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Langenhagen Stadt braucht Container für Schulen
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00:15 22.05.2017
Von Rebekka Neander
Erst im vergangenen Sommer wurden die zehn neuen Interims-Klassenräume an der Angerstraße in Betrieb genommen. Unter Umständen wird das Gebäude aufgestockt - dazu aber müsste es zuvor abgebaut werden. Quelle: Neander (Archiv)
Langenhagen

Insgesamt geht es um 32 zusätzliche Klassenräume, die bis Ende 2022 bereitgestellt werden müssen. Dabei stehen das Gymnasium, die IGS-Süd und die Grundschule Engelbostel derzeit im Mittelpunkt: Am Gymnasium müssen bis 2019 insgesamt fünf Klassenräume ergänzt werden, für das Schuljahr 2020 werden acht Klassenräume, vier Fachräume sowie zwei Räume für Unterrichtsmaterialien benötigt. Dann stellt das Gymnasium von G8 auf G9 um. Die Grundschule Engelbostel wird im kommenden Sommer nun zum zweiten Mal in Folge dreizügig einschulen, ohne die dafür nötigen Räume bereithalten zu können.

Die ärgste Not aber zeigt sich an der IGS-Süd. Dort müssen 2018 gleich zehn weitere Klassenzimmer mit den dazu gehörenden Nebenräumen, Sanitäranlagen und Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen werden. Das Planungsbüro Constrata, das der Stadt bereits am Schwimmbad und am Schulzentrum zur Seite steht, hat nun auch für dieses Areal erste Überlegungen angestellt. Wie und wo jedoch die nötigen Container aufgestellt werden können, kann, wie es im Rathaus heißt, erst ermittelt werden, wenn die Schule ein Raumprogramm vorgestellt hat. Diese Entscheidung, betonte Constrata-Geschäftsführer Jens Kerkhoff am Donnerstag auch im Technischen Schulbau-Ausschuss, sollte die Stadt innerhalb der nächsten zwei Monate fällen. Denn die vorbereitenden Planungen müssen laut Kerkhoff spätestens im Juli 2017 beginnen.

Sollten sich auf dem Schulgelände selbst keine Flächen anbieten, muss der bereits bezogene Interimsbau südlich der Schule abgetragen und neu wieder aufgebaut werden. Denn das vorhandene Fundament unter den dort entstandenen zehn Klassenräumen könnte keine Aufstockung um gleich zwei Geschosse verkraften. Wie lange ein solcher Komplettumbau dauern würde, erläuterte Stadtbaurat Carsten Hettwer am Rande der Ausschuss-Sitzung am Donnerstag auf Nachfrage. Der Abbau der bewusst eher aufwändig gestalteten Holzfassade könne in den Sommerferien 2017 erfolgen, Gleiches gelte für die Dachverkleidung. In den Herbstferien könnten die bestehenden Container abgebaut, das Fundament verstärkt und die Container wieder aufgebaut werden. "In den Sommerferien 2018 würden dann die zusätzlichen Module darauf gesetzt", sagte Hettwer. Vorausgesetzt, ein noch ausstehendes Baugrund-Gutachten weist keine Gegenargumente auf. "In den Herbstferien im kommenden Jahr würden dann die auf die neue Größe angepassten Fassaden-Elemente wieder angebaut." All diese Prozesse seien mit den betroffenen Firmen bereits in Ablauf und Kosten geklärt worden.

Weil für die Detailplanung aller Modulbauten noch viele Informationen fehlen, will sich die Stadt eine möglichst flexible Handhabung sichern. Diese soll ein Rahmenvertrag mit den Herstellern sichern. Ein Kauf der Container, wie in den vergangenen zwei Jahren für die Interims-Lösungen am Schulzentrum favorisiert, rentiere sich jetzt nicht unbedingt, heißt es im Rathaus. Die Stadt besitze schon genügend Module, die in den kommenden Jahren mitverwendet werden können. Gleichwohl soll auf Wunsch der Politik nun geprüft werden, ob nicht auch ein Rückkauf im Rahmenvertrag vereinbart werden kann. Wie hoch die Kosten für die zu mietenden Module liegen, kann die Stadt nur ungefähr beziffern. Sie rechnet mit rund 2,3 Millionen Euro für die Modul-Miete sowie rund 1,6 Millionen Euro für die Erschließung, Versorgung, Möbel und Außenanlagen.

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