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Langenhagen Claudia Dudszus ist neue Chefin im Jobcenter
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Claudia Dudszus ist neue Chefin im Jobcenter
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00:16 02.02.2019
Claudia Dudszus folgt auf Vera Hellwig-Weber-Lampe zum 1. Februar als neue Chefin des Jobcenters. Quelle: Sven Warnecke
Langenhagen

Claudia Dudszus heißt die neue Leiterin des Jobcenter Langenhagen. Die 50 Jahre alte Burgdorferin folgt auf Vera Hellwig-Weber-Lampe, die zum 1. Februar in den Ruhestand geht.

Anders als ihre Vorgängerin möchte sie eigentlich nichts machen, gesteht Claudia Dudszus. Denn ihren Angaben zufolge laufe das Jobcenter. Und wenn Dudszus das sagt, schwingt durchaus auch Respekt mit. Die neue Bereichsleiterin ist, wie Hellwig-Weber-Lampe, im Jobcenter für die Standorte Langenhagen, Barsinghausen, Neustadt und Wunstorf zuständig. Und ihre Vorgängerin habe seit 2004 die Jobcenter-Standorte mit aufgebaut. Für ihre Kunden und Kollegen wolle sie ebenfalls auch so da sein, betont Dudszus im Gespräch mit dieser Zeitung.

Vera Hellwig-Weber-Lampe geht zum Monatsende in den Ruhestand. Quelle: Lasko Werner (Jobcenter)

Hellwig-Weber-Lampe hat sich aber nicht nur auf die zunächst drei Standorte konzentriert. Sie übernahm später zusätzlich auch die Leitung des Jobcenters in Barsinghausen, heißt es in einer offiziellen Laudatio von Michael Stier, Geschäftsführer des Jobcenters Region Hannover. „In all den Jahren hat Frau Hellwig-Weber-Lampe sich immer besonders um die Menschen gekümmert. Sowohl um die Beschäftigten des Jobcenters, als auch um die Menschen, die unsere Hilfe benötigen.“

Dudszus macht sich mit Arbeit vertraut

Zum 1. Februar tritt nun Dudszus ihre neue Stelle offiziell an. Sie nutzt aber bereits jetzt in der Übergangsphase schon mal die Gelegenheit, sich mit den verschiedenen Standorten, Kunden und Teams vertraut zu machen. Und wer ist die Frau? Sie ist 50 Jahre alt, verheiratet und besitzt zuhause in Burgdorf Hühner. „Als Ausgleich“, wie sie sagt. Schön sei es zwar schon, wenn die Hühner täglich Eier legten. Doch wenn das dann eines Tages nicht mehr klappt, nimmt sie das dem Gefieder nicht wirklich übel. „Es ist für mich kein Problem, den Weg in den Supermarkt anzutreten“, sagt sie.

Für Dudszus ist ein Traum wahr geworden. Sie hatte sich immer gewünscht, wieder im ländlichen Bereich zu arbeiten. Dabei schätzt die Burgdorferin nach eigenen Angaben den vertrauensvollen persönlichen Umgang mit den Mitarbeitern und den Kunden – und gute Stimmung in einem engagierten Teams sei durchaus vorhanden. Mit der neuen Stelle wird dieser Wunsch nun Realität.

Neues Programm

Und Dudszus will weiter an ihrer „Sache“ arbeiten, also der Vermittlung der teils schwer belasteten Kunden in Arbeitsverhältnisse. Neu im Portfolio des Jobcenters ist dabei ihren Angaben zufolge das Programm „Teilhabe am Arbeitsmarkt“. Das sei speziell für Langzeitarbeitslose gedacht, aber auch für junge Menschen, die sich bislang dem Arbeitsmarkt ferngehalten haben. Die Jobcenter-Kollegen fragen dabei bei Arbeitgebern gezielt nach, ob sie nicht Tätigkeiten haben, „für die das Fachpersonal überbezahlt ist“, erläutert Dudszus. Die Jobs, die auf diese Weise für Langzeitarbeitslose entstehen, werden zunächst zwei Jahre lang zu 100 Prozent gefördert.

„Es ist ein Versuch, die Leute wieder in die echte Arbeitswelt zu bringen, wo sie Kontakt haben, Fähigkeiten entwickeln und auch Selbstvertrauen aufbauen können“, sagt Dudszus. Bisher gab es solche Tätigkeiten vor allem im öffentlichen und gemeinnützigen Bereich. Doch das brachte nur wenige echte Arbeitsverhältnisse, berichtet sie.   

5150 Langenhagener beziehen Leistungen

Aktuell beziehen in Langenhagen gut 5150 Menschen Leistungen vom Jobcenter. Das sind mehr als neun Prozent der Einwohner. In der gesamten Region Hannover waren 10 Prozent der Einwohner auf Leistungen vom Jobcenter angewiesen, heißt es von Dudszus weiter. Doch längst nicht alle Leistungsberechtigten sind arbeitslos. „Es ist auch unser Ziel, zu zeigen, dass wir helfen wollen und die Kunden die Hilfe ohne Scheu in Anspruch nehmen dürfen. Wir haben viel mehr Möglichkeiten, als mancher vielleicht glaubt.“ Und Schwierigkeiten in der Vermittlung? „Probleme sind dazu da, um sie zu lösen“, gibt Dudszus ihren Kurs ganz pragmatisch vor.

Von Sven Warnecke

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