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Lehrte Ausstellung widmet sich der regionalen Arbeiterbewegung
Aus der Region Region Hannover Lehrte Ausstellung widmet sich der regionalen Arbeiterbewegung
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19:04 27.08.2019
Sie haben die Ausstellung gemeinsam in die Wege geleitet: Elke Vaihinger, Chefin der Volkshochschule Ostkreis, Peter Schulze (Mitte) und Reinhard Nold. Quelle: Laura Beigel
Lehrte

Was geschah in Hannover und Lehrte im Jahr 1914, als der Erste Weltkrieg ausbrach? Und wie wirkte sich die Novemberrevolution von 1918 auf die damalige Arbeiterbewegung aus? Diesen und weiteren Fragen widmet sich die Ausstellung „Fragen zur Geschichte der regionalen Arbeiterbewegung – Novemberrevolution in Hannover“, die am Sonntag, 1. September, um 11 Uhr eröffnet wird. Veranstaltungsort ist die Geschäftsstelle der Volkshochschule (VHS) Ostkreis Hannover am Lehrter Rathausplatz 2.

Seit 2013 wird die Wanderausstellung von Historiker Peter Schulze immer wieder mit neuen Informationen und Bildern ergänzt. Bei der Zusammenarbeit mit Elke Vaihinger, Geschäftsführerin der VHS, und Reinhard Nold, Vorsitzender des Lehrter Ortsverbands des DGB, habe vor allem die lokale Nähe des historischen Themas im Mittelpunkt gestanden. „Die Ausstellung soll ein Versuch sein, das Interesse für die Geschichte in der Region neu zu erwecken“, sagt Schulze.

Ausstellung wird von Vortragsreihe ergänzt

Dafür machte sich der Historiker auf die Suche nach geeigneten Exponaten, die die Lehrter Historie von 1918 bis 1933 widerspiegeln könnten. „Leider habe ich nicht allzu viel Neues finden können“, so Schulze. Auch ein Aufruf an die Bevölkerung, Bildmaterial einzusenden, blieb erfolglos. Trotzdem sind am Ende 19 Banner entstanden, auf denen zum Beispiel Wissenswertes über die damaligen Maifeiern zusammengetragen wurde.

Dieses Plakat zur Wahl der Nationalversammlung am 19. Januar 1919 ist in der Ausstellung zu sehen. Quelle: privat

Begleitet wird die Wanderausstellung von drei Vorträgen, die der Historiker Schulze hält. Der erste am Donnerstag, 5. September, thematisiert ab 18 Uhr die hannoversche Arbeiterbewegung im Ersten Weltkrieg. Weiter geht es am Donnerstag, 12. September, ab 18 Uhr mit einem Beitrag über die SPD und Gewerkschaften in Hannover als Ordnungsmacht in den Jahren 1918 bis 1920. Der letzte Vortrag am Donnerstag, 19. September, ebenfalls ab 18 Uhr behandelt das politische Versagen und den Zusammenbruch der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und der Gewerkschaften. Schauplatz der Vorträge ist die VHS am Rathausplatz.

Nold: „Wir müssen aus der Geschichte lernen“

„Wir hoffen, dass wir mit den Vorträgen in eine Diskussion über die lokale Geschichte einsteigen können“, sagt Schulze. Der DGB-Ortsverbandsvorsitzende Reinhard Nold geht sogar noch ein Stück weiter: Die Ausstellung sei als dynamischer Lernprozess zu verstehen, in dem die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Zusammenhang gebracht werden. „Wir müssen aus der Geschichte lernen“, sagt Nold, „und dies auf unsere heutige Lebenssituation anwenden.“ Dafür sei es wichtig, dass auch jüngere Menschen die Ausstellung besuchen.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 1. September, um 11 Uhr in der Geschäftsstelle der VHS am Rathausplatz 2 eröffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Geöffnet ist die Ausstellung anschließend montags bis freitags von 10 bis16 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung. Da die Plätze für die Vorträge begrenzt sind, bittet VHS-Geschäftsführerin Elke Vaihinger um eine telefonische Anmeldung unter (05132) 5000-0. Die Ausstellung endet am Montag, 30. September.

Von Laura Beigel

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