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Langenhagen Ball der Wirtschaft feiert am Flughafen große Premiere
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Ball der Wirtschaft feiert am Flughafen große Premiere
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17:38 17.11.2019
Das Tanzorchester Pik10 aus Bayreuth bescherte den 600 Gästen einen schwungvollen Abend. Quelle: Stephan von Kroge
Langenhagen

Mit diesem Erfolg hatte niemand gerechnet: Seit Sonnabend aber hat Hannovers Wirtschaft nun ihren eigenen Ball. Die Premiere lockte 600 Gäste ins Maritim Airport Hotel zu einem schwungvollen Tanzvergnügen. Über eine Wiederholung wollen die Organisatoren um die Langenhagener Unternehmer Uwe Haster und Andreas Pralle zeitnah beraten. Die Karten waren bereits seit Monaten ausverkauft. Offenbar schließt dieser Ball eine klaffende Lücke in der Szene. „Ich habe noch nie so schnell meine Sponsoren zusammen gehabt wie im Vorfeld dieses Balls“, sagte Pralle am Abend.

Überregionale Reichweite

Das Geheimnis des Erfolges ist kurz beschrieben. Haster, Vorsitzender des in Langenhagen beheimateten Wirtschaftsklubs Wir!, und Pralle, seinerseits Regionalvorsitzender der Familienunternehmer, hatten mit dem Langenhagener Maritim-Chef Dirk Breuckmann und Birgit Feeß vom Verein Pro Hannover Region das gesamte Marketing über ein knappes Dutzend Wirtschaftsnetzwerke in der Region gestreut. Das Ergebnis waren nicht nur ein Rekordvorverkauf innerhalb von vier Wochen und zahlungswillige Sponsoren, sondern auch eine klar überregionale Reichweite des Publikums. Aus Langenhagens Politik oder Verwaltung waren nur wenige zu sehen, darunter allerdings örtliche SPD-Mitglieder mit der parlamentarischen Staatssekretärin Caren Marks aus der Wedemark.

Der erste Ball der Wirtschaft in der Region Hannover hat am Sonnabend rund 600 Gäste ins Maritim Airport Hotel gelockt. Sie feierten dort bis in den Morgen.

Weit mehr als ein Nachfolger für den Nordball

Was eigentlich als simple Nachfolge des Langenhagener Stadtballs oder des „Nordballs“ des Langenhagener Wirtschaftsklubs vor zwei Jahren angedacht war, beide wenig lukrativ, stopft offenbar ein ungeahntes Loch. Dass mit der Neuausrichtung auch die Kartenpreise mit rund 90 Euro ein gutes Stück geklettert waren, hatte innerhalb Langenhagens zwar für Gemurmel gesorgt, wie es am Sonnabend hieß. Einen Gewinn, so viel wurde auch klar, kann sich dennoch wohl keiner der Initiatoren einstreichen.

Der Langenhagener Regionalvorsitzender der Familienunternehmer, Andreas Pralle (rechts), und Uwe Haster, Vorstand des Wirtschaftsklubs Langenhagen, schilderten Moderator Olli Peral die Entstehung des neuen Balls der Wirtschaft. Quelle: Stephan von Kroge

Die Reaktionen im Publikum fielen durchgehend positiv aus: Für Andrea Weike von der Kassenärztlichen Vereinigung war der Ball in Langenhagen eine Premiere. Sie lebt seit zweieinhalb Jahren in Hannover und wurde über ihr Netzwerk „Frauen im Management“ auf den Ball aufmerksam. Mit Nadine Tchelebi von der In Stability Unternehmensberatung und weiteren Managerinnen freute sie sich auf das Musikvergnügen mit der Bayreuther Tanzband Pik10.

Die rund 600 Gäste tanzten zur Musik der Bayreuther Band Pik10 ausgelassen bis in den Morgen. Quelle: Stephan von Kroge

Viele neue Gesichter aus vielen Netzwerken

Angelika Mark aus Stuttgart hat das Ballprogramm ihrer Heimatstadt Langenhagen dagegen immer genau im Blick und nahm für das gesellschaftliche Ereignis die 500 Kilometer lange Anreise gerne in Kauf: „Ich freue mich auf wunderbare Speisen, tolle Musik und das Wiedersehen mit Freunden und Bekannten.“ Susanne und Christian Eikemeier von Eikemeier-Kartonagen kamen dagegen auf Einladung des Autohauses Rodewald. „Der Cousin hat eingeladen. Er weiß: Wir sind immer dabei, wenn es lustig wird“, erklärte Christian Eikemeier.

