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Lehrte Christiane Nustede ist Rektorin der Albert-Schweitzer-Schule
Aus der Region Region Hannover Lehrte Christiane Nustede ist Rektorin der Albert-Schweitzer-Schule
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15:00 19.11.2019
Dezernent Oliver Brandt führt Christiane Nustede offiziell in ihr Amt als Leiterin der Albert-Schweitzer-Schule ein. Quelle: Sandra Köhler
Lehrte

Christiane Nustede ist die neue Leiterin der Albert-Schweitzer-Schule, der größten Grundschule in Lehrte. Am Montag wurde sie offiziell in ihr Amt eingeführt. Von der Kinderkrankenschwester zur Sonderpädagogin und zur Rektorin: Typisch ist er sicher nicht, der Berufsweg von Nustede. Klar ist aber: Die 1978 in Kassel geborene und im Alten Dorf Lehrte wohnende Mutter dreier Kinder ist richtig gut an ihrer neuen Schule angekommen. „Liebe Christiane, wir freuen uns, dass du hier bist“, begrüßte Konrektorin Trude Schumann sie und sagte: „Du hast schon vieles verändert und angeschoben.“ Dazu gehört etwa die Neustrukturierung des Ganztagsangebots.

„Du bist voll nett und siehst sehr schön aus“, „Ich mag dich sehr“, „Ich finde es schön, dass du so nett bist“: Diese und andere gesammelte und gerahmte Aussagen von Schülern, die Nustede sich jetzt in ihr Büro hängen darf, sprechen eine eigene Sprache. „Wenn Schüler einen cool finden, ist das wohl das größte Lob, das man sich wünschen kann“, begrüßte Lehrtes Bürgermeister Frank Prüße Nustede herzlich. Und Dezernent Oliver Brandt bescheinigte ihr, eine „echte Powerfrau“ mit viel Lebenserfahrung und sozialem Engagement, etwa im Kinderschutzbund, zu sein. „Sie sind da hingegangen, wo es weh tut, auf die Kinderkrebsstation, auf die Intensivstation“, sagte er, beeindruckt von Nustedes früherer Tätigkeit als Kinderkrankenschwester an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Quereinstieg in den Lehrerberuf

Als solche arbeitete sie auch noch, als sie Sonderpädagogik mit den Schwerpunkten Sprache und Verhalten an der Leibniz-Universität in Hannover studierte und mit der Note 1,1 im Staatsexamen beendete. Nustede ist also Quereinsteigerin in den Lehrerberuf und zudem eine echte Gewinnerin der Inklusion. Denn erst nach einer Gesetzesänderung im Jahr 2018 durfte sich die Sonderpädagogin, die durch ihre bisherige Tätigkeit an der Berthold-Otto-Schule und anderen Lehrter Schulen gut vernetzt ist, auf die Leitung einer Regelschule bewerben. Das tat Nustede – und zwar ausschließlich an der Albert-Schweitzer-Schule. Warum? Weil sie wie der Namensgeber der Schule eine Afrika-Affinität hat und sich auch für Cap Anamur und Hilfe für Menschen im Kongo einsetzt.

Letzteres wird sich auch an ihrer Schule auswirken: Geplant ist eine Schulpartnerschaft mit einer Schule im Kongo. Darüber hinaus ist Nustede begeisterte Sportlerin und hat früher gern Konzerte besucht. Daher stehen nun unter anderem eine Musik-AG, Konzerte, ein Musical sowie eine Ski-AG und ein Surfkurs auf ihrer Agenda.

Gelungene Inklusion ist das Ziel

Nustede betonte bei ihrer Amtseinführung, dass ihre Bilderbuchkarriere längst nicht absehbar gewesen sei. Denn in ihrer eigenen Schulzeit hätten Lehrer geurteilt, dass sie wohl nicht auf das Gymnasium gehöre. In Latein, Französisch und Chemie habe sie sich ganz besonders schwer getan. Vielleicht sind auch diese Erfahrungen ein Grund dafür, dass Nustede gerade die Kinder, die es nicht einfach haben, in den Fokus nehmen will. Ihr größtes Ziel: „Inklusion auf den Weg bringen und dabei gute Arbeit machen.“

Nuri Nustede (von links) und Marina Athemeliotis bringen Christiane Nustede ein Ständchen. Quelle: Sandra Köhler

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