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Langenhagen Reemtsma kündigt in Hamburg 20 Verträge
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Reemtsma kündigt in Hamburg 20 Verträge
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00:16 29.06.2018
Bis zu 159 Arbeitsplätze muss der Zigarettenproduzent Reemtsma in Langenhagen abbauen, um auf neue Regularien der EU reagieren zu können. Quelle: Rebekka Neander
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Langenhagen/Hamburg

Bis zu 159 Stellen sollen bis Mai 2019 beim Zigarettenproduzenten Reemtsma in Langenhagen gestrichen werden. Derzeit verhandeln Konzernführung und Betriebsrat, wie vielen Mitarbeitern eine Vorruhestandslösung angeboten werden kann. Überdies wird geprüft, welche befristeten Verträge nicht verlängert werden können. Am Standort Hamburg ist am Dienstag das Ergebnis des Sozialplanes veröffentlicht worden: Von im Februar 116 angekündigten Stellen werden etwa 20 über betriebsbedingte Kündigungen abgebaut. Die restlichen konnten sozialverträglich abgebaut werden, wie Unternehmenssprecherin Doreen Neuendorf berichtet.

Konzernbetriebsrätin Heike Prieß äußerte sich am Dienstag sehr zufrieden mit diesem Ergebnis. Für Langenhagen, sagte Neuendorf, könne der in Hamburg verhandelte Sozialplan übernommen werden. „Wie schnell es jetzt in Langenhagen zu einer Einigung kommen kann, ist aber nur schwer zu sagen“, räumte Neuendorf an. Zwar stehe mit dem Sozialplan die Höhe der Abfindungen jetzt fest. Dafür rutsche man jetzt in die Sommerpause. Die Stellenkürzungen hatten in Langenhagen auch Stadtverwaltung und Politik beunruhigt. Der Tabakkonzern gehört zu den stärksten Gewerbesteuerzahlern in der Flughafenstadt. Für den Haushalt 2018 war im Rathaus erst vor kurzem ein Steuerrückgang um 12,8 Millionen Euro bekannt gegeben worden. Ob und gegebenenfalls wie hoch Reemtsma dafür verantwortlich ist, ist offen.

Von Rebekka Neander