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Langenhagen Feuerwehren üben die Praxis
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Feuerwehren üben die Praxis
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11:24 20.09.2018
Die Feuerwehren aus Krähenwinkel, Kaltenweide und Langenhagen üben gemeinsam. Quelle: Stephan Bommert (Feuerwehr)
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Krähenwinkel

„Viele Hände, schnelles Ende...“ „Was dieses Sprichwort grundsätzlich ausdrückt, lässt sich auch auf einen Feuerwehreinsatz beziehen“, betont Langenhagens Feuerwehrsprecher Stephan Bommert. Denn diesen könne man durchaus mit dem Bau eines Hauses vergleichen. „Ein Bauleiter – Einsatzleiter bei der Feuerwehr – hält die Zügel in der Hand, der Klempner (Angriffstrupp) verlegt die Leitungen und kümmert sich um die Wasserabgabe, der Belüftungstechniker (Trupp mit Belüftungsgerät) sorgt für eine gute Raumluft und der Elektriker (ein weiterer Trupp mit vielen Schweinwerfern) für eine ausreichende Beleuchtung“, vergleicht Bommert. Und der Schwierigkeitsgrad steigt mit der Größe des Objektes. „Bezogen auf einen Großeinsatz müssen logischerweise umso mehr Hände sinnvoll koordiniert werden um das Einsatzziel zu erreichen.“

Und exakt aus diesem Grund besitzt das regelmäßige Übungen in der Ausbildung der Feuerwehr einen immens hohen Stellenwert. So etwa auch am Mittwoch um 19.30 Uhr. Dazu wurde die Ortsfeuerwehr Krähenwinkel zu einer vermeintlichen Rauchentwicklung in einer Lagerhalle am Rehkamp alarmiert. Beim Eintreffen konnte Einsatzleiter Kai Jüttner diese bestätigen. In der Folge wurde ebenfalls per Sirene Verstärkung aus Kaltenweide sowie auch die Drehleiter aus Langenhagen angefordert. Zu guter Letzt waren dann „100 Hände im Einsatz“, berichtet Bommert – also 50 Feuerwehrleute.

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Die Übung sah vor, dass Trupps unter Atemschutz die Lage im Inneren der Halle erkunden , das Feuer löschen und dort vor allem Menschen retten mussten. Dabei waren als Statisten nicht nur Puppen, sogenannte Dummys im Einsatz, sondern auch Mitarbeiter des Unternehmens Artus. Die Firma hatte die Räume für die Übung zur Verfügung gestellt, berichtete Bommert anschließend. Zudem musste die Besatzung der Drehleiter zwei Menschen vom Dach der Lagerhalle retten und im Anschluss mit dem sogenannten Wenderohr das simulierte Feuer bekämpfen.

Um all das zu gewährleisten, galt es, Schlauchleitungen zu verlegen und im Anschluss das Gebäude zu belüften. „Für ein der Lage angemessenes Ende sorgten letzten Endes die vielen Dutzend Hände“, sagte Bommert im Anschluss und in Anspielung an das Beispiel beim Bau eines Hauses. Nach eineinhalb Stunden war die Übung beendet.

Von Sven Warnecke