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Langenhagen Nach Vikariat: Jens Wening wechselt nach Rethen
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Nach Vikariat: Jens Wening wechselt nach Rethen
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11:19 29.01.2019
Rainer Müller-Jödicke (links) hat gern mit Jens Wening zusammengearbeitet. Quelle: Andreas Hesse
Engelbostel

Jens Wening hat sein Vikariat in der Martinskirchengemeinde Engelbostel-Schulenburg abgeschlossen. Unter Anleitung von Pastor Rainer Müller-Jödicke hatte er seit Oktober 2016 eigene Gottesdienste gestaltet, Paare getraut und Beerdigungen auf den Langenhagener Friedhöfen vorgenommen. Nach erfolgreich bestandenem Examen stand der 38-Jährige nun zum letzten Mal auf der Martinskanzel und verabschiedete sich von der Gemeinde. Für Wening steht ein Wechsel kurz bevor, doch weit weg geht er nicht: Ab 1. Februar ist er Pastor auf Probe in der St.-Petri-Kirche in Rethen an der Leine.

„Meine Berufswahl ist durch das Vikariat bestärkt worden“, sagt der promovierte Theologe, der ursprünglich Lehrer werden wollte. Das Vikariat ist der letzte Schritt in der Ausbildung zu einem Pastor der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover. In den ersten Monaten ließ Wening sich an der örtlichen Grundschule pädagogisch ausbilden und unterrichtete evangelische Religion. Danach lernte der Vikar die vielfältige Arbeit der Martinskirchengemeinde kennen: Er besuchte den Frauenkreis und Jubilare an ihrem Geburtstag, gestaltete Andachten in der Passionszeit, begleitete eine Klassenfahrt der Grundschule nach Föhr und erhielt Einblick in die Arbeitsabläufe im Kirchenbüro und der Friedhofsverwaltung. Ein Ehrenamtlicher gab dem Vikar sogar eine Einführung in die Sütterlin-Schrift, damit er die alten Kirchenbücher entziffern konnte.

„Besondere Freude hat mir die Arbeit mit den Konfirmanden und den jugendlichen Teamern gemacht. Ich bin auf engagierte junge Menschen getroffen, die einen Blick für das Miteinander haben“, berichtet Wening. „Höhepunkte waren auch das Sommerfest Happy Martini, der Gottesdienst im Festzelt der Schützen in Schulenburg und das Totengedenken am Volkstrauertag. In der Dorfgemeinschaft habe ich einen starken Zusammenhalt und einen tatkräftigen Gestaltungswillen erlebt.“

Müller-Jödicke blickt mit Wehmut zurück

Sein Ausbilder blickt mit Wehmut auf die Zeit zurück: „Wir haben sehr gut zusammengearbeitet. Jens Wening hat in unsere Gemeinde mehr eingebracht als wir ihm hier gemeinsam zurückgeben konnten.“ Zeitweise habe Müller-Jödicke das Gefühl gehabt, in einem Doppelpfarramt tätig zu sein. Auch im Kirchenkreis habe sich Wening eingebracht: Er hat biblische Vorträge für Lektoren gehalten und eine Jerusalem-Reise für die Hauptamtlichen organisiert.

Wening bleibt in der Region

Wening beginnt im Februar seinen Dienst als Pastor auf Probe in der St.-Petri-Kirche in Rethen. „Es freut mich sehr, dass ich in der Region Hannover bleibe. Wie in Engelbostel und Schulenburg bietet auch Rethen die Vorzüge einer guten Dorfgemeinschaft und die Nähe zur Großstadt.“ Landessuperintendentin Petra Bahr wird Wening dort am Sonntag, 10. Februar, um 14 Uhr ordinieren.

Von Stephan Hartung

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