 

Moderator Olli Peral, dessen Arbeitgeber Radio 21 zu den Unterstützern der Festlichkeit zählte, führte durch den Abend und verriet dem Publikum das Geheimnis der Trägerin eines pinken Abendkleides, die in Turnschuhen kam. Maschinenbau-Professorin Anna Pindrus ging es nicht um Originalität oder Bequemlichkeit – sie kuriert einen schmerzhaften Bruch des Fußes aus. Mit anderen Worten: um beim Ball der Wirtschaft dabei zu sein, wurde jede Hürde genommen. So freute sich Tanzlehrer-Assistentin Sigrid Friedrich mit ihren Schützlingen auf die „großartige Gelegenheit“, die lang geprobten Gesellschaftstänze im passenden Rahmen zu zeigen, und fand die Band Pik 10 für diesen Anlass „herausragend“.

Das Tanzorchester Pik10 aus Bayreuth bescherte den 600 Gästen einen schwungvollen Abend. Quelle: Stephan von Kroge

Das süddeutsche Tanzorchester um Sängerin Kathrin Kohlmann lieferte von Abba bis AC/DC im Big-Band-Sound und holte jeden auf die Tanzfläche: „Das war ein Walzer, jetzt kommt Cha-cha-cha. Wer weiter Walzer tanzt, ist ein rhythmisches Supertalent“, so die launiger Anmoderation von Bandmitbegründer Karsten Friedrich. Dies lockte sogar Turniertänzer Andreas Woltmann samt Partnerin Alexandra ins Maritim Airport Hotel. Zu fortgeschrittener Stunde sang das Publikum auch selbst. Den Refrain von Peter Schillings „Major Tom“ schmetterten die 600 Gäste mit hochgeworfenen Armen „völlig losgelöst von der Erde“.

Der Ball mit der eigenen Mitternachts-Zeitung

Die Mitternachtszeitung der Medien-Agentur der Madsack Mediengruppe, ebenfalls Sponsor des Abends, rundete das gesellschaftliche Ereignis ab, das für manchen bis zum Morgen ging. „Wir bleiben über Nacht“, waren sich der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Fredermann aus Wettmar und seine Frau Karin schon zu Beginn des Balls sicher. So war die Ballpremiere eine runde Sache, auch dank der Unterstützung von Autohaus Kahle, eon, Gahrens + Battermann, KPMG, pro office und der Sparkasse Hannover.

Ein Team von 30 Kräften stemmte das große kulinarische Angebot unter der Leitung von Chefkoch Denny Kupitz. Quelle: Stephan von Kroge

30 Küchenkräfte zaubern bis nach Mitternacht

Grundlage der leichtfüßigen Atmosphäre waren viele Profis, die sich für den „Ball der Wirtschaft“ mächtig ins Zeug legten. „Wir arbeiten mit 30 Kräften in der Küche und am Büfett“, verriet Maritim-Küchenchef Denny Kupitz. So wurde der „Döner de luxe“ mit mariniertem Seeteufel gefüllt. Neben Beef, das bei 800 Grad Celsius kurz garte und dabei eine karamellisierte Kruste entwickelte, genossen die Gäste auch Steinpilz-Mousse mit Madeira-Gelee aus der kalten Küche und Vitello Asparagi mit gepoppten Kapern. „Wir wollen unseren Gästen natürlich etwas bieten“, erklärte Kupitz und verarbeitete unter anderem ein Kilogramm Trüffel für die „Pasta…Basta“- Nudelkreation.

Selbst die Currywurst wurde mit raren Sorten wie Purple-, Kaschmir-, Goa- und Anapurna-Curry veredelt. Bodenständiger ging es mit der Stulle ab Mitternacht weiter: Thüringer Mett, Harzer Käse und saure Gurke sind bei Langenhagener Bällen Kult und stärkten auch hier die Kondition. „Sie verdienen höchsten Respekt für diese Leistung“, fand beispielsweise der hannoversche Rechtsanwalt und Notar Claus-Rudolf Löffler. Er war das erste Mal dabei und würde jederzeit wieder kommen.

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Von Patricia Chadde und Rebekka Neander

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