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Langenhagen Knapp eine halbe Million für die Wasserwelt
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Knapp eine halbe Million für die Wasserwelt
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15:08 20.09.2018
Anstelle der bislang in milchigem Weiß gehaltenen Kreise sollen die Glasflächen künftig in einem stärkeren Kontrast markiert werden. Versuchsweise wurde dazu die Außenfläche zur Liegewiese neu beklebt. Quelle: Rebekka Neander
Langenhagen

Die Besucherzahlen im Schwimmbad könnten aus Sicht der Betreiber kaum schöner aussehen. An der Gestaltung der Wasserwelt muss allerdings noch Hand angelegt werden. Durch den, wenn auch verzögert, nun beschlossenen Nachtragshaushalt können einige Aktionen zeitnah umgesetzt werden, andere jedoch wurden auf politischen Wunsch hin ins kommende Jahr vertagt. Als erstes sichtbar werden nun die Verbesserungen zur Barrierefreiheit: Anstelle der Beklebungen in dem für Sehbehinderte nur schwer zu erkennenden Milchweiß werden es nun kräftige Kontraste in Dunkelgrau. Die Außenfassade zur Liegewiese wurde probehalber bereits neu gestaltet. Vollends gestrichen wurde allerdings, Besitzern der Ehrenamtskarte einen vergünstigten Eintritt in die Wasserwelt zu gewähren. 4800 Euro hätte die Stadt dies gekostet.

Anstelle der bislang in milchigem Weiß gehaltenen Kreise sollen die Glasflächen künftig in einem stärkeren Kontrast markiert werden. Versuchsweise wurde dazu die Außenfläche zur Liegewiese neu beklebt. Quelle: Rebekka Neander

Nachgerüstet wird die Beleuchtung des Park- und des Vorplatzes. 35.600 Euro investiert die Stadt in zusätzliche Leuchten sowie eine verbesserte Absturzsicherung der Rollstuhlrampe. Das Foyer wird für 39.000 Euro akustisch nachgerüstet. Die unter anderem von wartenden Eltern überraschend gut besuchte externe Gastronomie dort macht dies erforderlich. Die Lärmbelastung, so die Erkenntnis von städtischem Eigenbetrieb und Betreibergesellschaft GMF, sei für die Gäste selbst, vor allem aber für die Mitarbeiter des Schwimmbades nicht mehr erträglich. „Dies war im Vorfeld nicht zu erwarten“, betonten dazu unisono Betriebsleiterin Heike Ebersbach und ihr Pendant auf Stadtseite, Baudezernent Carsten Hettwer. Gleich von „Planungsfehlern“ zu sprechen, wie der Stadt vereinzelt aus der Kommunalpolitik vorgeworfen war, weisen beide strikt von sich. „Damit wäre ich sehr vorsichtig“, mahnte Hettwer. Sonst sähe man sich mit den betroffenen, verunglimpften Architekten schnell vor Gericht wieder.

Geld für Klimatechnik, Rutschen-Geländer und Magerrasen

Ebenfalls erst im Praxisbetrieb habe sich zeigen können, wie stark sich die Räume für die Computer-Server und im Technik-Bereich der Sauna aufheizen. Aufgrund der zu erfüllenden Arbeitsstättenverordnung müsse dort nun insgesamt für 20.000 Euro Klimatechnik eingebaut werden. Das Edelstahlgeländer des Podestes am Rutscheneingang wird für 10.000 Euro ertüchtigt. Zudem werden für 8000 Euro weitere Liegen für den Außenbereich der Sauna und des Bades angeschafft. Damit die nach Ende der sommerlichen Dürre nun anzupflanzende Rasensaat auf der Liegewiese nicht gleich wieder verkrautet, lässt die Stadt für 20.000 Euro auch das Areal auf der Außenseite des Zaunes mit Magerrasen anlegen.

An die unerwartet hohen Besucherzahlen im Schwimmbad-Bereich muss auch die Badewassertechnik angepasst werden (15.000 Euro). Entsprechend gegen den Plan gestiegen sind damit zudem die Betriebskosten: Für Strom bedarf es im laufenden Jahr voraussichtlich 15.000 Euro mehr, für Wasser gleich 72.000 Euro sowie für Abwasser 12.000 Euro. Die Betriebsstoffe (wie Aktivkohle oder Badewasserchemie) steigen um 12.000 Euro. 5000 Euro zusätzlich werden es für Filtereinsätze sowie 9000 Euro für Ersatzfilter in Lüftungsanlagen. „Wir werden unsere Plan-Ansätze für die kommenden Jahr entsprechend verändern müssen“, sagte Hettwer. Er geht allerdings fest davon aus, dass der städtische Betriebskostenzuschuss weiterhin deutlich unter dem von der Politik beschlossenen Kostendeckel von 2,1 Millionen Euro pro Jahr bleiben werde.

Mehr als 100.000 Euro ins kommende Jahr verschoben

Der städtische Eigenbetrieb Bad hatte nach erster Kritik am ursprünglich vorgestellten Nachtragshaushalt für die Wasserwelt bereits selbst einige Punkte herausgenommen und auf das Haushaltsjahr 2019 verschoben. Dazu zählen zusätzliche Beleuchtungselemente für den Anlieferhof, den Mitarbeiterparkplatz, den Saunagarten und das Ganzjahresbecken sowie LED-Stripes in der Kelo- und der Kaminsauna. Insgesamt wären dafür 57.900 Euro nötig gewesen. Verschoben wurde auch eine Überdachung der Warenanlieferung (15.000 Euro), Tische und Stühle für den Außenbereich (15.000 Euro), ein TV-Gerät für den Saunabereich (4500 Euro), ein großes Wasserspielgerät (10.000 Euro) sowie eine Glasvitrine für die externe Gastronomie (1500 Euro).

Von der Politik darüber hinaus wurde nur noch wenig gestrichen: So fielen zwei metallene Handtuch-Ständer im Außenbereich (2000 Euro) dem Rotstift zum Opfer, das auf 4800 Euro kalkulierte Einnahmedefizit für Besitzer von Ehrenamtskarten sowie das auf 75.000 Euro prognostizierte Einnahme-Defizit für die unter Plan gebliebenen Sauna-Gäste. Diese Streichung ist für Hettwer nur aus kaufmännischer Sicht von Interesse. „Das Ergebnis des Bades wird sich entsprechend zum Jahresende verschlechtern.“ Hettwer hofft allerdings, dass dies eine einmalige Sache bleiben wird. Für den Herbst plane die GMF bereits eine Aktions-Offensive, um deutlich mehr Besucher in die Sauna zu locken.

Von Rebekka Neander

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