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Langenhagen Badesaison am Silbersee: DLRG muss mehr Verletzte versorgen
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Badesaison am Silbersee: DLRG muss mehr Verletzte versorgen
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16:59 10.10.2019
Ein letztes Mal holt die DLRG Langenhagen das Motorrettungsboot am Ende des Wachdienstes aus dem Silbersee. Quelle: Hans-Jürgen Hübner
Langenhagen

Mehr als 7100 Stunden haben die Rettungsschwimmer der DLRG Langenhagen in dieser Saison am Silbersee verbracht und so für die Sicherheit der Badegäste gesorgt. Die Ehrenamtlichen kümmerten sich dabei um 66 leichte Verletzungen. Einen tödlichen Unfall gab es in diesem Jahr an dem Gewässer glücklicherweise nicht, sagt DLRG-Sprecher Frank Berkemann.

DLRG muss mehr Verletzte versorgen

Insgesamt waren von Mai bis September 100 Wachgänger vor Ort – und das 200 Stunden mehr als 2018. Dabei mussten sie drei leichte Verletzungen mehr versorgen als im vergangenen Jahr. „Es standen wieder viele Schnittverletzungen an den Füßen und Behandlungen von Insektenstichen im Vordergrund“, berichtet Berkemann. Zudem verarzteten die Rettungsschwimmer vier Schwerverletzte, doppelt so viele wie im Vorjahr. Unter anderem kümmerten sie sich nach dem Phosphorfund am Silbersee um das schwer verletzte Mädchen und übernahmen die Erstversorgung. „Der heutige Gesundheitszustand ist uns nicht bekannt“, schreibt der DLRG-Sprecher. Einmal mehr als 2018 mussten die Ehrenamtlichen Badegäste aus dem Wasser retten. Insgesamt rückten sie dreimal in den See aus.

DLRG erhält Sonar und Überlebensanzug

Damit die Rettungsschwimmer künftig noch besser ausgestattet sind und im Notfall helfen können, hat die Ortsgruppe einen 2500 Euro teuren Überlebensanzug angeschafft. Dieser kommt zum Einsatz, wenn ein Mensch ins Eis eingebrochen ist. Zudem freut sich die DLRG über ein Sonar, um künftig Vermisste unter Wasser schneller orten zu können. Die Stadt Langenhagen hat die Anschaffung mit 6600 Euro unterstützt. Insgesamt kostet das Gerät Berkemanns Angaben zufolge 7000 Euro.

Finanzielle Unterstützung von der Polizeidirektion

Und eine weitere Anschaffung steht im Winterhalbjahr bevor: Die Ortsgruppe bekommt ein Taucheinsatzfahrzeug, das circa 130.000 Euro kostet. Nach Auskunft des DLRG-Sprechers übernimmt die Polizeidirektion Hannover 100.000 Euro der Kosten. Die restlichen 30.000 Euro werde die Ortsgruppe aus eigenen Rücklagen aufwenden, berichtet Berkemann.

Johanniter schaffen Gerätewagen Sanität an

Die Johanniter-Unfallhilfe bekommt vom Land Niedersachsen – genauer gesagt vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz – finanzielle Unterstützung für einen neuen Gerätewagen Sanität. Dies teilt der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Fredermann mit. „Wie schon im vergangenen Jahr legen wir wieder großen Wert auf den Ausbau des Katastrophenschutzes“, sagt der Politiker. „Niemand kann vorhersehen, wann und wo der nächste Katastrophenfall auftritt. Deshalb ist es wichtig, dass unsere Hilfsorganisationen jederzeit über die erforderliche Ausstattung verfügen.“ Insgesamt fördere das Land 49 Einsatzfahrzeuge für Hilfsorganisationen in Niedersachsen und stelle dafür circa 3,2 Millionen Euro zur Verfügung, berichtet der Abgeordnete. Wie teuer genau das Fahrzeug ist, steht noch nicht fest. Ebenso fehlt der Termin für die Übergabe.

DLRG lädt zu Kreativbasar ein

30 Aussteller präsentieren und verkaufen am Sonntag, 13. Oktober, selbst angefertigte Handarbeiten in der DLRG-Wasserrettungsstation am Silbersee. Der Kreativbasar hat von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Auf die Besucher wartet außerdem ein Kaffee- und Kuchenbüfett. Zudem grillen die Organisatoren. Bei Regen fällt der Basar aus, kündigt DLRG-Sprecher Frank Berkemann an.

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Von Julia Gödde-Polley

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