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Lehrte So soll die Erweiterung der Grundschule in Ahlten aussehen
Aus der Region Region Hannover Lehrte So soll die Erweiterung der Grundschule in Ahlten aussehen
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17:15 26.04.2019
Mensa im Erdgeschoss und Unterrichtsräume darüber: So soll der Anbau an der Grundschule in Ahlten aussehen. Er soll im westlichen Bereich des Schulhofs entstehen und sich an den nördlichen Flügel der Schule anschmiegen. Quelle: Grafik: Stadt Lehrte
Ahlten

Ein lang diskutiertes Vorhaben nimmt Gestalt an: Die Stadt hat jetzt den Entwurf für die Erweiterung der Grundschule am Wiesengrund in Ahlten präsentiert. Der Anbau, der sich im westlichen Bereich des Schulgeländes rechtwinklig an das vorhandene Gebäude anschmiegen soll, wird derzeit mit Kosten von 1,55 Millionen Euro kalkuliert. Er wird unter anderem zwei Unterrichtsräume, einen Besprechungsraum und eine 125 Quadratmeter große Mensa beherbergen. Hinzu kommen gut 400.ooo Euro für einen Aufzug sowie die Sanierung vorhandener Toilettenanlagen.

Im Ahltener Ortsrat erntete die Planung am Donnerstagabend nicht nur Zustimmung. Insbesondere die CDU mahnte weiteren Beratungsbedarf an. Sie bemängelt, dass nach aktuellem Plan in dem Neubau kein Dorfgemeinschaftsraum für die Vereinsarbeit im Dorf und für Versammlungen entstehen soll. Das fordere man schon seit Jahren, betonten die Christdemokraten. Eine Abstimmung über die Pläne für den Schulanbau gab es daher noch nicht. Die Stadtverwaltung wurde vielmehr aufgefordert zu ermitteln, ob sich die Wünsche aus dem Ortsrat nach einem Dorfgemeinschaftsraum realisieren ließen und was das zusätzlich kosten würde.

An dieser Stelle soll der Erweiterungsbau für die Ahltener Grundschule entstehen. Quelle: Achim Gückel

Dass Ahltens Grundschule einen Anbau benötigt, ist schon sehr lange deutlich. Der Ort wächst, es wird in den kommenden Jahren mehr Kinder im Dorf geben. Die Prognosen sagen, dass aus den derzeit zehn Klassen der Grundschule bald schon zwölf oder noch mehr werden könnten. Die konkreten Planungen für den Anbau begannen im vergangenen Herbst. Geraldine Bach, Mitarbeiterin der städtischen Gebäudewirtschaft, hatte sich im Vorfeld nicht nur mit der Schulleitung über die Anforderungen an das neue Gebäude abgestimmt, sondern auch mit den Verantwortlichen der Ahltener Musikanten und anderer Vereine gesprochen. Sie präsentierte am Donnerstagabend die Pläne im Ortsrat.

Ahltener Musikanten behalten vorerst ihre Räume

Die Musikanten nutzen Räume in der Grundschule und sollen das auch weiterhin tun dürfen. Bei einer Einschränkung: Sollte der Raumbedarf der Schule noch größer werden als prognostiziert, müssen die Musikanten weichen. Vereinsvorsitzender Dirk Lauenstein lobte in der Ortsratssitzung die Pläne der Stadt. „Danke, dass wir in der Schule eine Heimat haben und in die Planungen mit eingebunden werden“, sagte er. Sein Verein habe nun mindestens für die kommenden Jahre Planungssicherheit. Lauenstein sagte auch, dass der Verein verstärkt mit der Grundschule zusammenarbeiten wolle, etwa beim Blockflötenunterricht, und sprach daher von einer „Win-Win-Situation“ für Verein und Schule.

Auch Timo Bönig, Sprecher der SPD-Fraktion im Ortsrat, bewertete die Entwürfe für den Anbau positiv. Es sei „nicht selbstverständlich“, dass eine Schule so gebaut werde, dass auch andere Nutzungen dort möglich seien, sagte er. Christan Klein-Heyl (Grüne) lobte ebenso die Planungen aus dem Rathaus, mahnte aber auch an, „die Mensa als Versammlungsraum zu ertüchtigen“, etwa für künftige Sitzungen des Ortsrats.

