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Langenhagen Seniorenbeirat wehrt sich gegen Politiker
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Seniorenbeirat wehrt sich gegen Politiker
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00:15 31.05.2017
Von Rebekka Neander
Christa Röder (rechts, hier mit Rosemarie Bahrke) vom Seniorenbeirat wehrt sich gegen das Ansinnen der Politik, künftig in dem Gremium mitbestimmen zu wollen. Quelle: Warnecke (Archiv)
Langenhagen

"Das ist unmöglich!" Christa Röder macht aus ihrem Ärger keinen Hehl. Die Vorsitzende des Seniorenbeirates Langenhagen will sich nach eigenem Bekunden gegen das Ansinnen des Rates zur Wehr setzen, die Satzung des Seniorenbeirates entscheidend zu verändern. Wie auch dem Integrationsbeirat und dem jetzt geschaffenen Beirat für Menschen mit Behinderungen sollen auch dem von Röder geleiteten Gremium künftig Ratspolitiker mit Stimmrecht angehören. Dies hatten die CDU-Fraktionsvorsitzende Claudia Hopfe und die für die SPD im Integrationsbeirat sitzende Elke Zach nach der jüngsten Ratssitzung angekündigt.

Beide Politikerinnen wollen mit dem Schritt eine Gleichbehandlung aller Beiräte erwirken, die dem Rat fachlich zur Seite stehen. Während diese Regelung im Integrationsbeirat seit Jahren ohne größere Diskussion praktiziert wird, löste die entsprechende, von der Politik initiierte Satzungsveränderung für den Beirat für Menschen für Behinderten großen Vorbehalt aus. Albert Schneider, Gründer des Arbeitskreises Barrierefreies Langenhagen, hatte noch in der Ratssitzung sein deutliches Befremden erklärt. Er "schlucke die Kröte" nur, um die lange überfällige Gründung des Beirates nicht noch länger zu verzögern.

Schneiders Ehefrau Ursula hatte ebenfalls in der Ratssitzung in der Einwohnerfragestunde zudem das deutliche Missfallen der Landesbehindertenbeauftragten vorgetragen, die sich ebenfalls gegen eine politische Mitbestimmung in dem Gremium der Betroffenen ausgesprochen hatte. Ähnlich argumentiert nun Röder. "Es gibt in keinem der mehr als 200 Seniorenbeiräte in Niedersachsen stimmberechtigte Politiker", berichtete Röder jetzt im Gespräch mit dieser Zeitung. Sollte es erforderlich sein, werde der Landesseniorenrat, dem Röder ebenfalls angehört, eine entsprechende Stellungnahme verfassen.

"Natürlich wünschen wir uns, dass die Politik Interesse an unserer Arbeit zeigt", betonte Röder. Bislang habe dieser Brückenschlag nur an einer Stelle funktioniert. So habe die CDU-Ratsfrau Gesine Saft regelmäßig als Besucherin den Sitzungen des Seniorenbeirates beigewohnt und somit für einen Austausch gesorgt. "Wenn sie etwas dazu zu sagen hatte, haben wir für sie die Sitzung unterbrochen." Saft indessen gehört dem im November neu gewählten Rat nicht mehr an. "An unseren Veranstaltungen nimmt niemand aus der Politik teil", klagt denn auch Röder. Eine Mitbestimmung aber lehnt sie ab. Allein schon aus Satzungsgründen. "Unsere Mitglieder müssen älter als 60 sein." Das müsste dann ja auch für die Politiker gelten. In diesem Zuge stellt Röder auch infrage, wie dies denn nun beim Beirat für Menschen mit Behinderungen funktionieren könne. "In der Satzung steht doch auch, dass die Mitglieder Betroffene sein müssen?"

Röder ist vor allem erbost darüber, dass aus der Politik niemand mit ihr im Vorfeld über dieses Ansinnen gesprochen habe. Aus dem Rathaus habe sie lediglich Ralph Gureck, als Leiter der Abteilung für Marketing und Kommunikation federführend für die neue Satzung des Beirates für Menschen mit Behinderungen, angesprochen. "Ihm habe ich gesagt, dass ich eine Teilnahme der Politik zum Austausch begrüße, ein Stimmrecht aber ablehne." Vom Ansinnen der Politik habe sie aus der Zeitung erfahren, sagte Röder, just als sie an der Jubiläums-Veranstaltung des Seniorenbeirates in der Wedemark teilnahm. "Als die das dort gelesen haben, haben die sich fast noch mehr aufgeregt als ich."

Die Sitzung des Seniorenbeirates beginnt am Dienstag, 30. Mai, um 10 Uhr im Ratssaal. Zu Beginn und am Ende können Langenhagener Fragen an das Gremium und die Verwaltung stellen.

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