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Langenhagen Ortsrat Godshorn knüpft Bedingungen an neue Kita
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Ortsrat Godshorn knüpft Bedingungen an neue Kita
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00:17 02.03.2019
Der Hauseigentümer, der Architekt Rainer Godorr, schlägt eine An- und Abfahrzone vor, ähnlich wie vor einem Hotel. Quelle: Rebekka Neander
Godshorn

 Sechs Gruppen, davon drei sogar für Krippenkinder und dies mitten im Ort – aus Sicht vieler Eltern, des Jugendamtes und im Grunde auch aller Politiker klingt das alles viel zu schön, um wahr zu sein. Und genau deshalb verschafft der eigentlich schon fast fertige Umbau der Immobilie an der Kreuzung Hauptstraße/Am Moore jetzt der Stadtverwaltung eine gehörige Hausaufgabe: Wie sind der ohnehin im abendlichen Berufsverkehr belasteten Kreuzung auch noch bringende und abholende Elternautos von rund 100 Kindern zuzumuten? Der Ortsrat Godshorn fand darauf am Dienstagabend noch keine Antwort. Soll die allseits ersehnte neue Kita aber bald eröffnen können, muss bis Montag eine Lösung überzeugen.

Jugendamtsleiterin Heidi von der Ah räumt im Ortsrat ein, die Verkehrssituation an der Kreuzung Hauptstraße/Am Moore anfangs nicht in den Fokus gerückt zu haben. Quelle: Rebekka Neander

Dann tagt der Rat der Stadt. Auf der Tagesordnung steht gleich ein ganzes Bündel an Zuschüssen für mehrere neue Betreuungsgruppen, um den aktuell wieder stetig wachsenden Druck auf die Stadt befriedigen zu können. Die Kita in Godshorn, die die KinderHut GmbH als private Trägerin eröffnen möchte, stellt dabei jedoch den größten Befreiungsschlag. Dies musste Jugendamtsleiterin Heidi von der Ah am Dienstag im Ortsrat auch nicht tiefgehend erläutern. Das hatte sie bereits im September dort angedeutet. Inzwischen, so von der Ah am Dienstag, habe sich die Situation weiter verschärft. „Ich weiß auch nicht, woran es liegt“, sagte sie, „aber derzeit zieht alles nach Langenhagen.“

Ortsrat bemängelt fehlendes Verkehrskonzept für Godshorn

Die Kita als solche mochte denn auch keiner im Ortsrat in Frage stellen. Aus allen politischen Richtungen jedoch richteten sich Mahnungen in Richtung Stadtverwaltung, keine weitere problematische Verkehrssituation für Godshorn zu schaffen. Davon habe der Ort bereits genügend. Ebenso unisono formulierte sich denn auch Verwunderung ob von der Ahs Eingeständnis, sich der Brisanz der Kreuzung bei der Kita-Planung bislang nicht bewusst gewesen zu sein. Wie oft müsse der Ortsrat denn noch nach einem Verkehrskonzept zur Entlastung von Godshorn fragen, bis dies auch im Jugendamt angekommen sei, lautete die Antwort.

Von der Ah versprach, die Verwaltung werde jetzt mit allen Mitteln nach einer Lösung suchen. „Es zählt jetzt jede Woche“, sagte sie auch auf Nachfrage dieser Zeitung. Gleichwohl hofft sie sehr, dass der Rat am Montag grundsätzlich zustimmt. Auch wenn bis dahin noch nicht alle Details geklärt sein können. „Wir haben in Langenhagen an anderen Stellen viel, viel schwierigere Situationen“, erläuterte von der Ah. An der Kita Veilchenstraße in der Kernstadt oder am Brinker Park sei die Parkplatzsituation brisanter. Dort wie auch jetzt in Godshorn sei maximal die baurechtlich vorgeschriebene Parkplatzzahl eingerichtet worden. Auch die aktuell noch im Bau befindliche Kita in Krähenwinkel wird nicht mehr als vier Parkplätze selbst vorhalten. Sowohl die Mitarbeiter als auch die Eltern müssen sich auf eigenem Wege eine Möglichkeit suchen, ihr Fahrzeug gegebenenfalls abzustellen.

Kommentar: Das ganze Dorf ist gefordert

Zur Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf. Diese Redewendung gewinnt dieser Tage in Godshorn eine neue Deutung – und bleibt doch gültig: Godshorn braucht eine zusätzliche Kita. Daran besteht kein Zweifel. Und dass eine solche verhältnismäßig schnell eröffnen könnte, sollte trotz aller Unkenrufe als gute Nachricht wahrgenommen werden. Die baulichen und rechtlichen Bedingungen an eine solche Einrichtung sind gewissenhaft erledigt worden.

Dass die politischen Zwischentöne des Dorfes nicht bis in die letzte Dienstbesprechung des Rathauses vorgedrungen sind, mag dabei eine verzeihliche Unterlassung bleiben. Das hätte eleganter gelingen können. Doch es ändert am Ergebnis nichts: Geeignete Plätze für eine zentrumsnahe, womöglich fußläufig oder per Rad erreichbare Kita gibt es viel zu selten, um diese Möglichkeit jetzt mit unverhältnismäßigen Forderungen zu torpedieren. An keiner Kita landauf, landab wurden jemals so viele Haltemöglichkeiten geschaffen, wie sie sich der Godshorner Ortsrat jetzt erträumt. Mit Parkplatzmarkierungen Am Moore, übergeordneten Verkehrsregelung zur generellen Entlastung des Dorfes – vor allem aber einer Grundsolidarität des Dorfes für seine Eltern und Kinder sollte das Problem zu lösen sein.

Von Rebekka Neander

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