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Lehrte Neue Online-Plattform bietet Orientierung bei Berufswahl
Aus der Region Region Hannover Lehrte Neue Online-Plattform bietet Orientierung bei Berufswahl
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00:18 28.04.2019
Die Schüler stellen den Politikern ihre Homepage vor. Quelle: Katja Eggers
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Lehrte

Großes Lob und jede Menge Anerkennung haben Oberstufenschüler des Lehrter Gymnasiums am Donnerstag von der Politik bekommen. Die Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth (CDU) und Matthias Miersch (SPD) ließen sich in der Schule die neue länderübergreifende Internetseite präsentieren, die über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in Europa informiert.

Flachsbarth nannte die Homepage „sehr eindrucksvoll und vorzeigbar“, Miersch lobte den „riesenlangen Atem“ der Schüler. Beide Politiker hatten das Projekt bereits kennen gelernt, als es noch in den Kinderschuhen steckte. Seitdem ist jedoch viel passiert. So ist die Internetseite seit etwa einem Jahr online, wird stetig ausgebaut, mit immer neuen Inhalten gefüttert und wurde mittlerweile auch ins Englische übersetzt. Die Schüler haben für ihr Projekt zahlreiche Kontakte in die Politik geknüpft und es sogar schon vor Europa-Abgeordneten im EU-Parlament in Brüssel präsentiert.

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Interkultureller Austausch

Bei der Präsentation in Lehrte waren aber auch ehemalige Schüler dabei – das Projekt wird am Gymnasium von einer Schülergeneration zur nächsten weitergegeben. „Wir sind 2016 gestartet mit dem Ziel, in Europa den interkulturellen Austausch zu fördern, die hohe Jugendarbeitslosigkeit einzudämmen und Studien- und Ausbildungsabbrüche zu vermeiden“, erklärte Schülerin Sarah Böttcher.

Die selbst gestaltete Internetseite bietet daher Orientierung und Informationen über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Es gibt Tipps zum Schreiben von Bewerbungen und zum Verhalten in Vorstellungsgesprächen. Demnächst wird ein Kalender internationale Termine listen. Die Plattform soll darüber hinaus als Datenbank für Jobs, Praktika und Studienplätze fungieren.

Von Jugendlichen für Jugendliche

Ehemalige Schüler des Gymnasiums berichten zudem über ihre Studienerfahrungen. Lehrer und Koordinator Ralph Grobmann betonte, dass das Projekt von Jugendlichen für Jugendliche konzipiert sei. „Das ist unser Alleinstellungsmerkmal“, betonte Grobmann. Besonders ist das Projekt auch deshalb, weil es im Zusammenhang mit dem von der EU geförderten „Erasmus+“-Projekt steht und das Lehrter Gymnasium dabei mit Schulen in Polen, Lettland und Ungarn zusammenarbeitet.

Damit die Schüler ihr Projekt künftig so erfolgreich fortsetzen können, brauchen sie jedoch weiterhin finanzielle Unterstützung und Fürsprecher in der EU. Miersch und Flachsbarth sagten zu, ihre Kontakte spielen zu lassen. Europaabgeordnete seien derzeit aber sehr in die Vorbereitungen zur Europawahl am 26. Mai eingebunden. Miersch schlug vor, künftig auch die Bundesagentur für Arbeit ins Boot zu holen und bei der Maifeier in Lehrte Hauptredner Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, direkt anzusprechen.

Von Katja Eggers