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Langenhagen Baustart für neue Sporthalle noch in diesem Herbst
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Baustart für neue Sporthalle noch in diesem Herbst
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16:07 24.04.2019
Die neue 3-Feld-Halle an der Konrad-Adenauer-Straße erhält auf ihrer östlichen Seite noch ein Außenspielfeld sowie im Süden 80 Stellplätze für Autos. Quelle: Rohling/MBN
Langenhagen

 Voraussichtlich noch in diesem Spätherbst gehen die Bauarbeiten für die Veranstaltungssporthalle an der Konrad-Adenauer-Straße los. Bis zu 600 Tribünen-Plätze wird die 3-Feld-Halle haben, die zum einen die Halle an der Robert-Koch-Realschule entlasten soll und zum anderen der erste sichtbare Schritt beim umfassenden Um- und Neubau des Schulstandortes in der Kernstadt ist. Stadt und Baufirmen rechnen mit der Eröffnung im März 2021.

MBN Bau übernimmt Gesamtprojekt für 12,7 Millionen Euro

Die Stadt investiert 12,7 Millionen Euro in den Bau. Über diese Summe hat sie jetzt den Vertrag mit der MBN Bau in Hannover abgeschlossen. Die Firma tritt als sogenannter „Totalübernehmer“ auf und ist somit vom ersten Planungsschritt bis zum letzten Handschlag mit dem Bau befasst. Dabei übergibt sie Einzelleistungen in eigener Verantwortung an andere Unternehmen. Dazu gehört unter anderem das Architekturbüro Rohling Planung. „Damit sind alle Gewerke bei uns unter einem Dach“, erläuterte MBN-Niederlassungsleiter Andreas Bruns jetzt bei der offiziellen Projekt-Vorstellung. Reibungsverluste durch unabgestimmte Schnittstellen seien damit ausgeschlossen. Für die Stadt ist dies das erste größere Projekt, dass auf Basis dieses Vertragskonstrukts entsteht. Voraussetzung dafür war eine frühzeitige und tiefgehende Abstimmung der Halle in Politik und Verwaltung. Veränderungen während der Bauzeit seien zwar noch möglich, aber aufwendiger, wie Baudezernent Carsten Hettwer ergänzte.

Architekt Martin Rohling (von links), städtischer Projektleiter Dirk Oetjens, Hakan Özkan (MBN), Andreas Bruns (MBN), Jörg Brüning (MBN), Baudezernent Carsten Hettwer und Architekt Jörn Watermann präsentieren die neue Veranstaltungssporthalle für Langenhagen. Quelle: Rebekka Neander

Die Halle entsteht auf dem jetzigen Bolzplatz am östlichen Ende des bisherigen Schulzentrums und liegt quer zur Konrad-Adenauer-Straße. Nach Westen erhält die Schule einen eigenen Zugang. Das Hauptportal mit einem zweistöckigen Foyer öffnet sich jedoch nach Süden zur Konrad-Adenauer-Straße. Dort baut die Stadt überdies einen Parkplatz mit 80 Stellplätzen. Um möglichst viele Räume auf wenig Fläche unterzubringen, verfügt die Halle über einen insgesamt dreistöckigen Nebentrakt. Im Erdgeschoss und der ersten Ebene sind die Umkleideräume untergebracht. Im obersten Stockwerk befinden sich drei jeweils 100 Quadratmeter große Übungsräume für Gymnastik oder Kampfsportarten, wie der Architekt Martin Rohling erläuterte. Konzerte oder Kulturveranstaltungen sind in der Halle nicht möglich.

Der Neubau der 3-Feld-Halle entsteht auf dem aktuellen Bolzplatz östlich des Schulzentrums. Quelle: Rebekka Neander

Unter dem Tribünenbereich sind die Geräteräume untergebracht. Die nach Süden ausgerichtete Glasfront ist laut Rohling so gestaltet, dass die Sportler zu keiner Tageszeit eine Blendwirkung befürchten müssen. Die Belüftung verläuft automatisch und verfügt über eine Wärmerückgewinnung. Im Sommer nutzt die Anlage die Nachtkühle, um die Temperatur in der Halle auch tagsüber zu klimatisieren. Eine Photovoltaikanlage, so der für die Stadt als Projektverantwortliche eingesetzte Dirk Oetjens, sei aktuell nicht geplant, allerdings bei Bedarf nachträglich aufrüstbar. Auf der östlichen Seite der Halle entsteht ein Außenspielfeld. Ob dieses wie der jetzige Bolzplatz später auch öffentlich nutzbar sein wird, ist derzeit offen, wie Hettwer betont. „Das werden wir erst entscheiden, wenn wir mit der grundsätzlichen Planung der IGS weiter sind.“

Für Rollstühle ist jederzeit am Spielfeldrand Platz

Ein Aufzug erschließt aus dem Foyer heraus alle Ebenen, so dass alle Räume barrierefrei erreichbar sind. Wer mit einem Rollstuhl die Halle besucht und zuschauen möchte, kann entweder mit dem Fahrstuhl in das erste Geschoss fahren und sich dort auf Höhe der Mittellinie zwischen den Tribünenblöcken oder sich direkt zu ebener Erde auf der langen Seite des Spielfelds aufstellen. „Auf der Tribüne ist dies nur möglich, wenn es von dem Sportereignis keine Kameraübertragung gibt“, erläuterte Rohling. Dann sei die in Rede stehende Fläche für die Aufzeichnungsgeräte reserviert. Dafür aber gebe es neben dem Spielfeld einen ausreichend breiten Sicherheitsrand, auf dem Rollstühle stehen könnten. Klappstühle oder andere fest installierte Sitzmöglichkeiten für Begleitpersonen „funktionierten dort“ allerdings nicht. Inklusiv agierende Vereine können die neue Halle natürlich nutzen, sagte Hettwer. Im Hinblick auf die am neuen Gymnasium geplante 5-Feld-Halle stehe eine endgültige Sortierung der Hallennutzung durch die Vereine der Stadt jedoch noch aus.

Kommentar: Keine Randgruppe

Nach den Jahren der Planungen für das neue Gymnasium an der Neuen Bult geht es mit der neuen Sporthalle nun auch in der Kernstadt los. Endlich geht es voran, möchte man sagen. Und doch wirft die jetzt vorgestellte Veranstaltungssporthalle die Stadt zurück. Denn rollstuhlfahrende Gäste werden einmal mehr zur buchstäblichen Randgruppe.

Richtig: Der Fahrstuhl erschließt alle Ebenen. Die Sanitäranlangen sind ebenfalls barrierefrei und rollstuhlgerecht gestaltet. Doch an dieser Stelle hat das Vorstellungsvermögen der Planer offenbar bereits ein Ende, wie wirkliches Leben für Menschen aussieht, die nicht (mehr) gut zu Fuß sind. Mal ganz davon abgesehen, dass sich vermutlich auch mobilitätseingeschränkte Menschen gerne in direkter Gesellschaft ihrer Freunde und Familie aufhalten und nicht alleine irgendwo abgestellt sein wollen, benötigen insbesondere durch Alter oder Erkrankung beeinträchtigte Personen zuweilen auch eine Alltagsbegleitung. Es bleibt zu hoffen, dass derlei in der neuen und größeren Halle am Gymnasium weitsichtiger und mit mehr Wertschätzung für alle umgesetzt wird.

Von Rebekka Neander

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