit für die Aufträge benötigten, verzögere sich auch der geplante Austausch der zerstörten Automaten. In jedem Fall hätten die Standorte, an denen in der Gegenrichtung kein Gerät verfügbar ist – so wie bei denen in Laatzen –, Priorität, sagte Iwannek. Die Üstra bemühe sich, kurzfristig Abhilfe zu schaffen – zur Not indem sie zusätzlich an anderen Standorten installierte Automaten dorthin versetze. Konkret geplant ist allerdings zurzeit nichts.

Vorerst müssen sich Fahrgäste, die am Park der Sinne oder in Rethen-Nord einsteigen, daher in Geduld üben und Tickets andernorts oder online kaufen. Die Unannehmlichkeiten seien bedauerlich, so der Üstra-Sprecher, jedoch: „Wir sind die Opfer und nicht die Täter.“

Videoüberwachung ist kein Thema

Trotz der hohen Schäden sei eine Videoüberwachung kein Thema, sagte Iwannek weiter: „Wir haben 290 Automaten im Streckennetz und können nicht 290 Kameras aufhängen.“ Die Üstra könne nur zur erhöhten Wachsamkeit aufrufen und die Bürger um Mithilfe bitten, damit die Polizei die Täter fassen kann.

Von Astrid Köhler

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