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Lehrte Fledermäuse auf Adolphshof schlafen jetzt in einem schicken Bunker
Aus der Region Region Hannover Lehrte Fledermäuse auf Adolphshof schlafen jetzt in einem schicken Bunker
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07:00 11.09.2019
Ein Mercedes unter den Winterquartieren: Das Portal zum Fledermausbunker auf dem Adolphshof. Quelle: Michael Schütz
Hämelerwald

Wohnungen müssen gelegentlich renoviert werden. Das gilt auch für die Rückzugsorte von Fledermäusen. Auf dem Adolphshof bei Hämelerwald sorgte der Naturschutzbund (Nabu) in den letzten Wochen für die Ausbesserung des Winterquartiers für Wasserfledermaus und Braunes Langohr. Eine eingefallene Tür an dem Weltkriegsbunker, der als Schlafquartier dient, sei der Anlass gewesen, erklärte Bernd Rose vom Vorstand des Nabu Burgdorf, Lehrte, Uetze. „Da musste was passieren.“

Bingo-Umweltstiftung übernimmt die Kosten

Kurzerhand meldete er sich mit einem Antrag bei der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, die schließlich die Neugestaltung des Eingangsbereich am Winterquartier finanzierte. Knapp 9000 Euro kostete das Portal, das am Montagabend mit Gästen – unter anderem von der den Adolphshof betreibenden Bernburg-Stiftung – eingeweiht wurde.

Reinhard Kind (von links) und Bernd Gebers von der Berneburg-Stiftung lassen sich von Bernd Rose vom Nabu den Fledermausbunker zeigen. Quelle: Michael Schütz

„Das ist jetzt der Mercedes unter den Winterquartieren“, zeigte sich Rose begeistert. Üblicherweise hielten zehn bis zwölf Fledermäuse in dem alten Bunker auf dem Ökohof Winterschlaf, erklärte der Experte. In diesem und vielleicht auch im nächsten Winter werde er aber noch leer stehen. „Der Geruch der Renovierung muss erst verfliegen.“ Nachdem das passiert ist, könne sich die Anzahl der Schlafgäste verdoppeln, hofft Rose. Genug Platz sei jetzt jedenfalls vorhanden.

Fledermäuse wie das Braune Langohr sollen im Bunker überwintern. Quelle: privat

Mauer ist Schandfleck

Rose dachte am Montag allerdings noch weiter. „Die Mauern rechts und links des Eingangs sehen nicht mehr gut aus“, schrieb er der Bernburg-Stiftung ins Stammbuch. „Das ist ein Schandfleck.“ Da die Mauer denkmalgeschützt ist, regte er an, dass sich die Stiftung ebenfalls an die Bingo-Lotterie wende. „Die fördert auch den Denkmalschutz“, betonte Rose. Den Antrag wolle er gern für die Stiftung ausfüllen. Stiftungsrat Reinhard Kind zeigte sich überrascht, war von der Idee allerdings angetan.

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Von Michael Schütz

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