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Langenhagen 150 Jahre Elisabethkirche: Imposante Kunstwerke zwischen Altar und Kanzel
Aus der Region Region Hannover Langenhagen 150 Jahre Elisabethkirche: Imposante Kunstwerke zwischen Altar und Kanzel
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10:05 11.10.2019
Dagmar Schmidt (von links), Sascha Maaß und Pastorin Bettina Praßler-Kröncke unterhalten sich über den ungewöhnlichen Anblick des Altars. Quelle: Stephan Hartung
Langenhagen

Ein mit bunten Motiven illuminierter Altar, von Jugendlichen in einem Workshop gestaltete Bilder an den Wänden und ganz aktuell auch ein Kunstwerk im Eingangsbereich – so wie in diesen Tagen haben die Langenhagener ihre Elisabethkirche noch nie gesehen. Doch der Anlass macht es möglich. Das Gotteshaus feiert sein 150-jähriges Bestehen mit reichlich ungewöhnlichen Aktionen.

Superintendent Holger Grünjes (rechts) freut sich über die Rede seines Vorgängers Martin Bergau. Quelle: Stephan Hartung

Kunst bestimmt aktuell das Bild in der Kirche

Zum Jubiläum hatten sich die Verantwortlichen der Kirchengemeinde Dagmar Schmidt eingeladen. Die Künstlerin lebt seit 2005 in Langenhagen und vervollständigt nun die im September begonnene Ausstellung. Ihr Werk mit dem Namen „In sich, aus sich heraus“ sieht recht abstrakt aus: Es besteht aus einer großen Hülle, die Folie umspannt, darunter befinden sich Elemente aus Flies. Mit einem Schlauch wird Luft ins Kunstwerk gelassen, sodass es sich, wenn zuvor Luft entwichen ist, wieder zur vollen Pracht erhebt.

Kirche schafft besondere Atmosphäre

„Kirche ist anders als herkömmliche Räume. Ich wollte gern die Atmosphäre hier spüren und nachempfinden“, sagt sie und betont, „dass ich eine Version von einem Raum habe, der atmet“. Schließlich sei Kirche auch ein besonderer Ort, der immer wieder überrascht – eine Dynamik, die man auch abseits jeder Religion spüren können. „In sich sein“ heiße, bei sich selbst zu sein und Kraft zu schöpfen. „Und wer in sich ist, kann auch aus sich heraus“, erklärt Schmidt. Auch das ist Dynamik, eben wie im Kirchraum. Sie sei mit ihrer Kunst viel unterwegs. „Aber als mir die Elisabethkirche die Möglichkeit gegeben hat, hier auszustellen, war ich sofort begeistert“.

Das ist das Kunstwerk von Dagmar Schmidt mit dem Namen "In sich aus sich heraus". Quelle: Stephan Hartung

Über ihr Kunstwerk kam sie nach dem Gottesdienst mit vielen Besuchern ins Gespräch. Unter den Gästen war auch Martin Bergau, früherer Superintendent im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen. Auch das gehört zum Programm der noch bis zum 31. Oktober andauernden Feierlichkeiten zum Kirchbaujubiläum: Es werden regelmäßig Personen eingeladen, die man als „Ehemalige“ bezeichnen kann und die in der Kirche ihr Wirken hatten, heißt es von der Gemeinde.

Eine Revue gibt es zum Abschluss

Veranstaltungen rund um den 150. Geburtstag der Elisabethkirche gab und gibt es genug – mit einer skurrilen Show sollen die Feierlichkeiten ausklingen. Am Sonnabend, 26. Oktober, steht der Elisabeth-Ball auf dem Programm. Ab 18 Uhr geht es im Martinshaus um das Leben und Wirken des Baumeisters Conrad-Wilhelm Hase, der an der Langenhagener Kirche seine Spuren hinterlassen hat. Wie kam es dazu, dass der alte Turm stehen blieb, was hatte seine zweite Frau damit zu tun, und was macht der vermeintliche Chris Roberts eigentlich auf der Bühne? Das sind Fragen, die in der bunten Revue aufgeworfen werden. Mit dabei sind die Eliza-Singers, die Pastoren und andere talentierte Schauspieler, die sich nicht zu schade für Perücken und falsche Bärte sind. Karten inklusive Programm und Verpflegung kosten 50 Euro (ermäßigt 30 Euro) und sind im Vorverkauf im Gemeindebüro, Kirchplatz 7, erhältlich. Ballkleid und Smoking sind indes nicht erforderlich.

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Von Stephan Hartung

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