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Langenhagen So stellen sich die Bürger eine grüne Stadt vor
Aus der Region Region Hannover Langenhagen So stellen sich die Bürger eine grüne Stadt vor
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00:19 21.03.2019
Christine Früh moderiert eine Kleingruppe. Quelle: Stephan Hartung
Langenhagen

Zum Ende des Workshops „Zukunft Stadtgrün“ sind vier Stellwände gut gefüllt mit Anregungen und Kritik der Teilnehmer. Beispiel Stadtpark: Die Teilnehmer wünschen sich hier mehr Parkranger, barrierefreie Fußwege und einen Zebrastreifen für Radfahrer an allen Kreuzungen. Stellwand für den Bereich östliche Heestern, Fläche südlich des Hallenbads und nördliche Rieselfelder: Hier stehen Ideen im Vordergrund wie Sitzmöglichkeiten am Wasser, ein Café im Park oder ein Wasserspielplatz für Kinder. Stadtwald und Wietzeblick: Der Aufstellung von mehr Mülleimern würde genauso zur Verbesserung beitragen, wie bessere Zugänge zur Wietze oder die Errichtung von Pferdewegen. Stellwand Lückenschluss und Barrierefreiheit: Hier gehören Spielgeräte für Rollstuhlfahrer, mehr Bänke sowie Grünstreifen für Fußgänger und Radfahrer zu den Wünschen.

Die Stadt hatte in den Ratsaal zu dem offenen Workshop eingeladen. 30 Menschen nehmen teil und beteiligen sich an den Fragen, was an den Grünanlagen und Freiflächen der Stadt gut oder schlecht ist – und welche Ideen es zur Verbesserung gibt. Auffällig: Für alle in Frage kommenden Bereiche (siehe Kasten) sorgen vor allem die Anregungen der Teilnehmer für einen Schwerpunkt. Die Stadt benötigt die Bürgerbeteiligung, um sich für ein von Bund und Land gefördertes Städtebauprogramm zu bewerben.

Die von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Fläche für den Förderantrag wurde nach einem Anstroß der Grünen/Unabhängigen um die blauen Flächen erweitert. Quelle: Grafik: Llorenz

Bevor es losgeht, liefern Landschaftsarchitektin Christine Früh vom Büro für Freiraumplanung und Ursula Schneider, Leiterin der Abteilung Stadtgrün bei der Stadt Langenhagen, als Moderatorinnen der Veranstaltung kurze Einführungen. Danach geht es an die insgesamt vier Stellwände mit Stadtkarten, in denen die jeweils zu entwickelnde Bereiche markiert sind. Alle Teilnehmer erhalten in Kleingruppen die Möglichkeit, an jeder Stellwand 15 Minuten zu diskutieren – und kleine Zettel in roter (Kritik), grüner (Lob) oder blauer Farbe (Ideen) anzuheften. „Es wurde sehr viel zusammengetragen. Da werden wir einige Tage brauchen, bis wir alles gefiltert haben“, sagt Schneider – und freut sich natürlich über einen gelungenen Workshop.

Ideen gibt es also viele, wie die Stadt schöner werden kann. Was ein Teilnehmer aber auch zu bedenken gibt: Was passiert denn, wenn sich die Stadt erfolglos für das Städtebauförderprogramm bewirbt und dann eben die Fördergelder fehlen? „Dann werden manche Maßnahmen trotzdem umgesetzt, wie die Rieselfelder oder die Wegeverbindungen“, sagt Stadtbaurat Carsten Hettwer. Andere Planungen würden dann zurückgestellt werden. „Dann müsste der Rat entscheiden, wie es damit weiter geht.“

Diese Bereiche kommen für ein Föderprogramm in Frage

Seit Jahresbeginn bereitet die Stadtverwaltung eine Bewerbung für das Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ vor. Ziel ist es, die vorhandene grüne Struktur bestimmter Standorte zu verbessern. In Betracht kommen zwölf Gebiete, die geprüft werden und Teil der Förderung werden könnten. Diese sind: Stadtpark, Stadtparkteiche, historischer Friedhof, Parkeingang, frühere Musikmuschel, temporärer Containerstandort des Gymnasiums, Eingang Nord, östliche Heestern, sogenannte „Differenzfläche Bad“, nördliche Rieselfelder sowie Stadtwald und Wietzeblick. Voraussetzung für das Programm ist, dass diese Fördergebiete deutlich voneinander abgegrenzt und die Bürger, wie jetzt mit dem offenen Workshop, an der Konzeptentwicklung beteiligt werden. hg

Das ist der Zeitplan

Der Stadtplanungs-, Bau- und Umweltausschuss hat den Geltungsbereich in seiner jüngsten Sitzung auf Antrag der Grünen/Unabhängigen noch einmal erweitert: Der Heesternweg soll nun bis zum südlichen Ende des SCL-Geländes einbezogen werden. Gleiches gilt für das östliche Ende der Niederrader Allee, die jetzt in ganzer Länge bis zur Theodor-Heuss-Straße zum förderungsfähigen Gebiet zählt (ausgenommen sind dabei die Freiflächen, die zur Wohnbebauung gehören).

Die Stadt prüft auf Anregung der Grünen/Unabhängigen auch, wem ein Wäldchen zwischen Stadtpark und Gelände des Klinikums Region Hannover im Westen gehört. Sollte dieses Areal städtisches Eigentum sein, rückt es in den Geltungsbereich ein. Bis zur nächsten Sitzung des Gremiums am 25. April filtert das Team um Landschaftsarchitektin Christine Früh vom Büro für Freiraumplanung und Ursula Schneider, Leiterin der Abteilung Stadtgrün bei der Stadt Langenhagen, alle Ergebnisse des Workshops. Der Rat der Stadt könnte dann am 27. Mai eine Entscheidung treffen. Ein positives Votum für das Städtbauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ würde bedeutet, dass die Stadt die im Juni endende Frist einhalten und beim Amt für regionale Landentwicklung die Bewerbung für das Programm einreichen kann.

Welches ist Ihr Lieblingsplatz in der Stadt?

Die Stadt Langenhagen hat die Bürger bei der Gestaltung der Grün- und Freiflächen in der Stadtmitte beteiligt. Wo halten Sie sich am Liebsten auf? Schicken Sie uns Ihren Lieblingsplatz!

Von Stephan Hartung

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