Der Ortsrat in Ahlten diskutiert über die Pläne für den Anbau an der Grundschule und vertagt eine Entscheidung. Quelle: Achim Gückel

CDU-Sprecher mahnt Dorfgemeinschaftsraum an

Doch es gab auch andere Stimmen. CDU-Sprecher Michael Wolbers sprach davon, er hege ein „Störgefühl“. Die Erwartungshaltung seiner Fraktion spiegele sich im Entwurf für den Anbau nicht unbedingt wider. Ahlten fordere schon seit Jahren einen Dorfgemeinschaftsraum – und dieser sei nicht mit eingeplant. Wenn man nun ohne weiteres Nachdenken „Ja“ zu den Plänen sage, brauche man „in den kommenden Jahren nicht mehr mit Wünschen kommen“, sagte Wolbers. Jens Landschoof (CDU) nannte die Pläne wegen des fehlenden Versammlungsraums „nicht optimal“. Im Übrigen sei der Ortsrat nicht früh genug in die Planungen eingebunden worden und habe nun zu wenig Zeit zu beraten.

Der Ortsrat einigte sich schließlich darauf, vorerst nicht über das Thema abzustimmen, die Nacharbeiten an den Plänen abzuwarten und Ende Mai in der nächsten öffentlichen Sitzung erneut zu debattieren. In der Sitzung des Schulausschusses am Donnerstag, 2. Mai, ab 17 Uhr in der Ahltener Grundschule am Wiesengrund ist das Thema allerdings auf der Tagesordnung vorgesehen.

PCB-Werte sind nicht mehr bedenklich

Die Raumluft in der Ahltener Grundschule ist derzeit nicht übermäßig mit dem als krebserregend eingestuften Schadstoff PCB belastet, welcher bis Mitte der Achtzigerjahre unter anderem als Weichmacher in Fugenmaterial oder Bodenklebern verwendet wurde. Dieses Aussage hat Experte Michael Schuhmacher von der Firma Wesling in der Ortsratssitzung getroffen. Bei den jüngsten Messungen im Januar hätten die Werte zwischen 29 und 79 Nanogramm pro Kubikmeter gelegen. Lediglich an einem Messpunkt in einem Flur vor der Bücherei habe man einen Wert von 274 Nanogramm ermittelt. Diese Stelle werde man im Auge behalten und weiter kontrollieren, betonte Schuhmacher. Grundsätzlich hätten die Sanierungen der vergangenen Jahre in der Schule viel gebracht. Man habe das „Sanierungsziel“ erreicht.

Vor vier Jahren hatte man bei PCB-Messungen an 43 Stellen in der Ahltener Grundschule neun Ergebnisse über dem zulässigen sogenannten Vorsorgewert von 300 Nanogramm pro Kubikmeter ermittelt. Auf einem Flur waren sogar 3040 Nanogramm gemessen worden, was knapp über dem sogenannten Interventionswert liegt, der sofortige Sanierungen notwendig macht. Mittlerweile seien aber alle Werte offensichtlich unbedenklich, betonte auch SPD-Sprecher Timo Bönig. „Es ist eine ganze Menge passiert seit den dramatischen Ergebnissen vor vier Jahren“, betonte er.

Schuhmacher betonte allerdings auch, dass man die PCB-Belastung in der Ahltener Grundschule nicht auf Null absenken könne. Der Schadstoff habe es an sich, etwa aus den Fugen auch in Baumaterial einzudringen und von dort aus auszudünsten. Gänzlich beseitigen könne man den Schadstoff daher nur, wenn die ganze Schule „in den Rohbauzustand“ zurückversetzt würde.

Auch in den geplanten Anbau der Schule könne daher PCB eindringen – und zwar vom Altbau her. Daher denkt die Stadt derzeit auch noch darüber nach, den Neubau möglicherweise in 3 Meter Abstand zum Altgebäude zu errichten.

Von Achim Gückel

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