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Lehrte CDU-Kandidat Frank Prüße liest den Lehrtern vor
Aus der Region Region Hannover Lehrte CDU-Kandidat Frank Prüße liest den Lehrtern vor
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00:19 02.03.2019
Ein unterhaltsames Stück Geschichte: Frank Prüße stellt den Besuchern in der Stadtbibliothek das Buch "1913" von Florian Illies vor. Quelle: Susanne Hanke
Lehrte

Er ist Rechtsanwalt, Vorsitzender des Lehrter SV und außerdem noch Bürgermeisterkandidat der CDU: Am Dienstagabend hat Frank Prüße rund 40 Gästen in der Stadtbibliothek etwas vorgelesen. In der Reihe „Lehrter lesen für Lehrter“ musste Prüße aber erst einmal etwas gestehen: Eigentlich habe er gar kein Lieblingsbuch, sagte er. Aber es gebe allerhand Bücher, die er sehr gut finde. Eines davon sei das aus kleinen, feinen Anekdoten bestehende Buch „1913 – was ich unbedingt noch erzählen wollte“ von Florian Illies.

Diese ironische, historische, sprachlich brillante Abhandlung von fantasievollen Ereignissen mit weltbekannten Protagonisten habe ihn als Leser gefesselt, erklärte Prüße seinem zahlreichen Publikum das in der Bibliothek ziemlich eng zusammenrücken musste. Vorab aber skizzierte der Sportvereinschef den Autor Illies – wie dieser als Journalist in seiner Heimatstadt Schlitz in Hessen einst beim „Schlitzer Boten“ begann zu schreiben und dann eine erstaunliche Karriere hinlegte: Studium der Kunstgeschichte, Feuilletonist bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, erfolgreicher Autor und jetzt Verleger des Rowohlt Verlages.

Die Geschichten, die Illies in seinem Buch erzählt, hätten genau so möglich gewesen sein können, sagte Prüße und ließ dann ausgewählte Passagen folgen, die ein kulturelles und politisches Bild des Jahres 1913 skizzierten. Illies versammelt sie dabei alle, die Künstler um Franz Marc, Schriftsteller von Kafka bis Hemingway, Politiker wie August Bebel, Doktor Sigmund Freud, mithin die ganze Bandbreite der Größen aus der Zeit des Expressionismus. Er erzählt von „ethischen Wegelagerern“, die sich in Askona auf dem „Monte Verita“, dem Berg der Wahrheit, versammeln, um nackt zu tanzen und beschreibt, wie Rudolf Diesel auf seiner Reise auf dem Postschiff nach England spurlos verschwindet. Das sei der erste Dieselskandal, der bis heute nicht gelöst sei, heißt es in dem Buch und das ist typisch für den ironischen Unterton des Autors.

Aber auch eine romantische Liebesgeschichte wollte Prüße dem Publikum nicht vorenthalten. So las er in voller Länge die Begebenheit von der wundersamen Verwandlung des russischen homosexuellen Tänzers Nijinsky vor, der von der ungarischen Tänzerin Romola becirct wurde und sie heiratete, ohne dass das Paar sich sprachlich verständigen konnte.

Von Susanne Hanke

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