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Lehrte Kultusministerin besucht das Gymnasium
Aus der Region Region Hannover Lehrte Kultusministerin besucht das Gymnasium
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00:16 07.05.2017
Von Patricia Oswald-Kipper
Kultusministerin Frauke Heiligenstadt lässt sich Lernspiele in einer Sprachlernklasse zeigen. Quelle: Privat
Lehrte

Das Gymnasium führte in die Thematik mit einem Theaterstück über Integrationsprobleme ein.

Heiligenstadt wurde am Mittwoch von Bürgermeister Klaus Sidortschuk und dem CDU-Landtagsabgeordneten Hans-Joachim Deneke-Jöhrens begleitet. Sie wollte sich aber vor allem über die Integration der Flüchtlingskinder am Gymnasium erkundigen. Zwischen März 2015 und Juni 2016 seien insgesamt 36.000 Migrantenkinder an Niedersächsische Schulen gekommen, erklärte sie. Das sei ein halber normaler Einschulungsjahrgang. Die Herausforderung sei nun, diese Kinder und Jugendlichen so schnell wie möglich zu integrieren.

Gymnasiallehrer Marc Drechsler präsentierte dazu Spiele, die er gemeinsam mit seinem Seminarfachkurs entwickelt hatte. Heiligenstadt konnte verfolgen, wie Schüler einer Sprachlernklasse mit Hilfe der Spiele ihre Deutschkenntnisse verbessern konnten.

Im Mittelpunkt stand aber das Kompetenzfeststellungsverfahren "2p-Potenzial und Perspektive". Lehrkräfte erklärten der Ministerin, wie das Computerprogramm funktioniert und wie es eingesetzt wird. Das Programm wird bereits in Baden-Württemberg als sprachreduziertes Analyseprogramm für Migranten genutzt. Dieses Programm biete Systematik und Entlastung bei der Einstufung der Migranten, schlussfolgerte Heiligenstadt.

In Niedersachsen läuft das Programm noch als Pilotprojekt. Das Gymnasium Lehrte ist dabei eine von vier Schulen in der Erprobungsphase. Bei Erfolg soll das Programm aber in ganz Niedersachsen zum Standard werden.

Schulleiterin Silke Brandes freute sich, dass Lehrte als Projektschule dabei ist. Das Computerprogramm sei mit seinen sieben Modulen in jedem Fall eine Hilfe für die individuelle Laufbahnempfehlung. Heiligenstadt kann sich das Programm auch als Instrument für alle Schüler vorstellen, um so den individuellen Förderbedarf zu entdecken und Fördermöglichkeiten anzubieten.

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