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Langenhagen Quartierstreff: Stadt und KSG setzen Kooperation unbefristet fort
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Quartierstreff: Stadt und KSG setzen Kooperation unbefristet fort
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14:04 30.06.2019
Langenhagens Erste Stadträtin Monika Gotzes-Karrasch und KSG-Geschäftsführer Karl-Heinz Range unterzeichnen die unbefristete Kooperationsvereinbarung. Quelle: Sven Warnecke
Langenhagen

Nun bedarf es keines jährlich zu stellenden Antrags mehr auf einen kommunalen Zuschuss für den Verein Win – Wohnen in der Nachbarschaft der KSG. Die Stadt Langenhagen hat nach politischem Beschluss die im Jahr 2014 zunächst befristete Kooperationsvereinbarung nach nunmehr fünf Jahren in eine unbefristete umgewandelt. Dazu haben sich jetzt die Erste Stadträtin Monika Gotzes-Karrasch sowie KSG-Geschäftsführer und Win-Vorstandvorsitzender Karl Heinz Range im Quartierstreff an der Freiligrathstraße zur Unterzeichnung getroffen.

Und beide Seiten zeigten sich zufrieden. Denn der Quartierstreff hat sich in den letzten fünf Jahren zu einem prächtigen Treffpunkt in Wiesenau entwickelt. Das hätte auch die Stadt machen können, sagte Gotzes-Karrasch nun. „Zum Wohle der Bürger Wiesenaus.“ Inzwischen sei die Einrichtung so gut angelaufen – und vor allem angenommen –, dass die Stadt diese unbedingt fortführen wolle, um in enger Absprache der beiden Beteiligten „gemeinsame Projekte anzuschieben“, betonte die Erste Stadträtin. „Alle sind guter Dinge, weiter so gut zu kooperieren.“

Stadt investiert 25.000 Euro pro Jahr

Die Zusammenarbeit lässt sich die Stadt pro Jahr 25.000 Euro kosten. Dabei handelt es sich nunmehr um einen Festbetrag, der flexibel für Sach- oder Personalkosten verwendet werden könne, erläuterte Gotzes-Karrasch.

Der KSG-Geschäftsführer bezeichnete die Kooperation als „Glücksfall“. Denn er kenne andere Kommunen, wo eine derartige Zusammenarbeit mit Wohnungsgesellschaften eben nicht funktioniere. Ungeachtet der Entscheidung in der Langenhagener Politik setzt die KSG in Wiesenau die Sanierung von Altbauten und den Bau neuer Wohnungen unvermittelt fort. „Wir werden die Investitionsbemühungen in Wiesenau fortsetzen“, kündigt Range an. Etwa auch auf dem aktuell leeren Grundstück an der Freiligrathstraße. Dort sollen in naher Zukunft Neubauten entstehen – mit erschwinglichen Quadratmeterpreisen. Einen konkreten Zeitplan gibt es indes noch nicht.

KSG spricht von Glücksfall und Qualitätsmerkmal

Ranges Angaben zufolge wird die KSG in der gesamten Region das Neubauprogramm für 1000 Wohnungen fortsetzen. „Wir bauen für Menschen in der Region Hannover“, betonte er und sprach von einem Investitionsvolumen von etwa 350 Millionen Euro.

Doch der Wohnungsbau macht eine Immobiliengesellschaft allein nicht aus, meinte der KSG-Geschäftsführer und sprach von einer „aktivierenden Gemeinwesenarbeit“. Man wolle Menschen wieder näher zusammenbringen, genau dabei helfe das Engagement im Quartierstreff und es fördere die Lebensqualität in Wiesenau. Aus diesem Grund investiert die KSG nicht nur in Beton und Stein, wie es Range beschreibt, sondern auch einen niedrigen sechsstelligen Bereich in den Quartierstreff und damit in ein soziales Angebot. „Wir kümmern uns um die Menschen.“

Und das Engagement soll perspektivisch weitergehen. In Kürze geht ein identisches Projekt der KSG in Ronnenberg an den Start – auch mithilfe der Wiesenauer Quartierstreff-Managerin Claudia Koch, die dort ihre Erfahrungen aus Langenhagen einbringt. Range ist zuversichtlich, dass sein Unternehmen überall, wo die KSG konzentrierte Wohnbestände vorfände – wie etwa in Springe oder Empelde –, die soziale Arbeit ausbauen werde. „Das ist auch ein Qualitätsmerkmal“, ist sich der Geschäftsführer sicher.

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