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Lehrte Musiker ziehen von Louisiana nach Bayern
Aus der Region Region Hannover Lehrte Musiker ziehen von Louisiana nach Bayern
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12:20 09.01.2017
Im zweiten Teil geht es in Lederhosen und Wadlstrümpf´ nach Oberbayern. Quelle: Michael Schütz
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Lehrte

Dass der hannoversche Trompeter mit zwei so unterschiedlichen Musikrichtungen in Lehrte gastierte, spricht nicht nur für den breiten Geschmack der Musiker. Auch das Publikum im voll besetzten Saal des Seniorenheims ließ sich durch den abrupten Stilwechsel von den Dixie Kings zu Erichs fröhlichen Musikanten nicht beirren. Es ging in beiden Konzertteilen begeistert mit – mit möglicherweise leichten Stimmungsvorteilen für Bayern.

Die Idee hinter dem Doppelkonzert war eine einfache: „Wir haben uns gedacht, dass die Besucher zumindest eines von beiden schon mögen werden“, sagte Organisator Udo Gallowski: „Dann ist für jeden etwas dabei.“

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Eine gemeinsame Komponente hatten die beiden Teile des Konzerts auf alle Fälle, denn ob Louisiana oder Oberbayern – die Qualität der Musiker hörte man bei beiden Konzertteilen deutlich heraus. Das fing an bei Scharnofskes kraftvollem Trompetenton und hörte bei Klarinettist Torsten Seinecke und Akkordeonspieler Siggi Dammeier bei weitem nicht auf. Schon visuell beeindruckend kam Thomas Lück mit seinem großen Sousaphon daher. Ein bisschen machten sich die Musiker sogar zur Tribute Band, denn Gitarrist und Waschbrett-Spieler Franky Marpoder kramte in seiner Kehle das raue Organ von Louis Armstrong hervor.

Im bayerischen Teil kam es dann zu einer spontanen Kontaktaufnahme zu Publikum: Auf die Beschwerde hin, dass man von hinten gar nicht sehen könne, ob die Band lange oder kurze Lederhosen trügen, gingen die Musiker zur Gaudi der Besucher auf Tuchfühlung.

Von Michael Schütz

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