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Langenhagen Duo will Hobby zum Beruf machen
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Duo will Hobby zum Beruf machen
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00:20 29.11.2018
Michael Beckmann (links) und Fabian Schwanke begutachten die Lampenschirme. Quelle: Stephan Hartung
Langenhagen

Lange Zeit war auf diesem Hinterhof am Pferdemarkt richtig viel los: Bis vor zwei Jahren betrieb das Bildungswerk Niedersächsischer Volkshochschulen hier in den großen Fabrikhallen ihre Werkstätten. Der Künstler Wolf Glossner besaß direkt nebenan sein Atelier, verstarb aber vor 18 Monaten. Das Gelände wirkte seitdem verlassen. Nun wird hier wieder, im wahrsten Sinne, gewerkelt.

Verantwortlich dafür sind zwei Schulfreunde, die sich ihren Traum erfüllt haben. „Wir haben immer wieder gute Feedbacks bekommen, da mussten wir es einfach probieren“, sagt Fabian Schwanke. Zusammen mit Michael Beckmann betrieb er zuletzt eine Hobbywerkstatt auf dem ehemaligen Norta-Gelände an der Walsroder Straße in Langenhagen. Nun ergab sich die Möglichkeit, in die leeren Hallen am Pferdemarkt zu ziehen. Die beiden Unternehmensgründer besitzen jetzt eine Mischung aus Tischlerei, kleinem Möbelhaus – und, weil sie Unikate auf Kundenwunsch statt serienmäßige Massenware produzieren, ein Atelier. Das Ziel der Beiden: Aus Hobby soll Beruf werden.

Ihr großes Plus: Die beiden Langenhagener können ziemlich entspannt ihre Werkstatt betreiben, denn sie haben jeweils noch ein sicheres berufliches Standbein und könnten sich jederzeit wieder voll und ganz ihrer bisherigen Tätigkeit widmen. Beckmann arbeitet im Montageservice auf der Messe. Schwanke ist Grafiker – in einem eigenen Studio direkt neben der Werkstatt. Eine wirkliche Frist, bis wann das Geschäft sich von allein trägt, setzen sie sich aber nicht. „Einfach genießen und Spaß haben. Ansonsten betreiben wir die Werkstatt trotzdem weiter, dann bleibt es eben nur ein Hobby“, sagt Beckmann (43).

Unter dem Namen Wankebeck stellen sie aus den unterschiedlichsten Holzarten Lampenschirme, Tische, Unterschränke und Accessoires her. Abnehmer sind Privatkunden, Hotels, Einzelaussteller und der Burgwedeler Verkaufsstandort des Konzepts „edelMut“. Ihren Rohstoff gewinnen sie übrigens aus klassischen Holzpaletten, erhalten ihn aber auch von Sägewerken oder aus Spenden von Privatleuten, die ihre Bäume fällen. „Und ehrlicherweise muss man auch sagen: Wenn mal wieder Sturm oder Orkan ist, dann spielt uns das in die Karten“, sagt der 40-jährige Schwanke.

Ihr Hobby entdeckten die beiden früheren Schüler der IGS Langenhagen schon als Jugendliche. „Wir haben viel rumgebastelt. Einmal haben wir aus einer alten Federkernmatratze ein Sofa gebaut“, erinnert sich Michael Beckmann. Bleibt nur noch eine Frage zu klären: Woher kommt der Name Wankebeck¿ Eine reine Wortschöpfung aus beiden Nachnamen: Schwanke ohne die ersten drei Buchstaben, Beckmann mit der ersten Silbe.

Unter www.wankebeck.de gibt es im Internet weitere Informationen zu dem Duo.

Von Stephan Hartung

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