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Langenhagen Politik entscheidet über Betreiber des neuen Jugendzentrums
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Politik entscheidet über Betreiber des neuen Jugendzentrums
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13:09 20.05.2019
Im Februar dieses Jahres konnte Richtfest für den Neubau des Jugendzentrums gefeiert werden. Im Sommer soll er bezugsfertig sein. Quelle: Sven Warnecke (Archiv)
Langenhagen

 Das Ende der Durststrecke ist in Sicht: Nach den Sommerferien soll das neue Jugendzentrum im sogenannten Nordtrakt am Langenforther Platz eröffnen. Wer in dem schmucken Neubau jedoch Hausherr wird, ist offen. Fünf Bewerber, darunter auch die Stadt Langenhagen selbst, haben ein Angebot abgegeben. Der Jugendhilfeausschuss kann über die Vergabe am Donnerstag, 23. Mai, nun erstmals endgültig entscheiden – vorausgesetzt, es sind bis dahin keine Fragen mehr offen.

Fünf Bewerber stehen zur Auswahl für Jugendzentrum

Zur Auswahl stehen die Gesellschaft für Behindertenarbeit (GBA), der Verband Christlicher Pfadfinder, die Johanniter-Unfallhilfe, das Kreisjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und die Stadt selbst. Die Entscheidung obliegt jetzt dem Jugendhilfeausschuss. Die fachliche Beratung hatte die Stadt – da selbst Bewerber – an den Experten Volker Rohde vergeben, der viele Jahre lang Stadtjugendpfleger in Hannover war und heute bei der Bundesarbeitsgemeinschaft für offene Kinder- und Jugendeinrichtungen arbeitet. „Die fünf Angebote sind durchaus gleichwertig, und man kann klar sagen: Der Jugendhilfeausschuss hat jetzt die Qual der Wahl“, sagte Rohde.

Stadt verdoppelt Angebot an Vollzeitstellen

Eigentlich sollte der neue Betreiber längst feststehen. Doch das politische Gremium hatte im Dezember vergangenen Jahres das Verfahren gekippt: Die bis dahin einzig vorgelegten Konzepte der Stadt sowie der GBA überzeugten in ihrer Detailtiefe nicht. Die Stadt schrieb daraufhin im Januar die Suche nach einem Betreiber noch einmal aus. Dass sich in der zweiten Runde über die GBA und die Stadt hinaus weitere Bewerber melden würden, darauf hatten in Politik und Verwaltung längst nicht alle setzen wollen. Ausschlaggebend, so Rohde jetzt auf Nachfrage, sei nun vermutlich, dass die Stadt das Angebot der Gegenfinanzierung noch einmal deutlich aufgestockt habe. So kann der künftige Betreiber mit zwei Vollzeitstellen sowie weiteren Honorarkräften das Programm bestreiten. „Damit hat die Stadt die Zahl der Vollzeitstellen verdoppelt“, sagt Rohde anerkennend.

Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch bestätigt dies auf Nachfrage. „Herr Rohde hatte uns in der ersten Runde verdeutlicht, dass das bis dato angebotene Paket für ein solches Jugendzentrum nicht ausreichen wird“, sagt sie. In Abstimmung mit dem Verwaltungsvorstand sei das Angebot daraufhin vergrößert worden. Eine politische Abstimmung habe es dazu nicht gegeben. „Während die Interessenten im ersten Durchgang vor allem inhaltliche Fragen zu ihrem Konzept beantworten mussten, haben wir diesmal – ähnlich wie bei einer Ausschreibung – einen Anforderungskatalog formuliert“, berichtet Rohde. Auf dieser Basis haben sich inzwischen alle fünf Interessenten in nicht öffentlichen Sitzungen dem Jugendhilfeausschuss vorgestellt.

Personalsuche wird für (fast) alle zum Wettlauf

Sobald der Jugendhilfeausschuss seine Wahl getroffen hat, muss es zügig weitergehen. „Bis auf einen Bewerber müssen alle sofort auf Personalsuche gehen“, sagt Gotzes-Karrasch. Der Fachkräftemarkt in diesem Sektor sei allerdings leer. Sowohl die Stadt als auch die GBA schilderten dies in jüngerer Vergangenheit bei anderen Ausschreibungen: Einen zweiten Sozialarbeiter für die mobile aufsuchende Jugendarbeit (Maja) konnte die GBA nicht finden. Sie behilft sich seither mit studentischen Hilfskräften. Die Stadt musste die Stellen für die Leitung der Jugendtreffs inzwischen mehrfach ausschreiben.

Von Rebekka Neander

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