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Lehrte Idee aus Immensen: Hundetoiletten sollen ökologischer werden
Aus der Region Region Hannover Lehrte Idee aus Immensen: Hundetoiletten sollen ökologischer werden
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11:00 12.10.2019
Der Tütenspender vor dem Kurt-Hirschfeld-Forum: Im gesamten Lehrter Stadtgebiet gibt es fast 60 Stück dieser Hundetoiletten. Quelle: Archiv
Lehrte

Werden die fast 60 Hundetoiletten im Stadtgebiet demnächst mit Tüten aus nachwachsendem Rohstoff statt aus Plastik gefüllt? Der Ortsrat in Immensen hat zu diesem Vorschlag aus den Reihen der Mehrheitsgruppe aus Grünen, CDU und Unabhängigen einstimmig Ja gesagt. Damit kommt die Sache nun auch auf Stadtebene politisch ins Rollen. Demnächst solle sich der Umweltausschuss mit der Frage beschäftigen, fordern die Immenser.

Der Vorschlag geht auf die Debatte über Plastikmüll sowie Mikroplastik in der Umwelt zurück. Beim Vermeiden derartigen Abfalls könne Lehrte bei den Beuteln für den Hundekot anfangen. „Es ist ja ein Naturprodukt, das man mit den Beuteln aufnimmt. Also warum sollten die Beutel nicht auch eines sein?“, fragt Immensens Ortsbürgermeister Falk Kothe und steckt den Rahmen für das Projekt ab: „Das soll nicht allein für Immensen gelten, sondern für die ganze Stadt.“

Handel bietet auch Tüten aus Zuckerrohrmasse an

Vermessen scheint dieser ökologisch motivierte Vorstoß aus dem Ortsteil nicht zu sein: In der Stadtverwaltung habe man bereits über Alternativen zu den Plastikbeuteln nachgedacht, hatte Sprecherin Nele Domin unlängst eingeräumt. Im Handel sind nicht allein solche aus Papier zu haben, sondern auch aus einem Stoff, der zu 90 Prozent aus Zuckerrohrmasse besteht. Diese kosten allerdings rund 50 Prozent mehr als die bisher verwendeten Plastiktüten.

Für die Bestückung und Reinigung der fast 60 Hundetoiletten im Stadtgebiet gibt Lehrte jährlich etwa 5000 Euro aus. In Immensen sind es zwei Anlagen.

Pilotprojekt in Langenhagen

In Langenhagen ist man schon ein Stück weiter. Dort ist gerade das Pilotprojekt „Im Stadtpark plastikfrei Gassi gehen“ angelaufen. Dort werden zwei Behälter bis Ende Oktober mit 150 Tüten aus Papier befüllt. Die Hundekotbeutel bestehen zu 70 Prozent aus recyceltem Papier und zu 30 Prozent aus Möbelresten und können in der Restmülltonne entsorgt werden. Zunächst läuft eine dreimonatige Testphase, in der sich die Abteilung Stadtentwässerung darum kümmert, dass immer ausreichend Beutel verfügbar sind. Am Ende will die Verwaltung auswerten, wie die plastikfreie Alternative angenommen wurde.

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Von Achim Gückel

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