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Lehrte Polizei-Großaufgebot für Abschiebung in Lehrte
Aus der Region Region Hannover Lehrte Polizei-Großaufgebot für Abschiebung in Lehrte
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14:53 03.02.2017
Mit einem Großaufgebot sicherte die Polizei eine Abschiebung in Lehrte ab.
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Lehrte

Mit mehreren Fahrzeugen sowie Diensthunden war die Polizei gegen 2 Uhr vor dem Haus an der Ahltener Straße in Höhe der Einmündung des Eschenwegs angerückt. Beobachter sprechen von einem "sehr großen" Polizeiaufgebot. Genaue Zahlen nennt ein Pressesprecher der Polizeidirektion Hannover zwar nicht, er bestätigt aber den Einsatz von "mehreren Beamten und Diensthunden". Zur Unterstützung war auch eine Streifenwagenbesatzung des Lehrter Kommissariats im Einsatz.

Der große Aufwand der Polizei schien notwendig gewesen zu sein, denn die Abschiebung der Familie war laut HAZ-Informationen zuvor schon mehrfach gescheitert. Auch erwarteten die Beamten Widerstand. Nach Auskunft der Region Hannover, die für das Abschiebeverfahren zuständig ist, war die Familie bereits seit längerer Zeit zur Ausreise aufgefordert worden, dieser Pflicht aber nicht freiwillig nachgekommen.

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Tatsächlich wurde in der Nacht zum Freitag vorerst nur die Mutter mit drei Kindern abgeschoben. Sie sind mittlerweile nach Bulgarien geflogen. In dem Land hatte die Familie bereits Asyl beantragt und auch gewährt bekommen, war dann aber nach Deutschland weitergereist, um auch dort einen Asylantrag zu stellen. Diesen lehnten die deutschen Behörden ab.

Der Vater der Familie ist nach wie vor in Lehrte. Grund dafür ist, das ein Kind zum Zeitpunkt des Polizeieinsatzes an der Ahltener Straße nicht in der Unterkunft der Familie war. "Damit dieses minderjährige Kind nicht alleine in Deutschland bleibt, wurde auf eine sofortige Abschiebung des Vaters verzichtet", heißt es in einer Stellungnahme der Region Hannover. Man rechne aber damit, dass Vater und Kind dem Rest der Familie kurzfristig folgen werde. Die Region betont, dass dieses Verfahren mit dem niedersächischen Innenministerium abgestimmt sei.

Die sechsköpfige Familie war aus Syrien nach Deutschlang geflohen. Ihre Staatsangehörigkeit blieb nach Auskunft aber bis zum Schluss ungeklärt, heißt es.