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Lehrte Polizei erwischt falsche Spendensammler
Aus der Region Region Hannover Lehrte Polizei erwischt falsche Spendensammler
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12:21 24.10.2018
Die Lehrter Polizei schnappt falsche Spendensammler. Quelle: Symbolbild
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Lehrte

Miese Betrugsmasche: Vier Männer haben auf dem Parkplatz des Zuckerzentrums versucht, Geld von Lehrtern zu ergaunern. Sie gaben vor, Spenden für eine nicht existierende Behinderteneinrichtung zu sammeln. Die Polizei wurde auf das Quartett aufmerksam, es kam zu einer vorübergehenden Festnahme. Mittlerweile sind die Männer, die nach Angaben aus dem Lehrter Kommissariat aus Rumänien stammen, nach der Zahlung einer Sicherheitsleistung wieder auf freiem Fuß.

Die Sache spielte sich bereits am Montagnachmittag auf dem Großparkplatz ab. Dort sprachen die vier Männer, die zwischen 20 und 24 Jahre alt sind, Passanten an und erzählten ihnen etwas über ein Zentrum für Behinderte und Taubstumme, für das man um Spenden bitte. Nähere Angaben zu der Einrichtung konnten sie aber offenbar nicht machen - nicht einmal dazu, wo sich sie die Einrichtung genau befindet.

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Nach Angaben eines Polizeisprechers sollten sich die Spender auf eine Liste eintragen. Ob das viele Menschen getan haben und ob auch Spenden übergeben wurden, ist noch unklar. Das Kommissariat bittet nun, dass sich Lehrter, die dem Quartett in gutem Glauben Geld übergeben haben, unter Telefon (05132) 8270 melden. Nach bisherigen Erkenntnissen sind die vier Rumänen bereits anderswo wegen ähnlicher Betrugsversuche aufgefallen. In Lehrte habe es aber in jüngster Zeit keine vergleichbaren Fälle gegeben, heißt es.

Im Bereich des Zuckerzentrums sind häufig Werber für kommerzielle Einrichtungen, etwa für Fitness-Center, unterwegs, um Kunden zu gewinnen. Oft stehen dort auch Infostände, und Mitarbeiter verschiedener Organisationen sprechen Passanten gezielt an, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen und neue Mitglieder zu gewinnen. Während kommerzielle Werbung angemeldet und von der Stadtverwaltung erlaubt werden muss, benötigen nichtkommerzielle Organisationen wie Wohlfahrts- und Naturschutzverbände, Parteien und Religionsgemeinschaften keine gesonderte Erlaubnis. Sie müssen ihre Infostände und Aktivitäten lediglich bei der Stadt anmelden, erläutert Stadtsprecher Fabian Nolting.

Von Achim Gückel