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Langenhagen Musikdirektor Ernst Müller feiert 80. Geburtstag
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Musikdirektor Ernst Müller feiert 80. Geburtstag
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00:15 26.02.2019
Ernst Müller spielt ein Neujahrskonzert im "Theater am Aegi". Quelle: Moritz Frankenberg
Langenhagen

Sein Lebenslauf hat nur einen Schönheitsfehler: Auf seiner Geburtsurkunde steht – Hannover. Wer Ernst Müller darauf anspricht, hört zunächst so etwas wie „Jajafrauenklinik“ mehr als symbolisches Geräusch für ein so unwichtiges Detail denn als klare Antwort. Dann fährt er in der für ihn, den gedienten Bundesgrenzschützer, sonst stets üblichen wohlformulierten Weise fort: „Aber ab dann immer in Langenhagen!“

Am Sonnabend feiert Ernst Müller seinen 80. Geburtstag. Es ist – mindestens numerisch – der Höhepunkt eines wahren Feier-Marathons: Hochzeitskonzert mit dem Hausorchester Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen von Hannover, 60 Jahre Blasorchester Langenhagen, 60 Jahre Schützenfest – all dies nur einige Stichworte der vergangenen Monate. Am Freitag hat ihm nun die Stadt Langenhagen die Ehrenbürgerwürde verliehen. Was kann da noch folgen?

Dirigent gibt Konzerte zum Abschied

In einem solchen Moment wird Müller still. „Gesundheit.“ Ja. Doch. Das sei schon ein großer und diesen Tagen angemessener Wunsch. Der hochgewachsene Mann mit seinem inzwischen schlohweißen Haar weiß um die Bedeutung dieses einen Wortes. Buchstäblich gezeichnet hatte ihn die Krankheit noch vor wenigen Monaten, als er kräftig verpflastert nach frischer Operation seinen angestammten Dirigentenplatz unter der Glaskuppel des CCL eingenommen hatte für das von seinem Stammpublikum heiß ersehnte Neujahrskonzert mit dem Blasorchester Langenhagen.

In die Hand versprochen hatte ihm die Chirurgin auch den lang geplanten, krönenden Abschluss seiner Konzert-Karriere Ende Januar im Theater am Aegi. „Ein letztes Mal ein Großkonzert geben, das wollte ich schon noch“, sagt er heute – mit hörbarer Genugtuung, dass ihm dies gelungen ist, mit tiefer Dankbarkeit für die Ärztin und ein wenig spöttisch-liebevoller Verwunderung, dass von den Narben so wenig nur noch zu sehen ist.

Müller lebt den Begriff Heimatstadt

Leise wird es um ihn nun nicht werden. Nur halt nicht mehr so imposant, zumindest nach außen sichtbar. Denn Müller lebt den Begriff Heimatstadt wie kaum ein anderer. Nicht nur bei seinen regelmäßigen Spaziergängen vom großelterlichen Haus am Sonnenweg ( „Nur 100 Meter entfernt von meinem Elternhaus An der Weide!“) zum Stadtzentrum und seinen unerschütterlichen Besuchen diverser Sitzungen politischer Gremien. Wirklich um treibt ihn derzeit, dass weder die örtliche Arbeiterwohlfahrt – noch er! – bis heute einen Saal finden konnten für ihr traditionelles Frühlingskonzert. Das Forum an der Schützenstraße steht nicht mehr zur Verfügung. „Aber wir wollen es unbedingt so machen wie immer“, hält Müller kraftvoll fest. „Nämlich mit Kaffeetafel!“ Ein Theatersaal oder ein daunstärs – beide fest bestuhlt, der eine zu groß, das andere zu klein – eignen sich dafür nicht. Das bekümmert den leidenschaftlichen Musiker sehr. Wer also noch ein Geburtstagsgeschenk sucht, könnte damit einen wirklichen Treffer landen.

Geburtstagsfeier erst am Sonntag

Feiern wird Ernst Müller erst am Sonntag. Dann nämlich, wenn auch seine Ehefrau Marlies ihren 80. Geburtstag begehen wird. Es wird diesmal ein wenig größer als sonst. Und auch nicht in Langenhagen. Das habe er seinem alten Freund nicht antun können. „Wir feiern in der Schlossküche bei Dietmar Althof.“ Mit dem einstigen Chef des Mövenpick Restaurants am Kröpcke verbindet Müller eine lange Freundschaft, die sich nicht nur in Althofs Grußwort für Müllers Autobiografie ablesen lässt. Deshalb setzt Müller – mindestens numerisch – noch einen drauf. „Meine Frau und ich feiern 160 Jahre“, sagt Müller – und nach einer kleinen Pause fügt er hinzu: „Wir feiern das Leben.“

Von Rebekka Neander

Einen Tag vor seinem 80 Geburtstag gibt es für Ernst Müller bereits eine Feier: Der Musikdirektor ist am Freitagnachmittag im Langenhagener Rathaus zum Ehrenbürger der Stadt ernannt worden.

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