Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Lehrte Grüne: IGS in Lehrte Süd konzentrieren
Aus der Region Region Hannover Lehrte Grüne: IGS in Lehrte Süd konzentrieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 31.05.2017
Von Achim Gückel
Die schwierigste Frage in der Lehrter Schulpolitik: Wie geht es mit der IGS weiter? Quelle: Achim Gückel
Hämelerwald/Lehrte

Der Fortbestand der Schule in Hämelerwald sei „nicht langfristig abzubilden“, meint Roland Panter, Parteisprecher der Grünen, Bundestagskandidat und selbst Hämelerwalder.

In der vergangenen Woche hatte der Lehrter Schulausschuss in einer wegweisenden Sitzung über die Schulentwicklung in der Stadt gesprochen. Schon dabei hatten sich die Grünen klar für das Ende der IGS am Standort Hämelerwald ausgesprochen. Die Partei sieht sich insbesondere durch eine Befragung der Schulleiter in dieser Linie bestätigt. Jetzt bekräftigen die Grünen ihre Parteilinie.

„Wir haben es uns mit dieser Entscheidung nicht einfach gemacht und alle Varianten sorgsam gegeneinander abgewogen“, sagt der Lehrter Grünen-Ratsherr Carsten Milde, der im Hauptberuf Leiter der KGS in Sehnde ist. „Wenn wir die pädagogischen Vorteile einer IGS konsequent nutzen wollen, dann geht das nur an einem konzentrierten Schulstandort“, sagt er. Das bestätige auch die IGS-Schulleitung. Die bisherige Praxis, dass Lehrkräfte zwischen den Standorten in Hämelerwald und Lehrte Süd pendelten, sei jedenfalls „keine Lösung mit Zukunft“.

Panter betont, ihm liege als Hämelerwalder der Erhalt der weiterführenden Schulen in seinem Heimatort zwar grundsätzlich am Herzen. Doch die notwendige Kernsanierung des Schulstandorts in Hämelerwald würde beträchtliche Investitionen bedeuten. Und selbst bei einem Umzug der Realschule von Lehrte Süd nach Hämelerwald entstehe durch „perspektivisch sinkende Anmeldungen an der Realschule keine Investitionssicherheit". Von IGS und Realschule gemeinsam genutzte Räume in Lehrte Süd gewährleisteten hingegen große Flexibilität und die erforderliche Investitionssicherheit.

Panter mahnt nun im Namen der Grünen ein zukunftsfestes Konzept für die Lehrter Schulen an, in der sich „Fehler der Vergangenheit“ nicht wiederholen dürften. Er kalkuliert auch ein, dass viele Eltern in den östlichen Dörfern den Grünen „nun gram sein werden“. Das wäre nachvollziehbar, und auch seine eigene Familie werde in ein paar Jahren durch das Fehlen einer weiterführenden Schule in Hämelerwald betroffen sein, sagt Panter: „Angesichts der prognostizierten Investitionssummen von bis zu 70 Millionen Euro haben wir aber keinen Raum für emotionales oder historisches Anspruchsdenken.“

Der Grünen-Sprecher kritisiert auch die Lehrter Stadtverwaltung. Es sei „extrem unglücklich“, dass der Rat die Prognose zu den Investitionssummen beim Ausbau der Schulen erst „unmittelbar vor Toresschluss und nach wiederholter Anfrage“ vorgelegt bekommen habe. Die genannten Summen schienen den Grünen zwar als zu hoch gegriffen. Sollten sie aber wirklich in die Hand genommen werden müssen, werde der Haushalt der Stadt Lehrte bis an die Grenzen belastet.

Mit der Aufgabe des Standorts in Hämelerwald verbinden die Grünen auch Bedingungen. Dazu gehört unter anderem die zeitnahe und politisch vorangetriebene Umwandlung der örtlichen Grundschule in eine offene Ganztagsschule. Auch der Fortbestand und die Finanzierung der Schulsporthalle am Schulzentrum in Hämelerwald müsse auf lange Sicht gewährleistet bleiben. Ansonsten nehme das Vereinsgefüge in der Ortschaft irreparablen Schaden.

Für die Nachnutzung der Schule Am Ried haben die Grünen indes schon mehrere Ideen. Sie reichen von einem Familienzentrum über ein Gründerzentrum bis hin zu einer Verwaltungsnebenstelle. Auch ein Abriss und die Nutzung als Bauland erscheine nicht ausgeschlossen. In Hämelerwald seien Bauflächen schließlich rar.

Für zwei Tage wird demnächst ein Teil des Verkehrsknoten an der Bundesstraße 65 bei Ahlten gesperrt. Die offizielle Umleitungsroute, die Autofahrer dann nehmen sollen, mutet kurios an. Sie führt über mehrere Kilometer auf der Hauptverkehrsstraße hin und her.

Achim Gückel 31.05.2017

Meister Adebar und Gattin haben derzeit in Arpke und Immensen alle Schnäbel voll zu tun. Jetzt ist die Zeit, in der der Nachwuchs aufgepäppelt werden muss. Und das bedeutet für die Altstörche, dass sie nahezu ohne Unterlass Futter heranschaffen müssen.

Achim Gückel 31.05.2017

Eine Elfjährige hat sich bei einem Unfall am Sonnabendnachmittag an der Berliner Allee leichte Verletzungen zugezogen. Das Mädchen war mit seinem Fahrrad unterwegs, geriet vom Radweg und prallte gegen einen vor einer Ampel stehenden Wagen.

Achim Gückel 28.05.2017