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Langenhagen Empfang: So feiert Langenhagen 60 Jahre Stadtrechte
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Empfang: So feiert Langenhagen 60 Jahre Stadtrechte
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00:19 04.03.2019
Das Jugendblasorchester unter der Leitung von Claudius Netzel und Stefan Polzer sorgt für den richtigen Ton. Quelle: Antje Bismark
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Langenhagen

 Seit 60 Jahren – zum 1. März 1959 – hat Langenhagen die Stadtrechte inne. „Das ist ein Ereignis, das hervorgehoben werden muss“, sagt die ehemalige Bürgermeisterin und Ehrenbürgerin der Stadt, Waltraud Krückeberg. Sie selbst wohne zwar erst seit 1966 in der Stadt, doch: „Ich kann nur sagen, dass Langenhagen sich zu einer schönen Stadt entwickelt hat.“ Sie erinnert sich unter anderem an die Grundsteinlegung für das neue Rathaus an der Konrad-Adenauer-Straße oder den Aufbau des Stadtzentrums. Wohnt sie gerne in Langenhagen? „Ja, natürlich“, sagt Krückeberg und fügt hinzu: „Die Stadt ist meine Heimat geworden.“

Gerade aus diesem Grund genießt die Ehrenbürgerin den großen Empfang zum Stadtgeburtstag im Maritim Airport, durch den Kabarettist und Moderator Matthias Brodowy führt. „60 Jahre ist ja eigentlich kein rasend großer Zeitabschnitt, wenn man sich überlegt, dass hier schon vor 1000 Jahren die Menschen gesiedelt haben“, sagt er. Aber das ändere sich nichts an seinem Wunsch für den Abend: „Feiern Sie diese Stadt.“ Gern auch mit Humor, empfiehlt der Kabarettist, der Langenhagen ein Lied geschrieben hat.

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Blasorchester sorgen für Musik

Für die Musik sorgt an diesem Abend allerdings das Jugendblasorchester unter der Leitung von Claudius Netzel und Stefan Polzer, das die gut 600 Besucher mit Stücken wie „Bohemian Rhapsody“ und „Lord of the Dance“ unterhält. Auch das Blasorchester der Stadt spielt einige Lieder, unter anderem „Happy“ von Pharrell Williams. Eingeladen sind Mitarbeiter der Verwaltung, Vertreter von Vereinen, der Polizei und Feuerwehr, Kommunalpolitiker, Kirchen, Schulen und Gäste aus den Partnerstädten, darunter aus Southwark, einem Stadtteil von London, Bijeljina, Stadl Paura, Le Trait und Glogau.

Matthias Brodowy hat in wenigen Minuten zwei neue Strophen für das Langenhagen-Lied geschrieben - mit Stichwörtern aus dem Publikum. Quelle: Julia Polley

Matthias Brodowy dichtet neue Strophe in wenigen Minuten

Zum besonderen Geburtstag dichtet Brodowy dann auch gleich zwei neue Strophen für das Langenhagen und nutzt dafür Anregungen aus dem Publikum: Sie reichen vom offenen Klavier, Silbersee und Städtepartnerschaft über Eichenpark, fehlendes Freibad und „wir müssen sparen“ bis zu Ratssitzungen bis nach Mitternacht und Mimuse. Darin, so die Hoffnung von Bürgermeister Mirko Heuer und Moderator, spiegelt sich der Geist der Stadt wider. Diese wird erfüllt – denn auch wenn Brodowy singt: „mir fehlt zum Reimen jetzt die Kraft für Partnerschaft“ gehen die Besucher begeistert mit.

Den größten Applaus des Abends – stehende Ovationen inklusive – aber erhält die elfjährige Monja Rundstedt, die das Lied „Fly with me“ singt.

So sah es in Langenhagen vor 60 Jahren aus

Langenhagen wurde am 2. März 1959 das Stadtrecht verliehen. Ein Anlass, in den Archiven nach Fotos von vor 60 Jahren zu schauen. Hier sehen Sie, wie sich die Stadt seitdem verändert hat.

Die vergangenen zwei Jahre in Zahlen

Wie viele neue Wohneinheiten und Betreuungsplätze hat die Stadt geschaffen? Wie viel mehr Einwohner hat Langenhagen? Und wie viele Bußgeldbescheide wurden in den vergangenen zwei Jahren eingeleitet? Diese Fragen beantwortete Bürgermeister Mirko Heuer in seiner Rede nicht selbst. Er warf einen Blick zurück auf die vergangenen zwei Jahre mit einem Quiz: Gäste mussten den einzelnen Themen die richtigen Zahlen zuordnen. Dabei war der gesamte Saal eingebunden. Und das ist das Ergebnis: 407 Wohneinheiten wurden geschaffen, es gibt 250 neue Gewerbebetriebe, die Stadt hat zehn Spielplätze saniert, an Integrationskursen haben 2523 Menschen teilgenommen und Langenhagen ist um 1143 Einwohner gewachsen. 32.000 Quadratmeter Straßen wurden saniert und 179 zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen sowie 121 Ehrenamtskarten übergeben. Die Stadt hat in den vergangenen zwei Jahren 54 Bußgeldverfahren eingeleitet und es gab elf KiJu-Beteiligungen – darunter Projekte, wie der Kinderrat und das Planspiel „Pimp your Town“. Die Agenda 2030 hat 17 Ziele. jsp

Von Julia Polley und Antje Bismark