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Langenhagen Diebe sprengen in Bank Geldautomaten
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Diebe sprengen in Bank Geldautomaten
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16:15 04.02.2019
Ein Bild der Verwüstung: Unbekannte haben einen Geldautomaten in Langenhagen gesprengt. Quelle: Sven Warnecke
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Langenhagen

Ein lauter Knall hat die Anwohner der Walsroder Straße im Bereich der Einmündung Leibnizstraße am Montagmorgen aus dem Schlaf gerissen. Unbekannte hatten gegen 3.30 Uhr in der Langenhagener Filiale der Commerzbank einen Geldautomaten gesprengt. Durch die Wucht der Detonation wurde das Innere des Geldinstituts erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Im Eingangsbereich zeugten später weit verstreut liegende Glassplitter, Trümmerteile und diverse Zehn-Euro-Scheine von der immensen Explosion. „Wir haben senkrecht im Bett gestanden“, berichtete eine Anwohnerin später sichtlich beeindruckt. Da auch Teile der Inneneinrichtung brannten, rückte die Langenhagener Feuerwehr an, löschte die Flammen und belüftete die verqualmten Räume.

Bankkunden müssen auf andere Filialen ausweichen

Wegen der massiven Schäden im Gebäude müssen Kunden vorerst auf die Commerzbank-Filialen in Großburgwedel, Garbsen oder an der Vahrenwalder Straße in Hannover ausweichen, berichtet Tobias Hildebrand als zuständiger Marktbereichsleiter am Vormittag. Seine Langenhagener Kollegen würden derzeit in der Burgwedeler Niederlassung eingesetzt. Wie lange die Langenhagener Dependance nun geschlossen bleibt, ist indes noch nicht absehbar. „Das wird ein paar Tage dauern“, sagt der Banker auch angesichts der heruntergefallenen Deckenkonstruktion und eingedrückten Wandelemente. Mit Blick auf diese Schäden sieht die Vorgehensweise aus Hildebrands Sicht auch weniger professionell aus. Doch er wollen den Ermittlungen nicht vorgreifen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass Geld entwendet wurde, meint er.

Nach Auskunft von Antje Heilmann, Sprecherin der Polizei Hannover, hatte der Unbekannte gegen 3.30 Uhr die Bankfiliale betreten und den Automaten gesprengt. Die aus dem Schlaf gerissenen Anwohner alarmierten daraufhin die Langenhagener Wache. Der Täter flüchtete nach der Detonation sofort wieder aus dem Gebäude.

Höhe des Schadens steht noch nicht fest

„Ob er Beute mitnahm, ist noch unklar“, heißt es indes von der Polizeisprecherin weiter. Sie spricht aber von erheblichen Sachschaden. Der etwa 1,80 Meter große Mann ließ eine Brechstange am Tatort zurück. Bekleidet war er mit dunkler Jacke und Hose. Sein Gesicht hatte er jedoch mit einer Kapuze verdeckt. Ob der Unbekannte den Bankautomaten mit eingeleitetem Gas gesprengt hat, wollte Heilmann aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Nach Informationen der HAZ stellte die Polizei am Tatort aber eine Gasflasche sicher. Die Ermittler gehen von mindestens zwei Tätern aus. Bei dem Komplizen soll es sich um einen etwa 1,85 Meter großen und kräftigen Mann handeln. Er war mit einer Jogginghose, dunkler Strickmütze und einer dunklen Jacke bekleidet. Ein Schal oder hoher Kragen verdeckte Teile seines Gesichtes. Beide flüchteten anschließend mit einen dunklen Audi oder Daimler-Benz.

Sofortige Fahndung bislang ohne Erfolg

Eine sofortige Fahndung mit mehreren Streifenwagen und einem Polizeihubschrauber verlief erfolglos. Dabei wurden auch mehrere Autos von den Beamten gestoppt und kontrolliert. Die Ermittler prüfen nun einen Zusammenhang zu der Sprengung eines Geldautomaten in eben dieser Bank im Mai 2018. Damals hatten Unbekannte in den im Vorraum frei zugänglichen Automaten Gas geleitet und ihn anschließend gesprengt. Hinweise erbittet der Kriminaldauerdienst Hannover unter Telefon (0511) 1095555. Weitere Polizei- und Feuerwehrmeldungen aus Langenhagen finden Sie hier.

Unterdessen fragt sich Leser Reinhard Spörer, warum in vielen Fahrkarten- und Geldautomaten keine Farbpatronen installiert sind. Diese würden bei äußerer Gewalteinwirkung die Geldscheine unbrauchbar machen. Doch in der Region Hannover gebe es das vielfach nicht. „So was spricht sich in ,interessierten Kreisen’ rum und schon wird ein ,lustiger Familienausflug’ in diese Region eingeplant“, meinte Spörer auf der Facebook-Seite der HAZ in Langenhagen.

Von Sven Warnecke

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