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Langenhagen AG Gliem ist verärgert: Randalierer beschädigen Info-Tafeln
Aus der Region Region Hannover Langenhagen AG Gliem ist verärgert: Randalierer beschädigen Info-Tafeln
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00:19 17.05.2019
Das Schild „Wietzeblick“ weist deutliche Schäden auf. Quelle: Joachim Vogler/AG Gliem
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Langenhagen

Die Schilder der Arbeitsgemeinschaft Ganz Langenhagen ist ein Museum (AG Gliem) gehören schon seit vielen Jahren zum Stadtbild in der Kernstadt und den Ortsteilen. Die Gruppe erweitert an historischen Gebäuden oder Straßenzügen ständig die Anzahl der Informationstafeln. Nun ist der Verdruss bei Gliem aber groß. „Viele Mitbürger erfreuen sich an den interessanten Informationen auf den Schildern. Andere dagegen frönen ihrer Lust am Vandalismus. Selbst vor unseren Tafeln machen sie nicht Halt“, sagt Gabriele Spier für die Arbeitsgruppe verärgert.

Vandalismus: Das Schild in Godshorn zum Fremdarbeiterlager Schulenburger Mühle ist beschädigt. Quelle: Joachim Vogler/AG Gliem

AG verzeichnet mehrfach Beschädigungen

Nach Beobachtung der AG-Mitglieder häufen sich in letzter Zeit massiv die Schäden an den Schildern. „Es werden Schutzkappen abgeschraubt, Tafeln mit Farbstiften beschmiert, bis zur Unkenntlichkeit werden Texte und Bilder zerkratzt.“ Inzwischen sind insgesamt 17 Mal Schilder von Randalierern zerschlagen oder beschädigt worden.

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Das Schild an der Kastanienallee wurde sogar entwendet. „Mehrmals musste Anzeige wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt erstattet werden“, heißt es von Gliem. Schmierereien mit Spray reinigen die Mitglieder selbst, sagt Spier. Regelmäßig entfernt die AG zudem Schmutz und Staub von den Tafeln. „Wir kümmern uns um unsere Tafeln.“ So auch an der Fleischerei: Die AG habe das Schild erneuert. Doch dann wurde es zerstört und kurze Zeit später wieder gestohlen, erzählt Spier. Die Mitglieder hätten es dann wieder gefunden. „Wir sind da hartnäckig.“

Die Polizei Langenhagen kann einen Anstieg der Beschädigungen nicht verzeichnen. „Das kann ich nicht bestätigen“, sagt ein Sprecher auf Nachfrage.

Das Gliem-Projekt wird aus öffentlichen Zuschüssen und Spenden finanziert. „Diese Geldspenden sollen eigentlich das Projekt vorantreiben und nicht für die Beseitigung von Vandalismusschäden ausgegeben werden“, schreibt die AG Gliem in einer Mitteilung. Spier berichtet unterdessen, dass das Projekt „toll angenommen“ werde.

Stadt-Geschichte to go: Alle Gliem-Tafeln sind Bestandteil des städtischen Kartenportals im Internet

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Von Stephan Hartung und Julia Gödde-Polley