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Langenhagen SCL geht mit der Kirche aufs Eis
Aus der Region Region Hannover Langenhagen SCL geht mit der Kirche aufs Eis
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00:15 29.05.2017
Von Rebekka Neander
Die Eishalle Langenhagen war im Dezember 2016 zum zweiten Mal Schauplatz des Kinderweihnachtsmusicals der Elia-Gemeinde. Quelle: Hartung (Archiv)
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Langenhagen

Der Erfolg hatte seinerzeit alle Beteiligten vollkommen überrascht: Die Elia-Gemeinde, beheimatet an der Konrad-Adenauer-Straße mitten im Stadtzentrum, wollte zum Heiligabend einmal etwas anderes machen, und vor allem ein lästiges Ärgernis abstellen: Dass zum Krippenspiel immer die Plätze rar werden und die Kleinsten nicht so richtig zuschauen können. In der Eishalle, so der Gedanke seinerzeit, seien nun wirklich genügend Sitzplätze vorhanden.

Doch die Premiere des Musicals, das die Gemeinde mit vielen Kindern und Jugendlichen aus den eigenen Reihen, vor allem aber mit Oana Lehmköster als Trainerin aufs Eis brachte, lockte weit mehr Besucher und Teilnehmer an die Brüsseler Straße als erwartet. Einen Platz fand letztlich jeder, doch nicht ohne Mühe. Bei der Wiederholung 2016 war das Bild nicht viel anders.

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Der Brückenschlag, den die Gemeinde seinerzeit im Hinterkopf hatte, um auch neue Gesichter in den Dunstkreis der Kirche zu locken, hat inzwischen Kreise gezogen, weiter als seinerzeit gedacht. Denn das Angebot, mit einer erfahrenen Trainerin Eiskunstlauf zu proben, hat auch auf Seiten des Sports einen wunden Punkt berührt: Sowohl in Mellendorf als auch in Langenhagen gibt es mehr Bedarf an Hallenzeiten für den Kunstlauf, als bislang angeboten.

Bei der Fusion der Eishockey-Vereine im Frühjahr spielte auch dieser Umstand eine Rolle, wenn auch am Rande. Wenn die Scorpions von Langenhagen nach Mellendorf umziehen, so der Wedemärker Vereinschef Jochen Haselbacher im Vorfeld der Fusion, könne Langenhagen die nachgefragten Eiszeiten für den Eiskunstlauf bereitstellen. Kay Uplegger, Initiator der Eishallen-Gesellschaft in Langenhagen, hatte die Gründung einer Eiskunstlaufsparte bereits im März im Zuge der Fusionsverhandlungen in Aussicht gestellt. Die dafür notwendige Mitgliederversammlung, kündigte Eishallen-Geschäftsführer Marco Stichnoth jetzt an, werde in Kürze einberufen.

Dieser Neustart trifft in Langenhagens Rathaus indessen beim Blick auf die Eishalle auf unruhige Zeiten. Ein hoher baulicher Investitionsbedarf und eine etwaige Neuregelung des Betriebskostenzuschusses seitens der Stadt werde derzeit verwaltungsintern geprüft, heißt es.

Rebekka Neander 29.05.2017
Sven Warnecke 26.05.2017
Ursula Kallenbach 29.05.2017