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Lehrte Ein Bonsai-Meister kommt nach Röddensen
Aus der Region Region Hannover Lehrte Ein Bonsai-Meister kommt nach Röddensen
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14:00 14.09.2018
Christoph Delannoy (von links) bekommt Tipps von Bonsai-Meister Nobutaka Sakuma. Yumi Koch übersetzt. Quelle: Michael Schütz
Röddensen

Meisterkurse kennt man in der Regel aus der Musik, wenn bekannte Pianisten oder Violinisten dem Nachwuchs Wissen weitergeben. In Röddensen hat es jetzt ebenfalls einen solchen Kursus, allerdings nicht mit großer Musik, sondern mit kleinen Bäumen. Der Japaner Nobutaka Sakuma, Meister der Bonsai-Kunst, war in Lehrtes kleinstem Ortsteil zu Gast. In einem zweitägigen Seminar beim dortigen Fachhandel Genki Bonsai von Thorsten Pohl gab der Meister aus Japan einer Handvoll Liebhaber dieser Kunst Tipps, wie die Mini-Bäume bearbeitet werden sollten. Die Teilnehmer kamen dabei aus halb Deutschland, von Bielefeld bis Berlin.

Die weiteste Anreise allerdings hatte der Meister selbst, denn Sakuma flog eigens für den Kursus aus Japan ein. Dafür verantwortlich war Volker Einbock, der in Misburg eine eigene Werkstatt betreibt. „Ich habe bei mir nicht so viel Platz“, erklärte er. „Deswegen sind wir hier in Röddensen zu Gast.“ Er kenne Sakuma von einer seiner Japanreisen und sei über die Jahre in Kontakt geblieben. Auf diese Weise seien die Workshops entstanden, von denen letztes Jahr der erste stattfand.

Das Lehren außerhalb seines Heimatlandes kennt der 67-jährige Sakuma bereits. Von Großbritannien über Spanien bis zu den Niederlanden habe er schon Kurse gehalten, sagte er in Röddensen. Allerdings befindet er sich erst in den letzten Jahren auf Weltreise in Sachen Bonsai. Vorher sei er vor allem in seiner Heimat tätig gewesen – kein Wunder, wohnt er doch in der heimlichen Bonsai-Hauptstadt Ōmiya, rund 30 Kilometer nördlich von Tokio.

Seine deutschen Schüler seien sehr eifrig, lässt Sakuma über die hannoversche Dolmetscherin Yumi Koch mitteilen. „Sie sind viel aktiver als die Japaner“, meint er etwas überraschend. Die Bonsai-Kunst sei in Deutschland weiter verbreitet als in seiner Heimat. „In Japan ist das etwas für alte Leute, die Zeit haben“, sagte der Meister schmunzelnd. Allerdings hätten Japaner auch mehr Geduld mit den Bäumen, da sie diese aus dem Steckling züchteten, während in Europa bereits gewachsene Bäume bearbeitet würden. Die Stärke der Europäer sei es, eine klare Vorstellung davon zu haben, wie ein Baum einmal auszusehen habe.

in Röddensen allerdings kämen die Tipps des fernöstlichen Meisters gerade richtig, findet Christophe Delannoy. „Manchmal wird man betriebsblind“, sagte der gebürtige Franzose, der in Bassum bei Bremen lebt. „Sakuma weiß genau, wo es hingeht mit dem Baum und weiß, wie man ihn bearbeiten muss.“

Teilnehmer aus dem gesamten Norden der Republik lassen sich in Röddensen Kniffe bei der Bonsaizucht zeigen. Quelle: Michael Schütz

Diese Erfahrung machten auch Peter Leue und Brigitte Probst. „Sakuma hat einen Blick für die Form“, zeigten sich die beiden Hannoveraner begeistert: „Wir haben natürlich viel Literatur über Bonsai, aber er ist einfach Weltklasse.“ Christina Branka aus Calberlah bei Wolfsburg war indessen fasziniert von der Energie, mit der Sakuma an den Schnitt der Bäumchen ging: „Wir sind da ein bisschen vorsichtiger.“

Die Visite soll nicht der letzte Besuch des japanischen Bonsaimeisters in Röddensen gewesen sein, versprach Volker Einbock: „Im nächsten Jahr wird es wieder einen Kursus geben.“

Von Michael Schütz

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