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Langenhagen Ärger über Knöllchen während des Weihnachtsmarkts
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Ärger über Knöllchen während des Weihnachtsmarkts
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14:06 27.12.2018
Auf dem Parkplatz an den Elisabeth-Arkaden dürfen Fahrzeuge maximal zwei Stunden geparkt werden - sonst droht eine Strafe. Die Firma "fair parken" kontrolliert dort regelmäßig. Quelle: Julia Polley
Langenhagen

 Seit Mai gilt auf dem Parkplatz an den Elisabeth-Arkaden eine Parkscheiben-Regelung. Die Höchstparkdauer ist auf zwei Stunden begrenzt. Wer vergisst, eine Parkscheibe in die Windschutzscheibe zu legen oder seinen Wagen dort länger abstellt, dem droht eine sogenannte Vertragsstrafe von 24,90 Euro. Diese hat auch eine Ehrenamtliche aus dem Weihnachtsmarkt-Team der Elisabethkirche bekommen.

Pastor Torsten Kröncke ärgert sich über dieses Knöllchen, war doch sonst alles ganz besinnlich und entspannt auf dem diesjährigen Markt. „Eigentlich hatten wir vorher mit der Hausverwaltungsfirma vereinbart, dass während des Weihnachtsmarkts nicht kontrolliert wird“, sagt er. Offenbar habe diese Absprache nicht funktioniert. Ob auch Weihnachtsmarktbesucher ein Knöllchen an ihrem Auto hatten, weiß er nicht.

Eine Sprecherin der Firma fair parken, die im Auftrag der Eigentümer auf dem Parkplatz kontrolliert, teilt auf Nachfrage dieser Zeitung mit, dass es während des Weihnachtsmarkts am zweiten Advent von Freitag, 15 Uhr, bis Sonntag, 19 Uhr, keine Kontrollen gegeben habe. „Es können somit nur Besucher eine Vertragsstrafe erhalten haben, welche vor Beginn oder nach Ende des Weihnachtsmarktes auf der Fläche standen“, heißt es in der Stellungnahme.

Regelung gilt nicht während Aufbau

Kröncke sagt, er hätte sich eine weitergehende Lösung gewünscht. „Wir hätten eine solche Regelung gerne schon für den Aufbau am Freitag gehabt.“ Das Ticket der Weihnachtsmarkthelferin hat fair parken inzwischen storniert – doch das Problem bleibt.

Denn nicht nur beim Weihnachtsmarkt suchen Besucher der Kirchengemeinde einen Parkplatz, auf dem sie ihre Autos auch länger als zwei Stunden abstellen können. Die Fläche der Gemeinde auf dem Kirchplatz reicht oft auch bei größeren Festen und Feiern, wie Hochzeiten, Beerdigungen, Chorproben oder Konzerten nicht aus. „Das ist ein Dauerthema – nicht nur während der Weihnachtszeit“, sagt Kröncke.

Deshalb ist der Pastor im Austausch mit der Hausverwaltung. Im Grundbuch gebe es nach Angaben von Kröncke seit dem Bau der Arkaden einen Passus, der der Gemeinde ein Nutzungsrecht der Fläche für kirchliche Veranstaltungen einräume. „Wir wollten damals sichergestellt haben, dass Besucher irgendwo parken können“, sagt er. Trotzdem landen viele Beschwerden über Knöllchen bei ihm. „Wir als Gemeinde können da allerdings nichts machen“, sagt der Pastor. Er verstehe das Ansinnen, dass sich die Geschäfte vor Dauerparkern schützen wollen. „Über eine dauerhafte Lösung, mit der alle zufrieden sind, müssen wir noch sprechen“, sagt Kröncke. Fair parken teilt mit, dass nur während der Öffnungszeiten der zum Parkplatz gehörenden Geschäfte kontrolliert werde, so dass Kirchenbesucher außerhalb der Öffnungszeiten dort parken können.

Eichenparkbesucher sollen auf das Auto verzichten

Auch Spaziergänger sind manchmal länger als zwei Stunden im angrenzenden Eichenpark unterwegs – ihnen könnte auch ein Knöllchen an der Windschutzscheibe drohen. Stadtsprecherin Juliane Stahl empfiehlt deshalb, nicht mit dem Auto anzureisen. „Aufgrund der zentralen Lage sind Eichenpark und Stadtpark sehr gut mit dem Fuß, dem Fahrrad oder von der Haltestelle Langenhagen-Zentrum aus zu erreichen“, teilt sie mit. Zudem weist Stahl darauf hin, dass es an der Walsroder Straße und der Konrad-Adenauer-Straße weitere Parkplätze gibt. „Natürlich sind auch die dort geltenden Regelungen wie etwa Parkscheiben-Pflicht zu beachten.“

Von Julia Polley

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