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Langenhagen Maritim wird als „Partner der Feuerwehr“ ausgezeichnet
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Maritim wird als „Partner der Feuerwehr“ ausgezeichnet
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16:46 06.10.2019
Der stellvertretende Langenhagener Stadtbrandmeister Thomas Ajrumow (von links), Hoteldirektor Dirk Breuckmann, Staatssekretär Stephan Manke, Karl-Heinz Banse als Präsident des Landesfeuerwehrverbandes und Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing stellen sich für ein Erinnerungsfoto zusammen. Quelle: Olaf Rebmann (Landesfeuerwehrverband)
Langenhagen

Bereits zum 20. Mal ist nun die Plakette „Partner der Feuerwehr“ im Gästehaus der Niedersächsischen Landesregierung verliehen worden. Seit vielen Jahren wird die Auszeichnung, die mit Unterstützung des Ministerpräsidenten gestiftet wurde, vom Landesfeuerwehrverband und dem Innenminister verteilt. In diesem Jahr ist aus der Region Hannover neben der Neustädter Firma Kernbach auch das Maritim Airport Hotel in Langenhagen ausgezeichnet worden.

Arbeitgeber leisten unverzichtbaren Dienst für Allgemeinheit

Alle geehrten Firmenvertreter stellen sich vor der Niedersächsischen Landesvertretung zusammen mit Politikern und Feuerwehrleuten auf. Quelle: Olaf Rebmann (Landesfeuerwehrverband)

„Schnelle Hilfe in Brand- und Katastrophenfällen oder bei Großschadenslagen ist nur dann möglich, wenn alle ihren Teil dazu beitragen – Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Ehrenamtliche, Städte und Gemeinden, Landkreise, Land sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber“, sagt Regionsfeuerwehrsprecher Armin Jeschonnek. Öffentliche und private Arbeitgeber leisteten dabei einen unabdingbar wichtigen Dienst für die Allgemeinheit, indem sie das Engagement ihrer Mitarbeiter in den Freiwilligen Feuerwehren oder im Katastrophenschutz unterstützen.

Allerdings können Unternehmensinteressen mit denen der Ehrenamtlichen kollidieren. Dann etwa, wenn Arbeitnehmer wegen eines Einsatzes den Schreibtisch, die Werkbank oder die Baustelle verlassen müssen. Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing hob hervor, dass die Freistellung durch die Arbeitgeber die Voraussetzung dafür ist, „dass die Freiwilligen Feuerwehren zu jeder Tageszeit ausrücken und den Bürgern in Notsituationen verlässlich helfen können“.

Landesweit werden maximal 22 Plaketten pro Jahr verliehen

Deshalb sollen mit der Förderplakette Unternehmen und Institutionen öffentlich geehrt werden, die in besonderem Maße die Feuerwehren in Niedersachsen und die Ehrenamtlichen auch sonst fördern und unterstützen. Es werden jährlich gemäß festgelegter Quote maximal 22 Plaketten verliehen.

Staatssekretär Stephan Manke erinnerte in seiner Laudatio daran, dass Niedersachsens Feuerwehrleute überwiegend ehrenamtlich tätig sind. Bei Einsätzen müssten sie Beruf, Familie und Ehrenamt in Einklang bringen. Das Brandschutzgesetz gebe ihnen zwar das Recht, ihren Arbeitsplatz zu verlassen, um an Einsätzen teilzunehmen, hob Manke hervor. „Das Gesetz nützt aber nicht viel, wenn die Unternehmen und Arbeitgeber nicht dahinter stehen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht für den Einsatzdienst freistellen.“ Er dankte den Betrieben im Namen des Landes und sprach den Wunsch aus, „dass alle ausgezeichneten Firmen und Unternehmen Vorbilder für alle anderen Arbeitergeber sein werden“.

Maritim bildet Mitarbeiter zu Brandschutzhelfern aus

Mit dem Maritim Airport Hotel hat nach Auskunft von Langenhagens Feuerwehrsprecher Stephan Bommert ein seit Jahren verlässlicher Partner in der Stadt nun die Auszeichnung erhalten. „Die Führung um Hotelmanager Dirk Breuckmann optimiert seit 2013 den vorbeugenden Brandschutz im Hotelgebäude.“ So sei unter anderem eine neue Brandmeldeanlage installiert und das Verfahren bei Evakuierungen angepasst worden, listet Bommert auf. Die Anlage gebe nach einem entsprechenden Alarm den Mitarbeitern drei Minuten Zeit, um den ausgelösten Melder im Haus zu finden, erläutert der Feuerwehrsprecher. „Verstreicht die Frist, geht der Alarm automatisch raus an die Leitstelle der Feuerwehr.“

Auf der anderen Seite könnte die Brandmeldeanlage innerhalb der drei Minuten zurückgestellt werden, falls eben keine Notfallsituation besteht. Das erspare der Feuerwehr unter Umständen viele Wege. Im umgekehrten Fall beginnen die Mitarbeitenden schon vor dem Eintreffen der Feuerwehr mit einer Evakuierung des betroffenen Bereiches. Dazu wurden sie als Brandschutzhelfer ausgebildet, lobt Bommert die Initiative des Hotelbetriebs.

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Von Sven Warnecke

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